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The Piles geben Comeback in der Moorscheune

Boberow The Piles geben Comeback in der Moorscheune

Ein Comeback nach 20 Jahren feierte die Prignitzer Band The Piles in der Boberower Moorscheune. Die Musiker spielten dort ihre alten Songs. So schwebte der progressive, musikalische Zeitgeist der 90er Jahre durch den Saal und begeisterte das mithüpfende und pogende Publikum aufs Neue.

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„The Piles“- Sänger Ralf „Ralle“ Reibstirn.

Quelle: Martina Matuschewski

Boberow. Nach zwei Jahrzehnten war es dann soweit. Die ehemaligen Bandmitglieder der Grunge-Rockband „The Piles“ spielten wieder zusammen. Am Freitagabend gaben sie ihr erstes Konzert in der Boberower Moorscheune nach knapp zwanzigjähriger Pause.

Die Band besteht aus vier Männern; Ralf „Ralle“ Reibstirn, der Sänger und Songwriter; Christian „Ebi“ Ebert, der Schlagzeuger und „Macher“ der Moorscheune; Jan Steglich, der Gitarrist und Falk Philipp, der Bassist. 1995 trafen sich die vier jungen Männer – Falk Philipp war noch keine achtzehn Jahre alt – in Grabow und probten im Kinderzimmer von Christian Ebert. In ihren Anfängen coverten sie Nirvana-Songs und erst später komponierten und spielten sie ihren eigenen deutschsprachigen Rocksound. „The Piles“ lösten sich 1998 schon wieder auf.

Drei intensive Jahre

Doch diese kurze Periode von drei Jahren war dafür umso intensiver, sagt Sänger Ralf Reibstirn. Die Band hatte einen zwiespältigen Ruf. Die progressive Dorfjugend, in der Aufbruchstimmung der 90er Jahre, liebte die „Piles“ mit ihrem neuen, revolutionären Grunge-Sound. Viele der konservativen Dörfler jener Zeit hatten nichts übrig für die langhaarigen Rocker. Und so war es keine Besonderheit, erzählte Ralle Reibstirn, dass die Band selten bis zu ihren vierten Song kam, bevor die wütende Landbevölkerung die Band von der Bühne verjagte. Und so endete ein Konzert oft frühzeitig, und die jungen Rocker rannten um „ihr Leben“.

Am Freitagabend standen die nun nicht mehr ganz so jungen Männer wieder zusammen auf der Bühne in der Boberower Moorscheune und spielten Songs aus ihrem alten Repertoire. Und so schwebte der progressive, musikalische Zeitgeist der 90er Jahre durch den Saal und begeisterte das mithüpfende und pogende Publikum aufs Neue.

Es soll noch ein weiteres Konzert in diesem Jahr geben

„Ralle“ beschreibt seine Texte als „angriffslustig“ und „betont zynisch“. Songtitel wie „Paranoia“, „Gib mir die Kugel“ oder „Gegen die Regeln“ verweisen auf menschliche Abgründe und revolutionäres Gedankengut. Das Konzert war kurz und knackig. „Paranoia“ gab es noch als Zugabe und „Ralles“ abschließendes Statement ans Publikum war: „Um den Spannungsbogen hochzuhalten, brechen wir an dieser Stelle ab.“

Außerdem verkündete „Ralle“, dass ein hartnäckiges Gerücht kursiere, die Band würde in diesem Jahr noch ein zweites Konzert geben. Keiner weiß Genaueres, aber man könne sicher sein, dass es irgendwann stattfinden wird.

Weitere Veranstaltungen

Weitere Veranstaltungen in der Moorscheune Boberow:

Niemandsland, willkommen in der 30er Zone; Satirelesung mit Robert Niemann am Sonntag, 5. März, um 14 Uhr;

Depulsor, Konzert am Freitag, 10. März, um 20 Uhr;

Clover, irisches Wochenende mit der Liveband am Sonntag, 12. März, um 14 Uhr.

 

Von Martina Matuschewski

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