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Theater zum Thema Mülltrennung

Putlitz Theater zum Thema Mülltrennung

Sechs Schulen im Kreis kommen diese Woche in den Genuss eines Theaterstückes, das der Sachbereich Abfallwirtschaft der Kreisverwaltung organisiert hat. Mit Meisterdetektiv „Mc Trash“ gehen die Kinder der 2. bis 4. Klassen auf die Suche nach Umweltsündern – und das mit großer Begeisterung.

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Mc Trash diskutierte mit den Putlitzer Grundschülern auch über die Verschwendung von Lebensmitteln.

Quelle: Beate Vogel

Putlitz. Meisterdetektiv Mc Trash hatte es nicht schwer, die Kinder der Grundschule Putlitz für die Mülltrennung zu begeistern. Ruckzuck halfen sie ihm, den unübersichtlichen Haufen, den er auf dem Parkett der Turnhalle ausgebreitet hatte, in Papier, Verpackungen, Tüten, Bio- und Restmüll zu trennen. „Mc Trash packt aus“ heißt das 50-minütige Stück, in dem die Kinder aktiv an der Jagd nach Umweltsündern teilnehmen.

Nach einer kleinen Einführung ins Benehmen bei Theatervorstellungen kam der große Auftritt von Günter Geisler vom Märchentheater Aschaffenburg: „Ich bin Mc Trash, der größte Mülldetektiv der Welt.“ Standesgemäß in Hut und Mantel natürlich. Der Recyclingschnurrbart machte sich zwar aus dem Staub, doch das tat dem Stück keinen Abbruch. Ruckzuck holte sich Mc Trash begeisterte Helfer aus dem Publikum – Kinder der 2. bis 4. Klasse der Putlitzer Grundschule – an den Mülltatort, um dort die Ermittlungen aufzunehmen.

Lebensmittel sind wertvolles Gut

Während vieles wie von selbst in die richtigen Tönnchen wanderte, gab anderes den Kindern Rätsel auf: eine komplette Banane etwa. „Lebensmittel sind teuer und kein Müll.“ Die leere Schale dagegen sei klar Biomüll. Und in Plastik eingepackte Lebensmittel? Auch damit solle man haushalten, sagte Mac Trash: Die Herstellung von Wurst und Käste ist aufwendig und teuer. Das sollte man nicht einfach wegwerfen.“ Eine Verschwendung von Lebensmitteln sei ein großer Skandal. Das fanden die Kinder allerdings auch.

Noch viel schlimmer sei die Sache mit den Kaffeebechern für Coffee-to-Go: „Jeden Tag werden in Deutschland 30 Millionen solcher Becher verwendet.“ Die seien zwar aus Papier, aber innen mit Wachs beschichtet, so dass sie zum Restmüll gehören. „Das ist eine der großen zivilisatorischen Verfehlungen“, meinte Darsteller Günter Geisler.

Mit Müll Theater spielen

Das Projekt hatte der Sachbereich Abfallwirtschaft des Kreises initiiert. Geisler gastiert mit seinem kleinen Theater, für das er jedes Mal einen großen Sack Müll mitschleppt und vor Ort verteilt, in dieser Woche in insgesamt sechs Schulen im gesamten Kreis: Karstädt, Putlitz, Lenzen, Wittenberge, Meyenburg, Groß Pankow. „Sogar mit Müll kann man Theater spielen“, sagt er.

Begleitet wird Geisler von Sandra Dröge, Beraterin für Abfallwirtschaft in der Kreisverwaltung. „Kinder lassen sich viel leichter an das Thema heranführen als Erwachsene“, hat sie festgestellt. Sie seien aufgeschlossener und lernen bei einer solchen Aktion etwas fürs Leben. Der Bedarf an Aufklärung ebbt laut Dröge nicht ab: Immer wieder gebe es Fragen etwa nach den Dingen, die in die blaue Tonne (für Papier) oder den gelben Sack (für Verpackungen) gehören. „Wenn etwas falsch zugeordnet ist und unsere Müllmänner das sehen, gibt es einen Aufkleber“, erklärt Abfallberaterin Dröge.

Abfallberaterin Sandra Dröge ist zu erreichen unter 03876/71 36 64.

Von Beate Vogel

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