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Thema Bauhof wird weiter diskutiert

Halenbeck Thema Bauhof wird weiter diskutiert

Obwohl das Thema Auflösung des Bauhofes der Gemeinde Halenbeck-Rohlsdorf in der Gemeindevertretersitzung am Montag überraschend von der Tagesordnung genommen wurde, ist es noch nicht vom Tisch. Die Beteiligten wollen ausführlich darüber beraten. Dass da noch Gesprächsbedarf ist, war in der Sitzung zu spüren.

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Rolf Selent und Kerstin Grambow haben insgesamt 200 Unterschriften gesammelt.

Quelle: Andreas König

Halenbeck. Überraschend haben die Gemeindevertreter von Halenbeck-Rohlsdorf (Amt Meyenburg) in ihrer Sitzung am Montagabend die Beratung über die Auflösung des Bauhofes der Gemeinde zum 31. Dezember dieses Jahres von der Tagesordnung genommen. Dem entsprechenden Antrag von Toralf Grott war die komplette Gemeindevertretung gefolgt. Eine Erklärung gab es zunächst von Bürgermeisterin Astrid Eckert nicht – zur Enttäuschung der vielen Einwohner, die eigens wegen dieses Themas zur Sitzung gekommen waren.

Zum Hintergrund: Seit Monaten gibt es Überlegungen in der Gemeindevertretung, den Bauhof aufzugeben. Die beiden Mitarbeiter – Kerstin Grambow und Rolf Selent – unterstehen dem Amt Meyenburg, welches die Arbeitsleistung als Dienstleister der Gemeinde zur Verfügung stellt. Die beiden Kollegen arbeiten auf 30-Stunden-Basis und sind in erster Linie in der Grünflächenpflege in den Ortsteilen der Gemeinde im Einsatz. Offenbar waren einige Gemeindevertreter oder Dorfbewohner unzufrieden mit der Arbeit. Nach mehreren Gesprächen mit Amtsdirektor Matthias Habermann seien fünf Gemeindevertreter mit dem Ansinnen auf diesen zugegangen, den Bauhof aufzulösen (die MAZ berichtete). Ohne Beschluss sei dies aber nicht möglich, hatte Habermann erklärt. Und die Arbeiten müssten dann an Fremdfirmen vergeben werden.

200 Unterschriften gesammelt

Pikantes Detail: Kerstin Grambow ist Bauhofmitarbeiterin und zugleich Mitglied der Gemeindevertretung. Sie habe nach eigenem Bekunden nur über Dritte von den Überlegungen gehört. Das Thema spaltet offenbar die Gemeinde. Bereits beim Gemeindefest in Ellershagen waren gegen die mögliche Schließung des Bauhofes Unterschriften gesammelt worden. Insgesamt 200 sind zusammengekommen.

Obwohl der Punkt am Montag also nicht Gegenstand der Tagesordnung war, hakten die Einwohner nach: „Was ist denn nun mit dem Bauhof?“. Die Folge war eine heftige Diskussion zwischen Einwohnern und Gemeindevertretern, die von Gerüchten, persönlichen Vorwürfen und Dementis geprägt war. Bürgermeisterin Astrid Eckert, selbst Teil der Debatte, gelang es nicht, die Lage zu beruhigen. Anlieger Andreas Detzner bat schließlich eindringlich darum, „dass die Querelen aufhören“: „Ich verlange, dass Sie alle gut zusammenarbeiten“, sagte Detzner.

Parteien am „runden Tisch“

Erst Amtsdirektor Matthias Habermann erklärte auf Nachfrage, wie es zur Vertagung kam. „Es ist ein ständiger Prozess. Man hat sich entschieden, das Thema noch einmal ausführlich zu diskutieren.“ Ganz vom Tisch ist es damit noch nicht, erläuterte Habermann am Dienstag auf Nachfrage: „Es werden jetzt Gespräche zwischen der Verwaltung, der Gemeindevertretung und den Mitarbeitern des Bauhofes geführt.“ Die Parteien seien an den „runden Tisch“ zurückgekehrt: „Es ist gut, dass man sich wieder unterhält.“ Langfristig soll nun die Frage geklärt werden, ob man die Leistungen des kleinen Zwei-Personen-Betriebes wieder so nutzen kann, „dass alle zufrieden sind“. Es werde sich zeigen, ob die Halenbeck-Rohlsdorfer eine Lösung finden.

Von Beate Vogel

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