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Thilo Sarrazin stellte sein neues Buch vor

Wittenberge Thilo Sarrazin stellte sein neues Buch vor

Migranten, Asylrecht und die Folgen: In seinem neuen Buch provoziert Thilo Sarrazin wieder einmal. Nun stellte er das Werk mit dem Titel „Wunschdenken“ in Wittenberge vor. Einige Gäste applaudierten begeistert, andere hörten nur zu und blieben stumm.

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Thilo Sarrazin (l.) im Gespräch mit Manfred Osten im Wittenberger Kulturhaus.

Quelle: Jens Wegner

Wittenberge. Thilo Sarrazin war Fachökonom, Spitzenbeamter, Politiker und verantwortlich für die Konzeption und Durchführung der deutschen Währungsunion. Sein Buch „Deutschland schafft sich ab” wurde ein Millionenerfolg und löste eine große gesellschaftliche Debatte aus. Am Donnerstag stellt er die Inhalte seines aktuellen Buches „Wunschdenken” in einem Gespräch mit dem Autoren Manfred Osten vor. Die Veranstaltung im Wittenberger Kultur- und Festspielhaus wurde von Polizei und Security begleitet. Besprochene Themen sollten die Migrationspolitik Deutschlands, der Euro und die Bildungspolitik sein. Der in Ludwigslust geborene Manfred Osten begrüßte zunächst die zahlreich erschienenen Gäste „hier in Mecklenburg-Vorpommern”, wofür ihm ein Schwall der Entrüstung aus dem Publikum begegnete. Anspielend auf die Ergebnisse der jüngsten Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern sagte Sarrazin: „Es war schon klar, dass die CDU dachte, sie sei eine Volkspartei. Das war schon Wunschdenken.”

In Mecklenburg-Vorpommern gebe es kaum Migranten. Trotzdem hätten so viele Wähler die AfD gewählt. „Den AfD-Wählern wird vorgeworfen, sie seien dumm. Vielleicht waren sie aber in Köln oder anderswo, haben gesehen wie es dort aussieht, und wählten klug, um vorbereitet zu sein”, stellte er in den Raum. Das deutsche Asylrecht sei zu einem Einfallstor geworden, so Sarrazin. Jeder Migrant, der die deutsche Grenze erreiche, werde zu einem Rechtsobjekt und habe Anspruch auf Sozialleistungen. Wer gekommen sei, bleibe meistens auch und koste dem Staat nur Geld. Die meisten hätten keine oder nur eine geringe Bildung, die der vierten Klasse einer deutschen Grundschule entspräche. „Die werden keine Ärzte oder Richter. Die machen Ihnen Konkurrenz”, drohte er den Gästen. Rund 80 oder 90 Prozent der Migranten würden aber so wie so Dauerarbeitslose und kosteten den Staat mindestens 25 000 Euro jährlich. Im Laufe seines Lebens läge jeder Migrant dem Staat mit rund einer Million Euro auf der Tasche. Auf alle Migranten zusammengerechnet sei das genau die Summe, die der Rentenkasse in Zukunft fehle, behauptete er.

Die meisten Migranten seien illegale Flüchtlinge, die nur aus wirtschaftlichen Gründen nach Deutschland kämen. Natürlich müsse man die Menschen in Ländern, denen es schlecht geht, beraten, ihnen sagen, wie sie es richtig machen müssen. Aber niemals dürfe man ihnen Geld geben. Denn bereits gezahlte Wirtschaftshilfen, die in afrikanische Staaten gegangen seien, seien zu 80 Prozent von Privilegierten veruntreut worden, die sich von dem Geld ein schönes Auto gekauft hätten. Einige Gäste applaudierten begeistert, andere hörten nur zu und blieben stumm.

Von Jens Wegner

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