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Tierischer Einsatz

Feuerwehr Pritzwalk zog Jahresbilanz bei ihrer Hauptversammlung Tierischer Einsatz

Weniger Einsätze, aber mehr Einsatzzeit: Das ist die Kurzbilanz des vergangenen Jahres bei der Pritzwalker Feuerwehr, die am vergangenen Freitag im Gerätehaus zu ihrer Jahreshauptversammlung zusammengekommen war.

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Eine Jahresbilanz zog Peter Gronau bei der Hauptversammlung der Pritzwalker Feuerwehr.

Quelle: Claudia Bihler

Pritzwalk. In einer umfangreichen Präsentation mit Bild- und Filmmaterial blickte Wehrleiter Peter Gronau auf das Jahr 2013 zurück, das von Einsätzen geprägt war, die die freiwilligen Feuerwehrleute deutlich forderten. Allein zu 43 Brandstiftungen wurden die Pritzwalker gerufen, von denen sich 14 als vorsätzliche Brandstiftungen entpuppten, darunter die Einsätze in der Hainholzmühle, wo mehrfach Holzbänke, Zäune und Container brannten, aber auch jene in einem Haus am Meyenburger Tor, wo es ebenfalls mehrfach brannte.

Gleich drei Mal musste die Feuerwehr zu Bränden in Betrieben ausrücken, dabei hat ein Einsatz beim Falkenhagener Unternehmen Glatfelter bleibende Spuren hinterlassen. Dort hatte ein Ausgangsbrand in der Produktionsanlage zu einem Brand von Zellulosestaub im Lüftungssystem geführt. Gronau: "Beim Einsatz von Wasser hat sich eine Schierseifenschicht gebildet, die Einsatzkleidung kann nicht mehr verwendet werden." An den Brand der Gaststätte neben dem Pritzwalker Kulturhaus an einem Sonntagnachmittag werden sich noch zahlreiche Pritzwalker erinnern. Gronau: "Natürlich gab es viele Schaulustige, aber ich kann nicht begreifen, weshalb einige Autofahrer durch eine Feuerwehrabsperrung fahren müssen, um bei den Löscharbeiten zuzusehen." Die allerdings waren erfolgreich: Verhindert werden konnte, dass sich der Brand über das Dach bis ins Kulturhaus fortsetzte.

Wie hilfsbereit die Ehrenamtlichen von der Feuerwehr sind, zeigte sich aber auch bei jenen Einsätzen, die Tieren galten: So wurde ein Rehkitz aus einem Schacht befreit und ein geschwächter Schwan an den Sadenbecker Stausee gebracht. Gronau: "Es hieß, dass der Kamerad ihm sogar am nächsten Tag noch ein Frühstück serviert hat." Bei der Rettung einer in einem Fenster eingeklemmten Katze sei nicht einmal die Besitzerin aufgewacht.

Allerdings mahnt Gronau an, dass der Einsatz der ehrenamtlichen Feuerwehren oft auch ausgenutzt werde: Ob zu nächtlichen Straßenreinigungsaktionen, weil einige Straßenbaulastträger keinen Bereitschaftdienst haben, oder von Bürgern, die ohne großes Nachdenken die Feuerwehr alarmierten: Etwa, weil der Nachbar einen halben Tag nicht zu sehen gewesen wäre, oder weil ein Nachbar nach dem Wohl seiner Nachbarin sah, aber ihre Antwort "ist alles in Ordnung" nicht hören konnte, weil er schwerhörig sei.

Denn tatsächlich mussten die Ehrenamtler bei vielen ernsthaften Einsätzen ihre Kraft einsetzen: bei zwölf schweren Bränden in Wohngebäuden, bei fünf, teilweise schweren, Verkehrsunfällen, mehreren technischen Hilfeleistungen, bei Menschenrettung und Tragehilfe, in vier Fällen zudem bei der Bergung von Toten.

Von Claudia Bihler

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