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Tour de Prignitz 2018 Streichelkurs im Ackerbürgerhaus Wiese
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00:23 13.09.2018
Bei Wolfgang Wiese in der Seetorstraße durften zwei chinesische Seidenhühner gestreichelt werden. Quelle: Kerstin Beck
Lenzen

Kurz vor 13 Uhr am Sonntag im Elbestädtchen Lenzen: Ein Besucher geht ruhelos vor dem Gehöft der Seetorstraße 7 auf und ab.

Um Punkt 13 Uhr fasst er sich ein Herz, klingelt und fragt, ob er hier richtig sei. Er ist. Denn hier, im Ackerbürgerhaus Wiese, gibt es stündlich eine Führung, die sofort mit einer Besonderheit beginnt: Der Hausherr, der in dem winzigen Hof auch Hühner hält, holt aus dem pieksauberen Stall zwei kleine Hühnchen heraus, die sich als chinesische Seidenhühner entpuppen.

Eine ganz alte Hühnerrasse

„Das ist eine ganz alte Hühnerrasse – und die Tierchen sind ganz besonders zahm.“ Der Gast aus Hannover kann nicht anders, er – und später auch noch viele andere Besucher – muss einfach die beiden Wuscheltiere streicheln.

Die beiden Zwerghühner - eins weiß, eins rebhuhnfarbig – nehmen die Prozedur gleichmütig hin. „Das kennen die, wenn hier Kinder sind, sind sie auch auf dem Hof und werden ständig gestreichelt.“

Seidenhühner gibt es seit fast 700 Jahren in fast einem Dutzend verschiedener Farben. Erwiesen ist, dass der venezianische Kaufmann und Weltreisende Marco Polo nach der Rückkehr von seiner China-Reise 1292 von schwarzen „katzenhaarigen“ Hühnern berichtete, die er dort gesehen habe.

Als Kreuzung zwischen Huhn und Kaninchen gezeigt

Ende des 18. Jahrhunderts waren die merkwürdigen Tiere bereits in Europa sesshaft und wurden auf Jahrmärkten als Kreuzung zwischen Huhn und Kaninchen gezeigt.

„Ich wohne hier ja seit zwölf Jahren, und seit elf Jahren gibt es hier Hühner – zuerst Reichshühner, dann Lakenfelder, das sind beides vor dem Aussterben bedrohte Rassen“, erzählt Wolfgang Wiese weiter. Dann gibt es natürlich noch sechs Ziegen, wie es sich für einen richtigen Ackerbürger gehört, aber die sind momentan auf der Weide.

Ortsweichsel. Auf der Burg Lenzen gibt es an diesem Sonntag ein großes Markttreiben und dazu ein dementsprechendes Menschengewimmel. Doch was ist das? Mitten im größten Rummel sind zwei weiße Tiere zu sehen, die ihre Ruhe nicht verlieren.

Auf der Burg Lenzen durften die beiden Alpaka-Hengste „Don Camillo" und „Whity" gestreichelt werden. Quelle: Kerstin Beck

Wie ein Magnet ziehen sie besonders die jüngsten Besucher an, die die Exoten einfach nur streicheln wollen. Das kurze, wollige Fell lädt ja auch gerade dazu ein. „Einmal streicheln kostet einen Euro.“ witzelt ein Besucher.

Hier ist Dietmar Krempner aus Groß Breese gekommen, der seit acht Jahren „Elbtal-Alpakas“ züchtet und zwei junge Herren namens „Don Camillo“ und „Whity“ an der Leine hält.

Alpakas waren die Attraktion auf Burg Lenzen

Mit „neugierig sind sie immer, sie wollen alles erfahren und sind sehr umgänglich“, ist alles Wissenswertes über die beiden Hengste zu erfahren, die man auch in Groß Breese zusammen mit etlichen – und auch farblich anderen – Alpakas besuchen kann. Die Tiere regeln übrigens mit dem Spucken ihre Rangfolge, und nicht etwa, um Menschen von sich fernzuhalten.

„Wir wollten auf unserem Gelände eine Alternative zu Schafen haben und haben uns für Alpakas entschieden, die in Europa erst seit 18 Jahren privat gehalten werden“, ist von dem Besitzer zu erfahren. „Diese friedlichen Tiere kann man prima als ruhige und pflegeleichte Rasenmäher einsetzen, und diese beiden Alpakas habe ich zudem dazu ausgebildet, stressresistent zu sein, so dass sie bei Kindergeburtstagen, in Schulen oder Altersheimen zum Einsatz kommen können“. Wo natürlich auch das Streicheln an erster Stelle steht.

Von Kerstin Beck

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