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Prignitz Tour de Prignitz: Polizei macht Streckencheck
Lokales Prignitz Tour de Prignitz: Polizei macht Streckencheck
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02:15 31.03.2017
Das Polizeiteam für die Tour: Peter Schröder, der als Ruheständler weiter mitfährt, Dirk Telschow und Norbert Klemm, die per Motorrad die Tour begleiten, und Kerstin Weise, die Frau am Steuer des polizeilichen Führungsfahrzeugs. Quelle: Bernd Atzenroth
Wittenberge

Wenn das kein passender Vorgeschmack auf die Tour de Prignitz war: Bei herrlichem Frühlingswetter trafen sich die Tourpolizisten und Vertreter von MAZ und Antenne Brandenburg zur jährlichen Vorab-Streckenabfahrt der diesjährigen Rundfahrtroute. Die war aber auch ein gutes Stück Arbeit. In knapp acht Stunden begutachtete die Gruppe am Montag im Polizeibus die komplette 300 Kilometer lange Route und befuhr dabei auch Rad- und Feldwege, Plattenstraßen und noch vorhandene innerörtliche Buckelpisten.

Die gemeinsame Abfahrt der Strecke, die zunächst von MAZ und Antenne als Veranstalter konzipiert worden ist, hat sich in den vergangenen Jahren als sehr sinnvoll erwiesen. Schließlich ist die Tour komplett polizeibegleitet, fährt ein Polizeifahrzeug ständig vorweg. Damit es gerade an kniffligen Abzweigungen nicht dazu kommt, dass das Führungsfahrzeug falsch abbiegt, schaut man sich diese Stellen allesamt im Vorfeld gemeinsam an.

Zum wiederholten Male ist das Schloss Neuhausen in der Nähe von Berge einen Kulturstopp wert, und zwar am 16. Mai. Quelle: Bernd Atzenroth

Tatsächlich ist derlei schon mehrfach in 20 Jahren Tour-Geschichte passiert. Im Jahr 2000 bog der Tross zum Beispiel von Wüsten Buchholz kommend in Richtung Quitzow ab, obwohl er nach links Richtung Groß Buchholz hätte fahren müssen. An der Raiffeisentankstelle kurz vor der Ampel an der B5 in Quitzow wurde das Problem damals mit einem eleganten Wendemanöver des gesamten Trosses gelöst. Etwas schwieriger war es vier Jahre später, als das Feld bei Weitgendorf nach einem Verständigungsfehler über die Strecke gleich sieben Kilometer Umweg fahren musste, denn meistens lässt es sich nach der falschen Abfahrt nicht mehr stoppen und wenden. Mit 64 Kilometern wurde die betreffende Etappe zwischen Meyenburg und Putlitz auf diese Weise ungewollt das längste jemals gefahrene Teilstück bei der Rundfahrt.

Zu den Streckenstücken, die man sich ganz besonders genau anschauen muss, gehören die Deichfahrten. In diesem Jahr steht gleich auf der ersten Etappe am 15. Mai ein etwa zehn Kilometer langes Streckenstück entlang der Elbe an, beginnend in Cumlosen, vorbei an Lütkenwisch bis hin zum rückverlegten Deich bei Wustrow, auf dem die Tourradler noch nie unterwegs waren. Sollte das Wetter so sein wie am Montag und alles klappen, dann wird dies ein sehr eindrucksvolles Erlebnis für die Radler werden.

Die 20. Tour de Prignitz im Überblick

1. Etappe, Montag, 15. Mai: WittenbergePerleberg, Länge 50,9 Kilometer. Mittagspause: in Lütkenwisch. Kulturstopp: in der Ortsmitte von Wustrow

2. Etappe, Dienstag, 16. Mai: PerlebergPutlitz, Länge 50,9 Kilometer. Mittagspause: in Karstädt am Ernst-Thälmann-Platz. Kulturstopp: in Neuhausen bei Berge am Schloss

3. Etappe, Mittwoch, 17. Mai: PutlitzPritzwalk, Länge 49,5 Kilometer. Mittagspause: in Stepenitz am Stift Marienfließ. Kulturstopp: in Kammermark am 4x4-Gelände

4. Etappe, Donnerstag, 18. Mai: Pritzwalk - Heiligengrabe, Länge 50,4 Kilometer. Mittagspause: in Sadenbeck am Sportplatz. Kulturstopp: in Jabel.

5. Etappe, Freitag, 19. Mai: HeiligengrabeKyritz, Länge 51,5 Kilometer. Mittagspause: in Rosenwinkel. Kulturstopp: in Wusterhausen am Wegemuseum.

6. Etappe, Samstag, 20. Mai: KyritzWittenberge, Länge 52,9 Kilometer. Mittagspause: in der Ortsmitte von Vehlin. Kulturstopp: in Bad Wilsnack an der Wunderblutkirche.

Damit die Radler unbeschwert dahinrollen können, wollen die Polizeibeamten vor auch so genau wie möglich planen, wie Kreuzungen abzusperren und Bahnübergänge zu sichern sind oder wie die wenigen Bundesstraßenstücke möglichst gefahrlos für alle befahren werden können.

Ein weiterer wichtiger Punkt sind die Zu- und Abfahrten von Start-, Ziel und Pausenorten. Wichtig in diesem Jahr zum Beispiel: Beim Kulturstopp in Kammermark müssen die Radler eigentlich in eine Sackgasse fahren, um sich das Crossgelände des 4x4-Clubs Kammermark ansehen zu können. Wahrscheinlich aber lässt sich das Feld über den anliegenden Verkehrsgarten tatsächlich in die Gegenrichtung wenden. Auf dem Stiftsgelände Marienfließ wiederum entschieden sich die Tourpolizisten gegen ein Wendemanöver auf dem Pausenplatz am Ende der Mittagspause am 17. Mai.

Die Stiftskirche vom Stift Marienfließ in Stepenitz. Am 17. Mai pausieren die Radler hier. Quelle: Bernd Atzenroth

Mit manchem Vertreter von Pausenorten konnten unterwegs Absprachen getroffen werden, so am Schloss Neuhausen bei Berge, das nach einigen Jahren Pause wieder einmal Kulturstopp ist.

Aus Sicht der Veranstalter MAZ und Antenne, aber auch der Polizei ist die Streckenführung für die Jubiläumstour wieder sehr schön und in der Regel auch gut zu befahren. Veränderungen an der Strecke sind aber immer noch möglich. Die Erfahrungen aus den Vorjahren zeigt, dass mitunter kurzfristig Baustellen auf der Planroute Veränderungen erzwingen. Ein wichtiges Wort mitzureden bei der Tourstrecke hat die Verkehrsbehörde beim Landkreis Prignitz. Sie erteilt die ordnungsbehördliche Genehmigung für die Rundfahrt, mit der ebenfalls noch Auflagen und Streckenänderungen verbunden sein können.

Am Wegemuseum Wusterhausen stoppt die Tour am 19. Mai. Quelle: Bernd Atzenroth

Von Bernd Atzenroth

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