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Angestoßen auf Landkreis und Tour-Jubiläum

Putlitz Angestoßen auf Landkreis und Tour-Jubiläum

Vom Niesel während der gesamten zweiten Etappe ließ sich niemand seine Tour-Partylaune nehmen, später schüttete es sogar, und zwar aus Bechern: Angestoßen wurde in Putlitz auf die Jubiläumsfahrt, aber auch den Landkreis Prignitz beziehungsweise dessen noch möglichst lange währenden Fortbestand.

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Mitglieder der Putlitzer Spaßtruppe „Wall 10“ hoben gemeinsam mit den beiden Bürgermeistern die Becher.

Quelle: Matthias Anke

Putlitz. Die zweite Etappe durch den Norden der Prignitz bot ein Kontrastprogramm zum Vortag: Perleberg brachte am Dienstag nicht mal halb so viele Radler auf die Strecke wie Wittenberge, die als Stadt noch dazu einen Rekord aufgestellt hatte. Und statt des Kaiserwetters war nun Nieselregen allgegenwärtig. Doch wohl kaum ein Radler ließ sich seine Tour-Partylaune davon nehmen, wie sich später bei der Ankunft in Putlitz zeigen sollte. Bis zum Umfallen wurde dort getanzt.

Bis dahin aber waren erst noch gute 50 Kilometer zurückzulegen, eben nicht mehr mit Elbe-Wasser in Sichtweite, sondern vorbei an vielen, unendlich weiten Rapsfeldern.

Wurde am Vortag der Blick auf die Elbe genossen, säumten nun viele Rapsfelder die Strecke

Wurde am Vortag der Blick auf die Elbe genossen, säumten nun viele Rapsfelder die Strecke.

Quelle: Matthias Anke

So manches Dorf hatte sich bestens darauf vorbereitet und herausgeputzt. Es winkten etwa die Kita-Kinder von Dallmin ebenso wie die ­vielen an der Strecke verstreuten Zaungäste in Quitzow, Sagast oder auch Lütgendorf. Dagegen grüßten in anderen Orten nur Hunde bellend das Feld, oder Pferde setzten aufgescheucht zum Galopp an.

Dörfer nutzten die Gelegenheit für Werbung in eigener Sache

Neben Karstädt, wo auf das Open Air in Boberow am 9. und 10. Juni aufmerksam gemacht wurde, nutzten auch Sagast und Hülsebeck die Chance zur unübersehbaren Werbung in eigener Sache: In Hülsebeck steht am 10. Juni die 525-Jahr-Feier an. In Sagast wird am 1. Juli mit einem Dorffest der 90. Feuerwehr-Geburtstag begangen und zugleich die Ersterwähnung des Dorfes vor ebenfalls 525 Jahren gefeiert.

Sagast gehört zu Putlitz, wo es eh immer einen Grund zum Feiern gibt. Als Nächster hat ihn Bürgermeister Bernd Dannemann. Der ist bald seit 20 Jahren im Dienst, wie bei der Etappenparty verraten wurde.

Auf der Bühne schenkte er seiner Amtskollegin Annett Jura aus Perleberg einen Präsentkorb inklusive Burg-Sekt. Im Gegenzug erhielt er einen Regenschirm. Und mit Blick auf seine Freude über nunmehr 20 Jahre Tour-Geschichte, bei der er von Anbeginn dabei war, sagte Dannemann: „Jetzt bin ich hier auch noch der Schirmherr.“

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Von Perleberg nach Putlitz führte am Dienstag die zweite Etappe der Tour de Prignitz 2017. Zur Mittagspause stoppten die Radler in Karstädt, in Neuhausen am Schloss gab es einen Kulturstopp.

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Organisiert aber wurde auch die sechstägige Rundfahrt natürlich von Antenne Brandenburg und der Märkischen Allgemeinen mit Unterstützung der AOK Nordost und der Volks- und Raiffeisenbank Prignitz.

Nicht nur auf das Tour-Jubiläum wurde anschließend mit Hochprozentigem aus kleinen Bechern angestoßen, sondern auch auf den Landkreis Prignitz überhaupt – und auf dessen Erhalt. Das betonte Lutz Eisermann, der einer der letzten Schmiede in der Prignitz ist und in Putlitz zur Spaßtruppe „Wall 10“ gehört. Und weil auf die wie immer Verlass war, durften Dannemann und Jura noch ein kleines Ritual über sich ergehen lassen, bevor denn gebechert wurde: Doktor Bernd Knacke „untersuchte“ die beiden „gründlich“ und verabreichte kurzerhand jeweils eine Medizin. Angesichts der davon ausgelösten Minen wollte man jedoch­ ­lieber nicht wissen, was es genau war.

Heute geht es für die Tour-Radler nun auf die dritte Etappe. Sie führt nach Pritzwalk.

Von Matthias Anke

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