Volltextsuche über das Angebot:

16 ° / 13 ° Regenschauer

Navigation:
Drei Bahnübergänge werden 2018 saniert

Pritzwalk Drei Bahnübergänge werden 2018 saniert

Gleich drei Bahnübergänge sollen im kommenden Jahr in Pritzwalk saniert werden. Betroffen sind die Havelberger Straße, die Freyensteiner sowie die Wittstocker Chaussee. Vorhabenträger sind zwar die jeweiligen Betreiber der Bahnlinien, doch muss sich die Stadt finanziell mit rund 260 000 Euro daran beteiligen. Fördermittel sollen beantragt werden.

Voriger Artikel
Ehemalige Kaufhalle wird abgerissen
Nächster Artikel
Neuer Radar-Turm soll weiter strahlen

Der Bahnübergang in der Havelberger Straße in Pritzwalk soll als einer von dreien im nächsten Jahr saniert werden.

Quelle: Foto: Andreas König

Pritzwalk. Wenn man einmal an den Schranken im Pritzwalker Stadtgebiet stehen muss, ist das meist eine Sache von Minuten. Das könnte sich im nächsten Jahr ändern. Gleich an drei Bahnübergängen soll 2018 gearbeitet werden. Darüber informierte Friedhelm Müller, Fachgebietsleiter für Bauwesen in der Stadtverwaltung, den Ordnungsausschuss der Stadt. „Wir sind im Rahmen des Eisenbahnkreuzungsgesetzes verpflichtet, einen Teil der Kosten für die Sanierung der Schranken­anlagen zu übernehmen“, sagte er.

Konkret geht es um die Bahnübergänge in der Havelberger Straße, in der Freyensteiner Chaussee und den, aus der Stadt kommend, ersten in der Wittstocker Chaussee.

Die Bahnübergänge werden mit modernen Halbschrankenanlagen versehen, wie sie mittlerweile Standrad sind und so bereits vor zwei Jahren an der Wittstocker Chaussee gebaut wurden. Während der Übergang in der Havelberger Straße im Auftrag der Deutschen Bahn saniert werde, zeichne für die Freyensteiner und Wittstocker Chaussee die Firma Regio-Infra Nordost als Betreiber der Bahnlinie Neustadt (Dosse)–Kyritz–Pritz­walk–Meyenburg verantwortlich.

Je nach Größe und Anteil der Stadt an den jeweiligen Übergängen als Baulastträger müssen unterschiedliche Eigenanteile geleistet werden. „Im Fall der Havelberger Straße sind das rund 60 000 Euro, für die Wittstocker Chaussee sind es 80 000 Euro, und der Übergang in der Freyensteiner soll die Stadt 120 000 Euro kosten“, erfuhren die Mitglieder des Ausschusses von Friedhelm Müller. Zwar sei es möglich, Fördermittel zu beantragen, was die Stadt auch vorhabe, dennoch müssten die Mittel in den kommenden Haushalt eingestellt werden.

„Ich hoffe, dass die Stadt dann auch ihre wohlverstandenen Eigeninteressen wahrnimmt“, sagte Hans-Joachim Kuhns als sachkundiger Einwohner im Ordnungsausschuss. „Wenn man sich ansieht, wohin das Gebiet entwässert, nämlich in Richtung Kemnitz, muss man drauf achten, dass auch die Entwässerungsgräben erneuert werden müssen, wenn die Bahnübergänge gemacht werden.“ Vor allem für die Hermann-Holz-Straße hätte das Konsequenzen.

René Haber (Die Linke) erinnerte daran, wie haarsträubend es bei der Sanierung des ersten Bahnübergangs Wittstocker Chaussee zugegangen war. „Da haben Mitarbeiter der Firma die Schienen mit Flatterband abgesperrt, und passiert ist lange Zeit gar nichts", sagte er.

Über die genauen Abläufe sei noch nichts bekannt, entgegnete Friedhelm Müller. Lediglich das Jahr der Bauarbeiten und der Kostenrahmen sei der Stadt bisher mitgeteilt worden. In der Feinabstimmung werde man etwaige Probleme zur Sprache bringen, sagte er. Ebenso sie noch nicht klar, ob die Übergänge unter Halb- oder Vollsperrung erneuert werden. Gerade bei der Havelberger Straße als Hauptzufahrt von Richtung Süden kämen auf die Stadt einige Belastungen zu.

Ebenfalls auf der Liste der zu erneuernden Bahnübergänge befindet sich der im Giesensdorfer Weg. „Dort ist allerdings der Landkreis Prignitz zuständig, weil es sich um eine Kreisstraße handelt“, sagte Friedhelm Müller.

Von Andreas König

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Tour de Prignitz
eb4ecca0-3954-11e7-9e9d-6eb3bfd7f061
Die 1. Etappe der Tour de Prignitz 2017

Es war ein Rekord-Auftakt zur Tour de Prignitz 2017. 1424 Radler machten sich am Montag auf den Weg von Wittenberge nach Perleberg. Die rund 50 Kilometer lange Strecke führte teilweise über den Elbdeich. Zwischenstopps gab es in Wustrow und Lanz.

Die Tour-Geschichte in Bildern

Im Oktober 1997 startete die erste Tour de Prignitz in Perleberg. Sehen Sie in unserer Galerie historische Bilder der Anfänge, wie sich die Tour entwickelt hat und wer heutzutage alles an der Rundfahrt teilnimmt.

wkda_adv1_ermitteln_336x280