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In Wustrau auf den Spuren der Preußen

Mitstreiter bei Tour de Prignitz ins Ruppiner Land eingeladen In Wustrau auf den Spuren der Preußen

Es hat schon Tradition: Wer sich für die Tour de Prignitz engagiert, wird einmal im Jahr kurz vor der Rundfahrt von MAZ und Antenne Brandenburg eingeladen. Diesmal ging es per Fahrrad von Neuruppin nach Wustrau, wo die Gruppe das Brandenburg.Preußen-Museum besichtigte. Danach ging es per Schiff zurück nach Neuruppin.

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Fast schon wie bei der Tour de Prignitz: Die radelnden Organisatoren bei Wustrau.
 

Quelle: Fotos (7): Bernd Atzenroth

Wustrau.  Das gab es noch nie: Exakt vier Wochen vor Beginn der Tour de Prignitz stiegen am Montag Organisatoren, Vertreter der Sponsoren und Mitstreiter selbst aufs Rad, und zwar für elf Kilometer zwischen Neuruppin und Wustrau entlang des Ruppiner Sees. Die Veranstalter der Tour de Prignitz, die Märkische Allgemeine und Antenne Brandenburg, hatten wie in jedem Jahr im Vorfeld der Rundfahrt alle diejenigen eingeladen, die an der Tour mitwirken. Und so begrüßten Christian Koletzki, Geschäftsführer des MAZ-Regionalverlags Prignitz-Ruppin, und Petra Hansel, Chefredakteurin von Antenne Brandenburg, die etwa 30-köpfige Besuchergruppe in Höhe des Parzival an der Neuruppiner Seepromenade. Dort standen schon die Räder für sie bereit, und zwar an der Verleihstation des Anbieters Rhinpaddel. Jeder konnte bereits den neuen Tour-de-Prignitz-Wimpel am Rad anbringen. Joachim Glaser und zwei Mitstreiter holten die Räder später am Zielort wieder ab.

Die Tour-de-Prignitz-Torte

Die Tour-de-Prignitz-Torte

Quelle: Atzenroth

Für manchen der Mit-Organisatoren war es die seltene Gelegenheit, einmal selbst in die Pedale zu treten, etwa die Tour-Polizisten Kerstin Weise und Peter Schröder, die sonst bei der Tour im Führungsfahrzeug vorwegfahren. Oder auch Ingrid Wuschke, die für die MAZ während der Rundfahrt für die reibungslose Organisation an den Pausen- und Zielorten sorgt.

Für Sandra Fritsch ist das Tour-Radeln hingegen kein Neuland. Die neue Studioleiterin von Antenne Brandenburg in Perleberg ist bereits in den vergangenen Jahren Tour-Fahrradreporterin gewesen. Auch Moritz Hartmann und Thomas Vogel kennen als Tour-Organisatoren für Antenne die Rundfahrt aus dem Effeff. Natürlich waren die Volks- und Raiffeisenbank Prignitz mit Michael Hrabetz und Frank Sperling und die AOK Nordost mit Regina Sander in diesem Feld vertreten, ohne deren Unterstützung MAZ und Antenne Brandenburg die Tour gar nicht durchführen könnten. Aus den Teilnehmerkommunen waren mit Holger Kippenhahn (Heiligengrabe), Roman Blank (Wusterhausen) und Hans-Dieter Spielmann (Bad Wilsnack) drei Bürgermeister dabei, sowie für Pritzwalk Vizebürgermeister Ronald Thiel und für Wittenberge Christiane Schomaker und Hans-Jürgen Döllefeld sowie Sarah Wegwart für die Gemeinde Heiligengrabe. Und auch die Bundeswehr, die seit Jahren bei der Absicherung der Tour hilft, war mit zwei Vertretern der Einladung gefolgt, so Frank Zinnow, der seit vielen Jahren dabei ist. Weiter dabei Tour-Fahrraddoktor Siegfried Ramin, Bernd Halle und Toralf Reinhardt für die Polizeidirektion Nord in Neuruppin und der Leiter der Polizeiinspektion Prignitz, Peter Schröder.

Sehr anschaulich erklärte Stephan Theilig preußische Geschichte

Sehr anschaulich erklärte Stephan Theilig preußische Geschichte

Quelle: Bernd Atzenroth

In Wustrau angekommen, stand erst einmal ein Mittagessen im Seeschlösschen an. Danach begab sich die Runde zu Fuß ins nahe gelegene Brandenburg-Preußen-Museum. Eigens für die Tour-Mitstreiter öffnete dieses montags seine Pforten, und der wissenschaftliche Leiter Stephan Theilig empfing sie. Schnell stellte sich heraus, dass der eloquente Historiker es verstand, anschaulich und mitreißend preußische Geschichte erlebbar zu machen. Insbesondere beeindruckte die Besucher sein Ansatz, die Betrachtung Preußens von der Fixierung auf das rein Militärische zu lösen. Preußens Gloria beschwor er gerade nicht, stattdessen zeichnete er ein facettenreiches und vielseitiges Bild Preußens. Seit Theilig vor zweieinhalb Jahren die Leitung des Museums übernommen hat, ist die Konzeption und die ständige Ausstellung komplett in diesem Sinne umgekrempelt worden. Sie dokumentiert preußische Geschichte bis zum Ersten Weltkrieg. Im Museum wird im Übrigen vom 28. Mai bis zum 28. Oktober eine große Polen-Preußen-Ausstellung gezeigt, für die die MAZ Medienpartner ist.

Die Rückfahrt gestaltete sich dann für die Gruppe sehr angenehm mit einer Schiffstour über den Ruppiner See. Auf der „Kronprinz Friedrich“ wartete auf sie bereits Kaffee und eine große Torte, die alle noch im Urzustand unbedingt fotografieren wollten. Die Bäckerei Janke aus Flecken Zechlin hatte die Torte zur Tour gebacken, mit dem Tour-Logo in den Originalfarben und den klein aufgebrachten Vignetten von MAZ, Antenne sowie der Volks- und Raiffeisenbank Prignitz und der AOK Nordost. Deren Vertreterin Regina Sander übernahm zusammen mit Christian Koletzki die Aufgabe, die Riesentorte anzuschneiden. Die Bootsfahrt war der Schlusspunkt des eigentlichen Ausflugs, bevor sich der größte Teil der Tour-Mitstreiter wieder in den Bus des Westprignitzer Reisedienstes setzten, der sie sicher zurück in die Region brachte.

Von Bernd Atzenroth

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