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Mit Trommelwirbel und Tanzeinlagen

Heiligengrabe Mit Trommelwirbel und Tanzeinlagen

Die 4. Etappe endete am Donnerstag passender weise beim viermaligen Toursieger Heiligengrabe. Das Radlerfeld trudelte bei Sonne satt und heißen Temperaturen auf dem Gutshof am Kloster Stift ein. Dann zündeten die Gastgeber ihr Partyprogramm: Lautstark branden Trommelwirbel und Trillerpfeifen auf. Beim Volkstanz durften die kommunalen Oberhäupter sich von ihrer Schokoladenseite zeigen.

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Fuchs, Wolf und Ronald Thiel wurden bei Liebenthal auf den Wagen geladen und fuhren vor dem Feld weg bis fast ins Ziel

Quelle: Bernd Atzenroth

Heiligengrabe. Boah! Die Radler durften auf der vierten Etappe der nunmehr 20. Tour de Prignitz nicht nur von Pritzwalk über Wittstock bis nach Heiligengrabe durchhalten, sondern sie mussten sich auch durch den bislang heißesten Tag dieses Jahres strampeln. Und dann blitzte es bei der Einfahrt ins Heiligengraber Gemeindegebiet bei Liebenthal noch so richtig feuerrot auf: Bürgermeister Holger Kippenhahn hatte sich mit diesem Pick-Up-Oldtimer Marke Chevrolet samt seiner „Beute“ dorthin bringen lassen. Auf der Pritsche: Pritzwalks Knieperfuchs samt Stadtwolf. Beide hatten wohl im falschen Gebiet gewildert. Kippenhahn: „Wir sind Wolfserwartungsland, und hier wird schon jetzt scharf geschossen.“ So brachte man die beiden lieber in Sicherheit. Auch der davon überraschte Pritzwalker Vize-Bürgermeister Ronald Thiel durfte mit. Dahinter folgten 889 Radler dieser Etappe der Tour, die bekanntlich von Antenne Brandenburg und der Märkischen Allgemeinen mit Unterstützung der AOK Nordost und der Volks- und Raiffeisenbank Prignitz organisiert wird.

Trommelwirbel und Trillerpfeifen brandeten dann kurz vor dem Zielstrich auf dem Gutshof in Heiligengrabe auf. Die Mädchen und Jungen aus Heiligengrabe und Neustadt wirbelten ihre Trommelstäbe. Jost Korf zog bei dem Ensemble aus 40 Spielern die Fäden: „Wir sind lautstark und peitschen mit unserem Rhythmus die Radler über die Ziellinie“, so Jost Korf mit heiserer Stimme. Doch dann rollte das Fahrerfeld heran und alles kam anders als geplant. Ronald Thiel, noch immer eingerahmt von Fuchs und Wolf hoch oben auf dem Oldtimer. Und wollte es wissen: Als gefeierter Sieger mochte Thiel als Erster den Zielstrich überfahren, doch es kam zum Stau. Das Fahrzeug muss passen, denn wer zu hoch hinaus will, bleibt mitunter stecken. Flugs stiegen die Radler ab und schoben die letzten Meter durch’s Nadelöhr.

Kinder sorgten in Heiligengrabe für perfekten Rhythmus

Kinder sorgten in Heiligengrabe für perfekten Rhythmus.

Quelle: Christamaria Ruch

Auch wenn der Schweiß in Strömen floss und viele Gesichter von der Sonne in rote und braune Farbe getaucht waren, wartete schon die Heiligengraber Ortsgruppe der Volkssolidarität mit leckeren Köstlichkeiten: „Wir haben mehr als 20 Kuchen gebacken, das machen wir jedes Mal beim Tourempfang“, sagte eine Frau. Schon schaufelte sie die nächsten Stücke im Akkord auf die Teller. Äbtissin Erika Schweizer als Hausherrin vom Kloster Stift begrüßte die Radler von der Tourbühne aus: „Ich wünsche Ihnen, dass Sie unterwegs viele starke Momente erleben.“ Unterdessen brachte sich Holger Kippenhahn als Inszenierungsmeister in Position: „Die Tour de Prignitz hat in 20 Jahren Identität geschaffen und Leute zusammen gebracht.“ Sein Vorschlag: „Die Ideengeber der Tour sollen zu Ehrenbürgern in den Prignitzer Kommunen ernannt werden.“ Dann tauschte er mit Ronald Thiel Nettigkeiten und Gastgeschenke. „Heiligengrabe ist immer eine Reise wert“, lobte Thiel. Doch an Verschnaufen war nicht zu denken. Beim Volkstanz mit Schülern der örtlichen Gemeinschaftsschule durften Thiel und Kippenhahn sich von ihrer besten Seite zeigen. Für Tanzfan Kippenhahn kein Problem: Er setzte perfekte Schritte und wanderte von Partnerin zu Partnerin.

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Die 4. Etappe der Tour de Prignitz führte von Pritzwalk nach Heiligengrabe. Auf dem Weg dorthin gab es eine Mittagspause in Sadenbeck sowie einen Kulturstopp in Jabel.

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Von Christamaria Ruch und Matthias Anke

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