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Neue Stopps an Elbe und Dosse

Die Tour de Prignitz 2016 folgt den Spuren von Rittern, Schmugglern und Schlachten Neue Stopps an Elbe und Dosse

Viele interessante neue Stopps wird die Tour de Prignitz 2016 bieten. So bekommen die Radler erstmals Gelegenheit, die Mumie von Ritter Kahlbutz in Kampehl anzuschauen. Und sie besuchen die Schwedenplattform in Wittstock. Ein Höhepunkt wird wieder eine Etappe durch die Elbauen sein.

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Ein riesiger Tross schlängelte sich die Straße hinauf: Wahre Radlermassen waren bei der Tour de Prignitz 2015 zwischen Wittenberge und Putlitz unterwegs.
 

Quelle: Bernd Atzenroth

Meyenburg.  Auf die Tour de Prignitz 2016 freuen sich jetzt schon viele Radler. In ziemlich genau einem halben Jahr fällt der Startschuss für die 19. Auflage der beliebten Jedermann-Rundfahrt – doch für die Planer bei der MAZ und bei Antenne Brandenburg hat die Rundfahrt im Grunde längst begonnen. Nach der Entscheidung über die Etappenorte ist auch die Planung der Route, die vom 23. bis 28. Mai 2016 gefahren wird, bereits weit gediehen. Viele Pausenorte und Kulturstopps auf den sechs Etappen von jeweils etwa 50 Kilometern Länge stehen auch bereits fest. Dabei haben sich die Veranstalter bereits eine Menge Neues ausgedacht, aber auch Altbewährtes eingebaut – alles noch unter dem Vorbehalt von Änderungen.

Abstecher nach Mecklenburg

Abstecher nach Mecklenburg: die Burg Wredenhagen.

Quelle: Bernd Atzenroth

Start- und Zielort der Rundfahrt ist erneut Meyenburg – die Stadt hat das Städtespiel bei der Tour de Prignitz 2015 gewonnen. Die Meyenburger dürfen auf ihrer Etappe am Montag, 23. Mai, durch altes Tour-Terrain radeln. Über Stepenitz geht es nach Telschow-Weitgendorf, wo wahrscheinlich die erste Mittagspause der Tour 2016 stattfindet. Putlitz ist zwar diesmal keine Etappenstadt, liegt aber auf der Strecke der Radler, die über Mansfeld und Lockstädt zur Seddiner Dorfkirche radeln und von dort aus über Wolfshagen und Kuhbier nach Pritzwalk.

Für die Stadt Perleberg gilt ähnliches wie für Putlitz: Sie ist zwar diesmal nicht im Städtespiel dabei, doch durchqueren die Radler auf der zweiten Etappe am Dienstag, 24. Mai 2016, ihr Gebiet. Denn dann sind die Pritzwalker Radler unterwegs in Richtung Elbe nach Wittenberge – tendenziell immer ein wenig bergab.

Die Schwedenplattform bei Wittstock

Die Schwedenplattform bei Wittstock.

Quelle: Ruch

Traditionell ein Höhepunkt der Tour de Prignitz ist die Fahrt entlang der Elbe, diesmal auf der dritten Etappe zwischen Wittenberge und Bad Wilsnack, die über das Storchendorf Rühstädt und Quitz­öbel führen soll. Angedacht ist dort ein Stopp in der Ortsmitte, unweit der großen Wanderdüne von Quitz­öbel. Die genaue Streckenführung auf dieser Etappe wird sich aber auch nach dem Fortgang der Deichbauarbeiten richten.

Große Freude herrscht in Glöwen darüber, dass der zur Gemeinde Plattenburg gehörende Ort auf der vierten Etappe am Donnerstag, 26. Mai 2016 wieder eine Mittagspause ausrichten darf. Alte Tourhasen werden sich daran erinnern, wie das beim letzten Mal gewesen ist, als die Radler hier vorbeikamen: Über 1000 Teilnehmer hatten sich von Wusterhausen anno 2009 durch strömenden Regen bis nach Glöwen gequält, um dort trotz des miesen Wetters enthusiastisch empfangen zu werden. Diesmal wird das Wetter sicherlich besser, wenn die Wilsnacker auf dem Weg nach Wusterhausen in Glöwen pausieren werden.

Tour-Besuch bei Kahlbutz

Tour-Besuch bei Kahlbutz.

Quelle: Matthias Anke

Zum Schluss dieser Etappe werden die Radler zum ersten Mal einen Kulturstopp in Kampehl einlegen, wo sie kurz vor dem Etappenziel die Mumie des Ritter Kahlbutz besichtigen können.

Die Wusterhausener wiederum machen sich auf der fünften Etappe auf in Richtung Heiligengrabe. Dort freut man sich riesig über das Tour-Comeback des Seriensiegers der vergangenen Jahre. Einen Vorgeschmack auf den sicherlich gigantischen Zielempfang am Kloster erhalten die Radler schon in der Mittagspause in Grabow, das zur Gemeinde Heiligengrabe gehört. Eine Tour-Premiere gibt es auf diesem Teilstück auch in Wittstock. Zwar ist die Dossestadt diesmal kein Etappenziel, aber dafür ist ein Kulturstopp an der Schwedenplattform geplant, an der einer berühmten und blutigen Schlacht bei Wittstock, die 1636 im Dreißigjährigen Krieg vonstatten ging, gedacht wird.

Auf dem Gebiet der Stadt Wittstock wird es am Finaltag der Tour, Samstag, 28. Mai, auch noch eine Mittagspause geben. Angedacht ist auf der letzten Etappe das Streckenstück auf der „Schmugglertour“ mit einem Bogen über mecklenburgisches Gebiet in Richtung großes Finale in Meyenburg.

Von Bernd Atzenroth

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Die Tour-Geschichte in Bildern

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