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Tourismusverbände werben auf Messe in Berlin

Prignitz-Ruppin Tourismusverbände werben auf Messe in Berlin

Ein gemeinsames Thema haben die Tourismusverbände Prignitz und Ruppiner Seenland: Die Knotenpunktwegweisung für Radler ist in beiden Regionen fertiggestellt. Ruppin geht in die Vermarktung, in der Prignitz wurden neue Touren entwickelt. Aber auch an Kultur haben die Regionen 2017 viel zu bieten. Dafür werben sie auf der Tourismusbörse ITB

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„Radeln nach Zahlen“ ist das gemeinsame Thema der Tourismusverbände Ruppiner Seenland und Prignitz.

Quelle: Claudia Bihler

Berlin. Wenn am kommenden Mittwoch in Berlin die Internationale Tourismusbörse eröffnet wird, werden auch die Tourismusverbände Ruppiner Seenland und Prignitz wieder für die heimische Urlaubsregion werben. Vor allem in Sachen Radtourismus hat sich in beiden Regionen viel getan – dank der sogenannten Knotenpunkt-Wegweisung – im Volksmund auch als „Radeln nach Zahlen“ bezeichnet.

„Im Ruppiner Land sind nun auch die letzten Wegweiser aufgestellt worden“, sagt Michelle Engel vom Tourismusverband. Nun heißt es für die Ruppiner Touristiker, anhand der Wegweiser, die Routen mit entsprechendem Infomaterial zu vermarkten. „Radfahren und Wasser“ in Kombination ist dabei ein Hauptthema der Ruppiner – wie auch der Wassertourismus an sich, so dass bei der ITB die großen Themen wie Hausbootfahren und Kajakwandern einen Schwerpunkt bilden. Ebenfalls in die Kategorie „Wasser“ fällt der Swimrun in Rheinsberg, der 2017 zum zweiten Mal stattfindet. Michelle Engel: Im vergangenen Jahr haben 20 Nationen teilgenommen, 2017 rechnen wir mit 400 Akteuren.“

Wunderblut und Bischofstour

Nachdem das Dosse-Seenland nun auch vom Tourismusverband Prignitz vertreten wird, hat der Tourismusverband Prignitz anhand der Knotenpunktregelung weitere Routen entwickelt, darunter die Klostertour. Kati Bork: „Radler sollen sich nunmehr anhand von vier kostenlosen Fahrradkarten orientieren können.“ Zu den bereits etablierten Touren gehört die Bischofstour ab Havelberg bis Wittstock, die inzwischen bis nach Mecklenburg erweitert wurde. Die Tour führt auch durch die Geschichte des Bistums Havelberg mit seinem Pilgerweg nach Bad Wilsnack – und damit auch ins Kernland der brandenburgischen Reformation. Diese wird anhand einer Ausstellung dargestellt, die im Kloster Stift Heiligengrabe, von der Kirchengemeinde Werben und in der Wunderblutkirche Bad Wilsnack anhand von bisher verschollen geglaubten und restaurierten Legendentafeln unter der Überschrift „Sünde, Tod und Fegefeuer“ dargestellt wird. Kati Bork: „Schwerpunkt unserer ITB-Aktivitäten wird zudem das Jubiläum des Plattenburg-Spektakels sein, das 2017 zum 25. Mal stattfindet.“

Im Ruppiner Seenland steht mit der Kammeroper Rheinsberg auch diesmal Kultur wieder im Mittelpunkt. Große Frauenschicksale haben sich die Macher ins Programmheft geschrieben. Beginn ist mit einer Aufführung von „Kurt Tucholskys Spiegel“. Beworben wird vom Ruppiner Seenland zudem ein Konzert im Juli in Oranienburg, wo im Juli das Babelsberger Filmorchester zur James-Bond-Nacht lädt.

Die Leitmesse der Tourismusbranche

Die Internationale Tourismusbörse in Berlin (ITB) ist die größte Tourismusmesse der Welt. Auf 160 000 Quadratmetern präsentieren sich in diesem Jahr 10 000 Aussteller aus 187 Ländern von fünf Kontinenten. Das Partnerland der Messe ist in diesem Jahr Botswana.

120 000 Fachbesucher sowie 60 000 Privatbesucher werden in den Messehallen unterm Funkturm erwartet.

Die ITB 2017 läuft von Mittwoch, 8. März, bis Sonntag, 12. März.

Privatleute zahlen für die Tageskarte 15 Euro, ermäßigt 8 Euro; für Kinder unter 14 Jahren in Begleitung eines Erwachsenen ist der Eintritt frei.

Von Claudia Bihler

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