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Training für Platzhirsche

Pritzwalk Training für Platzhirsche

An der Pritzwalker Freiherr-von-Rochow-Oberschule bereiten sich Fußballer auf ihre Lizenz als Schiedsrichter vor – vor allem im ländlichen Raum gibt es einen hohen Bedarf an Schiedsrichtern. Zudem konnten die Jugendlichen ihr Fußballabzeichen in Bronze, Silber oder Gold erwerben.

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Bei der Abnahme der Prüfung zum Fußballabzeichen traten die Spieler auch gegen die Uhr an.

Quelle: Claudia Bihler

Pritzwalk. Für Tom Siebert, selbst eingefleischter Fußballer, war am Mittwoch völlig klar, weshalb er an der Freiherr-von-Rochow-Schule das neue Kursangebot genutzt hat, mit dem sich der Zehntklässler auf den Job als lizenzierter Schiedsrichter vorbereiten kann: „Der Schiedsrichter ist der Chef auf dem Platz.“ Mit dem neuen Angebot hat die Schwerpunktschule für Sport offenbar die Interessen der jungen Leute getroffen: Allein aus der achten Klassenstufe haben sich 20 Schüler gemeldet, die sich zum Schiri ausbilden lassen wollen. Dem Interesse steht ein hoher Bedarf gegenüber. Vizeschulleiter Ronny Vielerbe: „Vor allem im ländlichen Raum fehlen Schiedsrichter für Nachwuchsspiele.“

Die Ausbildung der angehenden Platzhirsche folgt allen Richtlinien der Fußballverbände. In der Theorie werden unter anderem Bundesligaspiele aus Schiedsrichtersicht unter die Lupe genommen und interpretiert, in der Praxis gibt Martin Hagemeister vom Landesfußballverband Praxistipps.

Franz Zessin (l) und Tom Siebert kennen ihre Rolel als angehende Schiedsrichter

Franz Zessin (l.) und Tom Siebert kennen ihre Rolel als angehende Schiedsrichter: „Der Schiri ist der Chef auf dem Platz.“

Quelle: Claudia Bihler

„Durchsetzungsstark, teamfähig, selbstbewusst, unparteiisch“ benennt Vielerbe die Eigenschaften, die ein Schiedsrichter haben muss. Das weiß auch Franz Zessin aus der 9. Klasse, der schon das eine oder andere Jugendfreundschaftsspiel gepfiffen hat. „Und gerecht muss man sein“, sagt er, der sich durchaus bewusst ist, dass er bei nicht enden wollenden Diskussionen auf dem Platz ein eindeutiges Mittel hat, Streitigkeiten zu beenden: „Dann kann es auch mal eine gelbe Karte geben.“ Ist selbst das nicht genug, würde Tom Siebert auch vor der roten nicht zurückschrecken.

Dabei sind die jungen Männer durchaus auch selbstkritisch. Tom, der als Zehntklässler bereits auch die jüngeren Mannschaften als Fußballcoach trainiert: „Man muss ein genaues Auge haben, das ist schwierig.“ Dazu sollten die Schiris möglichst mitten im Gewühl sein, weshalb sie auch ebenso viel Kondition benötigen, wie alle anderen Spieler. „Die Ausbildung ist gut für jene Spieler, die Fußball mal aus einer anderen Sicht erleben wollen“, sagt Vielerbe. Und für jene, die sich ein kleines Taschengeld verdienen wollen, denn jeder Einsatz eines lizenzierten Schiedsrichters wird honoriert – um so besser, je höher Alters- und Spielklasse sind.

Fußballabzeichen abgenommen

Nachdem der Pritzwalker FHV am Mittwoch sein Stadion für den Unterricht der Rochow-Schüler zur Verfügung gestellt hat, haben die Sportkurse die Gelegenheit gleich noch zu weiteren Trainingsrunden genutzt. Zum einen konnten sich jene Spieler auf den gemeinsamen Einsatz vorbereiten, die am 17. und 24. Mai in Perleberg zum Kreisfinale der Schulmannschaften fahren – auch, um sich dort möglichst fürs Regionalfinale zu qualifizieren.

Zudem hat der Kreisfußballverband auf einem Parcours am Mittwoch den Spielern auch das Fußballabzeichen abgenommen. An mehreren Stationen hieß es für die Spieler, ihre Fähigkeiten im Kopfball, beim Passspiel oder beim Dribbeln unter Beweis zu stellen. Je mehr Punkte in vorgegebener Zeit, desto besser war das erreichte Fußballabzeichen.

Von Claudia Bihler

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