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Prignitz Transporter verliert ätzende Flüssigkeit
Lokales Prignitz Transporter verliert ätzende Flüssigkeit
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15:06 22.08.2014
Auf Höhe des Landesbetriebes Straßenwesen wurde das Havariefahrzeug abgestellt. Quelle: Claudia Bihler
Pritzwalk

„Schadstoffalarm“ hieß es am Freitagmorgen für die Pritzwalker Feuerwehr: Ein Lkw der Alba-Gruppe war mit 4000 Litern einer Spülflüssigkeit von Rom bei Parchim nach Magdeburg unterwegs, als einer der vier 1000-Liter-Tanks platze. Während seiner Fahrt über die Pritzwalker Umgehung von der Bundesstraße 103 bis zur Kreuzung mit der Bundesstraße 107 verlor der Lkw Flüssigkeit aus dem Tank, bevor der Fahrer das Leck bemerkte und seinen Lkw vor dem Landesbetrieb Straßenwesen anhielt.

Flüssigkeit als hochgiftige "Königssäure" gekennzeichnet

„Bekämpfung von Königssäure“, das war der Einsatzauftrag für die Feuerwehren aus Pritzwalk und Beveringen. Königssäure ist eine besonders hochkonzentrierte Säure, in der sogar die Edelmetalle Gold und Platin gelöst werden können. Die Feuerwehren nahmen die vermeintlich aggressive Mischung aus Salpeter- und Salzsäure mit den entsprechenden Bindemitteln auf und sorgten mit Sperranlagen dafür, dass nicht mehr davon in die Kanalisation eindringen konnte. „Auf der Umgehung war die Flüssigkeit bereits verdampft“, sagt Kreisbrandmeister Volker Lehmann. Lediglich auf Höhe des Landesbetriebes konnte eine geringe Menge in die Regenwasserkanalisation eindringen, die dann von der Pritzwalker Firma Induka wieder gereinigt wurde, damit es nicht von dort in die Kläranlage gelangen konnte.

Nachdem dann ein Schadstoffbeauftragter der Firma Alba vor Ort war, gab es zumindest eine Teilentwarnung. Offenbar hatte die Firma, die den Transportauftrag gegeben hatte, die Substanz falsch gekennzeichnet.

Entwarnung durch den Schadstoffbeauftragten

Die Flüssigkeit sei keine Säure, sondern lediglich Natronlauge gewesen, die zu Spülzwecken in einer Fabrikanlage eingesetzt werde. Beim Lackmustest habe der Teststreifen seine Farbe nach „Blau“ geändert, die Substanz sei vor Ort noch geprüft worden. Natronlauge ist zwar ebenfalls ätzend, aber längst nicht so gefährlich wie Königssäure. Wie die falsche Kennzeichnung an den Lkw gekommen war, war nicht gänzlich klar: Vermutlich habe das Unternehmen, das den Transportauftrag gab, die falsche Gefahrgutwarnung angebracht.

Neben den Feuerwehren, die mit etwa 15 Einsatzkräften vor Ort waren, waren auch die Sondereinsatzgruppe Katastrophenschutz und die Polizei im Einsatz. Hinzugezogen wurde die Umweltbehörde der Prignitzer Kreisverwaltung. Gegen Mittag war die Havarie-Stelle geräumt. Während des Einsatzes wurde zwischenzeitlich die Zufahrt der B189 zur B103 gesperrt.

Von Claudia Bihler

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