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Traumhaft, schön, wunderbar

Wittenberge Traumhaft, schön, wunderbar

„Spitzenfilz“ ist eine Ausstellung im Wittenberger Stadtmuseum überschrieben, die zur Eröffnung vor allem die Damenwelt begeisterte. Die Berliner Stoffkünstlerin Sabine Reichert-Kassube zeigt in der Schau zahlreiche Kleidungstücke und Wandbehänge, die aus gefilzter Wolle und edler Spitze bestehen.

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Immer wieder wurden prüfend-bewundernd die ausgestellten Kostbarkeiten berührt.

Quelle: Kerstin Beck

Wittenberge. „Ach, ist das schön“, „traumhaft“, „einfach wunderbar!“, „wie macht man das nur?“ - Solche Worte der Begeisterung waren am Sonntag im Wittenberger Museum immer wieder zu hören. Ab 11 Uhr wurde dort die Ausstellung „Spitzenfilz“ eröffnet. Zu sehen sind Stücke, die einerseits aus mühsam geklöppelte Spitze und andererseits aus ebenfalls mühsam gefilzter Wolle sowie edlen Naturfasern wie Seide und anderen Stoffen besteht. Die ausgestellten Objekte, seien es Decken, Tücher, Schals, Frühlingsblüten, Wandbehänge, Kleider und Korsagen oder gar Schuhe, sind nahtlos, also in einem Stück, hergestellt worden.

Die Frau hinter dieser kostbar anmutenden Kreationen ist vom Fach. Sabine Reichert-Kassube hat in Berlin ein Atelier, in dem sie arbeitet und Kurse gibt. Die gebürtige Karl-Marx-Städterin ist ausgebildete Handweberin sowie studierte Textiltechnikerin und kann Klöppeln, Spinnen und Nähen. Vor 21 Jahren begegnete sie der Kunst des Filzens – damit begann das Verschmelzen ihrer Arbeit mit einem alten erzgebirgischen Handwerk.

Anfassen erlaubt

Inspirieren lässt sich die inzwischen ausgebildete Kunsttherapeutin vom Jahreslauf der Natur sowie dem menschlichen Lebenslauf. „Weiß in meinen Arbeiten steht für die Jungfrau und das Reine, eine dunklere Farbe für die Mutter und sehr dunkle Farben als Sinnbild für die älteren Damen“, erzählte die Künstlerin, die bereits nicht nur zahlreiche Workshops bei Symposien in Deutschland geleitet hat, sondern sich auch in einer Studienreise nach Kirgistan zentralasiatische Filz-, Web- und Sticktechniken aneignete.

Kein Wunder, dass es erst einmal fast nur weibliche Gäste waren, die zur Ausstellungseröffnung gekommen waren. Und es ging auch gar nicht anders: Was sonst in einem Museum nicht erlaubt ist, war hier gestattet: Etliche der Ausstellungsstücke, die nicht in Vitrinen gelegt worden sind, wurden immer wieder prüfend-bewundernd berührt.

Interessante Anregungen zum Selbermachen

Auch Filzerinnen aus Lenzen gehörten zu den Gästen. „Die Sachen sind einfach wunderschön!“ hieß es von den kundigen Filzkunsthandwerkerinnen. Und dann gab es von ihnen noch einen guten Rat dazu: „Wer sich mit Filzen beschäftigt, kann sich hier interessante Anregungen holen!“

Zu sehen ist „Spitzenfilz“ zu den Öffnungszeiten des Museums bis zum 14. Mai, und vielleicht findet ja das eine oder andere Unikat einen Liebhaber oder besser eine Liebhaberin.

Von Kerstin Beck

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