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Prignitz Trecker rammt Pkw – Anwohnern reicht es jetzt
Lokales Prignitz Trecker rammt Pkw – Anwohnern reicht es jetzt
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18:58 16.09.2016
Das Auto von Sandra Gragert (l.) aus der Pritzwalker Schlachthausstraße wurde von einem Traktor angefahren. Die Anwohnerin ist froh, dass ihr Sohn Levon (auf dem Arm ihrer Schwester Manuela Haase-Meyer) nicht im Auto saß. Quelle: König
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Pritzwalk

Ein lauter Knall, das Klirren splitternden Glases und ein Bild wie aus dem falschen Film: Als Sandra Gragert am Donnerstag aus ihrem Wohnzimmer auf die Schlachthausstraße blickt, rollt ein silberfarbener VW Polo vor dem Fenster den Bürgersteig entlang. „Ich dachte, ’das ist doch meiner’. und genau so war es“, berichtet die Mutter dreier Kinder, noch immer sichtlich betroffen. Dass nichts schlimmeres passiert ist, war reines Glück. „Unser Sohn Levin sitzt sonst oft hinten im Auto. Ich darf gar nicht daran denken, was hätte passieren können“, sagt Sandra Gragert.

Durchgangsverkehr ist Gefahr für Anwohner

Und doch müssen nicht nur Frank und Sandra Gragert, sondern auch die anderen Anwohner der Schlachthausstraße genau jetzt daran denken, wie lange der gefährlich Durchgangsverkehr noch mit derzeit erlaubten 50 Kilometern pro Stunde durch die Straße rollen soll. „Mich stört der Lärm, aber auch die Sicherheit für die Anwohner muss gewährleistet sein, vor allem für die Kinder“, sagt Heidelore Vietz von der gegenüberliegenden Straßenseite. Vor allem landwirtschaftliche Fahrzeuge und große Lkw würden immer wieder durch die Schlachthausstraße donnern, ohne Rücksicht auf die Verkehrssituation oder gar die Anwohner zu nehmen.

Mit dem links herausstehenden Rad wurde der Polo gerammt. Quelle: Andreas König

Frank Gragert, den seine Frau umgehend über den Unfall informiert hat, sagte bitter: „Vielleicht rüttelt dieser Unfall ja die Verantwortlichen wach. Oft genug haben wir der Stadt gesagt, dass das hier kein Zustand ist.“

Zum Glück ist kein Fußgänger erwischt worden

Während er die Reste der Heckscheibe des Unfallwagens von der Fahrbahn fegt, rauschen immer wieder Fahrzeuge durch die Straße. „Tempo 40 durfte der Trecker fahren“, sagt Sandra Gragert. Trotz der Beteuerungen des Fahrers, der angehalten und seine Personalien zur Verfügung gestellt habe, glaubt sie, dass es schon einer ziemlich hohen Geschwindigkeit bedurft habe, ihr Auto derart zu rammen. „Der Wagen stand auf der Straße, an der Bordsteinkante. Der Traktor hatte so ein Auslegerrad, mit dem hat er den Wagen meiner Frau erwischt“, sagt Frank Gragert. Man könne von Glück sagen, dass kein Fußgänger auf dem Bürgersteig war, als der Wagen dort hinauf geschoben wurde. „Müssen erst Menschen zu Schaden kommen?“ fragt Frank Gragert.

Der stellvertretende Pritwalker Bürgermeister Ronald Thiel erfuhr erst von der MAZ von dem Unfall. „Zu Details kann ich im Moment noch nichts sagen“, sagte er. Es gebe jedoch Daten des mobilen Geschwindigkeitsmessgerätes (Smileytafel) die demnächst ausgewertet würden. Die Stadt hatte beantragt, die Umgehungsstraße für landwirtschaftlichen Verkehr freizugeben, was jedoch abgelehnt wurde. Als wichtigsten Schritt fordert Frank Gragert die Reduzierung der Höchstgeschwindigkeit auf 30 Stundenkilometer. Auch das wurde abgelehnt – bis jetzt jedenfalls.

Von Andreas König

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