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Tuchfabrik und Kirche öffnen Baustellen

Pritzwalk Tuchfabrik und Kirche öffnen Baustellen

Die ehemalige Tuchfabrik und die Sankt-Nikolaikirche in Pritzwalk schieben am Samstag, 1. Juli, die Bauzäune beiseite: Vizebürgermeister Ronald Thiel und Pfarrerin Susanne Michels laden zum Tag der offenen Baustelle ein. Für die Tuchfabrik ist es der 7. und letzte Besichtigungstag dieser Art.

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Das künftige moderne Foyer für das Museum im Hof der Tuchfabrik macht schon Eindruck. Der Turm bietet eine Aussichtsplattform.

Quelle: Beate Vogel

Pritzwalk. Zum 7. und letzten Tag der offenen Baustelle lädt die Stadt Pritz­walk für Samstag, 1. Juli, auf das Gelände der ehemaligen Tuchfabrik ein. Diesmal ist auch die Kirchengemeinde mit im Boot – ist doch auch die Sankt-Nikolai-Kirche seit geraumer Zeit Schauplatz umfangreicher Baumaßnahmen. Pritzwalks Vizebürgermeister Ronald Thiel und Pfarrerin Susanne Michels hoffen auf viele interessierte Besucher an den beiden Baustellen.

Von 10 bis 12 Uhr ist die Besichtigung des dritten und letzten Bauabschnittes der ehemaligen Tuchfabrik möglich. Hier soll bekanntlich das Museum einziehen. „An diesem Tag gibt es die Möglichkeit, Neues zum künftigen Museum zu hören und zu diskutieren“, kündigte Thiel an. Gut 30 Ideen liegen bereits vor. Vielleicht haben die Pritzwalker dazu Anregungen, die sie loswerden möchten.

Wer die Baustelle live erleben will, der kann an diesem Tag den künftigen Museumsteil in der zweiten Etage – in der ersten befinden sich die Stauräume und Balkons zu den Wohnungen – besichtigen. Eine Ausstellung soll dort beleuchten, was bisher auf dem Gelände geschah. Aus der ehemaligen Fabrik der Familie Quandt entstanden im südlichen Flügel neue Unterrichts- und Büroräume sowie Werkstätten der Gemeinnützigen Bildungsgesellschaft Pritzwalk. Im Kopfbau, in dem einst die ehemalige Kreisverwaltung Pritzwalk saß, befinden sich nun Wohnungen.

Mit knallroten Transparenten bewerben Ronald Thiel (M) und Susanne Michels den Tag der offenen Baustelle am 1

Mit knallroten Transparenten bewerben Ronald Thiel (M.) und Susanne Michels den Tag der offenen Baustelle am 1. Juli.

Quelle: Beate Vogel

„Wir haben immerhin in den vergangenen fünf Jahren 9 Millionen Euro verbaut“, so Thiel. Der Bildungsteil ist seit gut einem Jahr in Betrieb, die Wohnungen im Kopfteil des Gebäudes, der zur Dömnitzinsel liegt, sind seit diesem Jahr bezogen. In kleinen Gruppen von maximal zehn Besuchern kann auch der Turm bestiegen werden. Von der Aussichtsplattform auf dessen Dach aus lässt sich erahnen, wie groß überhaupt die ehemalige Tuchfabrik ist. „Die Aussichtsplattform soll später für Besucher offen sein, sie bietet einen schönen Rundumblick auf Pritzwalk“, so Thiel. Da derzeit noch Baubetrieb herrscht, sei der Besuch nur in Begleitung möglich. Thiel geht davon aus, dass auf dem Turm irgendwann die Pritzwalker Fahne gehisst werden kann: „Dann können wir Flagge zeigen“, sagt er und schmunzelt.

Auch an der Nikolaikirche, die am Tag der offenen Baustelle zwischen 12 und 14 Uhr besichtigt werden kann, herrscht seit diesem Jahr baulich gesehen Hochbetrieb. „Am 1. Juli werden neben dem Architekten auch Vertreter aus dem Bauarbeitskreis der Kirchengemeinde Auskunft geben“, kündigte Pfarrerin Michels an. Sie sieht die Kirche als öffentliches Gebäude, zu dem jeder Zugang haben soll.

Innen und außen am Chor der Nikolaikirche wird seit diesem Jahr kräftig gebaut

Innen und außen am Chor der Nikolaikirche wird seit diesem Jahr kräftig gebaut. Dachbalken und Steine waren vom Schwamm befallen.

Quelle: Beate Vogel

Vor allem am Dach über dem Chorraum müssen Schäden ausgebessert werden. Von innen sind Risse zu sehen, die Mauern haben sich laut Michels oben bereits 17 Zentimeter nach außen geneigt. Dagegen sollen Ringanker helfen. Im Holz und in den Ziegeln hatte sich Schwamm eingenistet. „Das sieht man oben auf dem Podest“, kündigte Michels an. Die betroffenen Steine sollen später noch bedampft werde. Nicht nur außen, auch innen steht deshalb im Chorraum ein Gerüst. „Da können wir in kleinen Gruppen hinaufklettern und die Arbeiten aus der Nähe betrachten“, so Pfarrerin Michels. Unten am Boden können sich die Besucher viel erklären lassen. „Es gibt dort auch Fotos zu den Arbeiten.“

Die Besucher der Nikolaikirche haben die Möglichkeit, symbolisch einen Ziegelstein zu kaufen und so das sehr umfangreiche Bauvorhaben zu unterstützen. „Sie bekommen ein Zertifikat und erscheinen namentlich als Spender später auf einer Tafel, die im Gewölbe angebracht wird“, erklärt die Pfarrerin.

Ebenso wie an der Tuchfabrik werden an der Kirche nicht nur Eigenmittel, sondern auch Zuschüsse aus der Städtebauförderung verbaut, erläuterten Michels und Thiel. Sie sehen beide Bauwerke als stadtbildprägend an. Bei der Kirche helfen laut Pfarrerin Michels im ersten Bauabschnitt bei einer Gesamtsumme von 500 000 Euro 164 000 Euro Zuschuss. An beiden Baustellen wird ein Imbiss angeboten.

Bisher sechs Tage der offenen Baustelle

1. Tag: 2. Februar 2013 – die Planungen werden erläutert, es gibt Gruppen- und Einzelführungen, Fokus: Bildungsteil

2. Tag: 8. September 2013 – Kombination mit dem Tag des offenen Denkmals im Landkreis Prignitz, Führungen durch die gesamte Baustelle, Fokus: Baufortschritt

3. Tag: 6. Dezember 2014 – Führungen durch die Baustelle, Erläuterungen zu den weiteren Vorhaben in allen drei Bauabschnitten mit Museum, Fokus: Baufortschritt

4. Tag: 9. Mai 2015 – Führungen durch die gesamte Baustelle, Kombination mit dem bundesweiten Tag der Städtebauförderung, Buchlesung, Enthüllung einer Infotafel

5. Tag: 4. Juni 2016 – Führungen durch die Räume der Bildungsgesellschaft und durch Wohnungen

6. Tag: 26. November 2016 – Führungen durch Wohnungen und Museumsteil

Von Beate Vogel

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