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Tüchen bekommt neue Straße dank Windkraft

Kriegerdenkmal ist unvollständig Tüchen bekommt neue Straße dank Windkraft

Lärm von Schwerlasttransporten und kaputte Straßen – das hatte der Groß Pankower Ortsteil Tüchen bisher vom Windpark im nahegelegenen Krampfer. Doch Betreiber Voss Energy will sich erkenntlich zeigen. Die Dorfstraße soll erneuert, der Löschteich saniert werden. Und für eine Tafel am alten Kriegerdenkmal soll das Geld auch noch reichen, sagt Ortsvorsteher Peter Schröder.

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Das „halbe“ Denkmal in Tüchen wurde versetzt.

Quelle: Foto: Andreas König

Tüchen. Etwas ungewohnt mutet der Anblick des Platzes rund um die Tüchener Friedenseiche. Hier der Sockel eines offenbar unvollständigen Denkmals, dort eine Fläche, die mit modernen Rasengittersteinen versehen ist, weiter entfernt in Richtung Dorf dann weiß-rote Warnbaken. „Ja, das ist jetzt nur vorübergehend“, sagt Peter Schröder. Der Ortsvorsteher von Tüchen ist daran interessiert, dass die Arbeiten am Windpark im benachbarten Plattenburger Ortsteil Krampfer vorangehen. Denn mit jedem Arbeitsschritt, der dort erledigt wird, rückt die Sanierung der Tüchener Dorfstraße näher. Die Umfahrung des zentralen Platzes, auf dem sich auch die idyllisch im Schatten von Bäumen gelegene Kirche befindet, hat zweifellos unter der Belastung durch die Schwerlasttransporte zum Windpark Krampfer gelitten. Aus diesem Grund wurde der Kurvenradius für die Dauer der Bauarbeiten vergrößert und die Fahrbahn mit den erwähnten Rasengittersteinen befestigt. Doch das waren notwendige Vorbereitungsarbeiten, damit die Schwerlasttransporte die Baustelle bei Krampfer überhaupt erreichen können. Davon hatte Tüchen als Ort zunächst einmal noch gar nichts. Doch das soll sich ändern. „Wir haben die Zusage von Herrn Eberhard Voß von Voss Energy, dass die Dorfstraße nach Abschluss der Arbeiten in Krampfer erneuert wird“, sagt Peter Schröder. Zudem soll der stark verlandete und verkrautete Löschteich am Rand der Bundesstraße 107 saniert werden. Zu guter Letzt soll das Denkmal noch eine Plakette erhalten, die auf die Arbeiten am Windpark sowie die Straßensanierung hinweist. Zur Geschichte des Denkmals muss allerdings noch geforscht werden. Auf der verwitterten Frontplatte ist der Schriftzug „Groß Woltersdorf“ zu erkennen. Jahrelang war die Inschrift überhaupt nicht lesbar.

„Das Denkmal wurde vor Jahren beim Zusammenschluss der LPG gestrichen“, erinnert sich Peter Schröder. Möglicherweise gab es einen gemeinsamen Verein mit Klein Woltersdorf, der für die Denkmäler – in der Regel Kriegerdenkmäler – verantwortlich zeichnete. Auf jeden Fall musste das Monument wegen der Schwerlasttransporte versetzt werden. „Das alles sind Sachen, die wir ohne die Windkraft nicht bekommen würden“, sagt Peter Schröder. Daher kann er sich mit dem Gedanken anfreunden, dass sich die Betreiber des Windparks Krampfer am sogenannten Repowering, also der Erhöhung der Windräder im Windpark Reckenthin beteiligen. Allerdings gibt es noch Gegenwind. Ortsvorsteher Peter Schröder setzt auf einen Dialog mit Bürgern. Daher soll demnächst eine Einwohnerversammlung im Ortsteil Reckenthin stattfinden, bei der das Für und Wider erörtert wird.

Von Andreas König

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