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Tümpelkröten halten Dorfleben in Schwung

Seefeld Tümpelkröten halten Dorfleben in Schwung

Warum der Ort Seefeld so heißt, ist nicht hundertprozentig klar. Fest steht dagegen, woher der Name des Dorfvereins „Tümpelkröten“ kommt. Die zahlreichen Kröten im Dorftümpel standen dafür Pate. Denn die sind weithin zu hören.

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Die Seefelder Ortsvorsteherin Heike Mennecke mit ihrem weißen Kater „Snowball“.

Quelle: Andreas König

Seefeld. Warum das Dorf Seefeld heißt, darüber hat Heike Men-
necke nur Legenden gehört. „Da hinten soll es mal einen See gegeben haben“, erzählt die Ortsvorsteherin und weist in Richtung des Gartens hinter ihrem Haus. „Und weil das ein See auf einem Feld war, soll der Name Seefeld entstanden sein“, berichtet die 47-Jährige.

Ob See oder nicht, wichtiger für den Ort ist der Tümpel, in dem vor allem im Sommer so viele Kröten leben, das deren Rufe durchs ganze Dorf hallen. „Seefelder Tümpelkröten“ nennt sich folgerichtig der Dorfverein. Heike Mennecke ist ebenso Mitglied wie ihr Mann Bernd und Tochter Jenny. Insgesamt wirken 24 Seefelder bei den Tümpelkröten mit, von der 16-jährigen Jenny Mennecke bis zum 75-jährigen Martin Parnow.

„Entstanden sind die Tümpelkröten vor rund 15 Jahren. Damals sollte eine Modenschau gezeigt werden“, erinnert sich Heike Mennecke. Die Mitwirkenden – darunter viele Männer – hatten so viel Spaß am Auftritt, dass sie zusammen blieben. Vor zehn Jahren, als die Dorfgemeinschaftshäuser auf Wunsch der Stadt Pritzwalk in die Regie von Vereinen übernommen werden sollten, musste man in Seefeld nicht lange nach einem geeigneten Gremium suchen: Die Tümpelkröten nahmen sich der Sache an. Seitdem ist das Dorfgemeinschaftshaus Treffpunkt für die Aktiven. Auch die Tanzdarbietungen wurden verfeinert und ausgebaut.

Männerballett ist zu bewundern

Unter anderem kann man ein Männerballett bewundern (Schwanensee lässt grüßen), oder seltsame Störche im Schwarzlicht über die Bühne flattern sehen. Doch das Leben einer echten Seefelder Tümpelkröte besteht nicht nur aus Jux und Tollerei, auch Zupacken ist gefragt, zum Beispiel, bei den jährlichen Arbeitseinsätzen.

Zum Dorffest, das auch in diesem Jahr gefeiert wurde, kamen leider recht wenige Einwohner. „Beim Tag der offenen Tür der Feuerwehr hingegen war die Resonanz wieder gut“, sagt Heike Mennecke


Die Bushaltestelle ist seit dem Fahrplanwechsel ziemlich verwaist

Die Bushaltestelle ist seit dem Fahrplanwechsel ziemlich verwaist.

Quelle: Andreas König

Kinder und jüngere Jugendliche in Seefeld sollen demnächst wieder ein festes Domizil nutzen können. „Wir wollen den Jugendklub hinter dem Dorfgemeinschaftshaus ab dem kommenden Jahr wieder öffnen“, verrät die Ortsvorsteherin. Weil dafür jedoch Betreuer mit der Jugendleiterkarte vorhanden sein müssen, hat sich Eileen Ulbricht bereiterklärt, die Qualifikation zu machen und den Klub zu betreuen. Ihr zur Seite stehen wird Jenny Mennecke, die ebenfalls daran arbeitet, die „Juleilka“ zu bekommen. „Gemeinsam mit der Berlin-Brandenburgischen Landjugend wollen wir ein Angebot schaffen, bei dem sich die Jugendlichen wohlfühlen“, sagt Heike Mennecke.

Nicht so wohl ist dagegen den Bürgern, die den Bus nutzen. „Seit Einführung des neuen Fahrplans halten die Busse nur noch an der B 103. Eine Frau hat deswegen schon ihr Haus verkauft und ist weggezogen“, bedauert die Ortsvorsteherin. Zwar hält der Schulbus in der Dorfstraße an der neuen, Bushaltestelle, doch die Ältere wollen zu anderen Zeiten fahren.

Von Andreas König

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