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Türkeiurlaub wird oft umgebucht

Pritzwalk Türkeiurlaub wird oft umgebucht

Die jüngsten Terroranschläge in der Türkei lassen viele Menschen ihren Urlaub umbuchen, auch in Pritzwalk ist das so. Birgit Kiekback vomn Reisebüro „Relax“ berichtet, dass überhaupt die Zahl der langfristigen Urlaubsbuchungen gesunken ist. Ersatzdomizile für die Türkei sind im Moment Bulgarien, Spanien und Griechenland.

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Birgit Kiekback vom Reisebüro „Relax“ in Pritzwalk.

Quelle: Bernd Atzenroth

Pritzwalk. Die Insel Kos liegt nicht allzuweit von der Türkei weg und ist klimatisch ziemlich ähnlich, gehört allerdings zu Griechenland. Sie ist eines der Urlaubsziele, die vermehrt gebucht werden, seit die Türkei von Terroranschlägen in Serie erschüttert wird. „Griechenland geht wieder“, sagt Birgit Kiekback vom Reisebüro „Relax“ in Pritz­walk. Auch Bulgarien ist angesagt, und vermehrt wollen die Kunden wieder nach Spanien reisen, egal ob auf das Festland, auf die Kanaren oder die Balearen.

Die Zahl der Buchungen für Reisen in die Türkei hingegen ist deutlich zurückgegangen. „Wir merken das“, sagt Birgit Kiekback. „Vor allem Familien mit Kindern buchen um.“ Vor allem haben dies nach den jüngsten Anschlägen Kunden getan, die zuvor noch abgewartet hatten. Die Reiseexpertin aus der Dömnitzstadt weist darauf hin, dass es im Moment nicht so sei, dass Kunden kostenlos stornieren könnten. Aber Umbuchungen seien oft möglich, allerdings abhängig vom Veranstalter. Bis jetzt hat es noch immer geklappt, wobei das Problem besteht, dass es schwer ist, etwas Adäquates zu finden. Das liegt daran, dass Türkeireisen noch recht preiswert sind und man bei der Umbuchung eher draufzahlen muss. So kommt es auch vor, dass mancher, der nichts Passendes gefunden hat, schließlich doch beim Türkeiurlaub bleibt. Die anderen machen dann eher in den genannten Ländern Ferien – Griechenland, Bulgarien oder Spanien. Oft informieren sich die Kunden erst im Internet, wollen aber dann einen festen Ansprechpartner haben und gehen darum schließlich doch ins Reisebüro.

Umbuchungen an die Ostsee gibt es eher selten – wer sich für den Urlaub in der Heimat entscheidet, unternimmt eher Tagesfahrten, wenn das Wetter dementsprechend ist. „Wenn es schön ist, bleiben sie hier“, weiß Andrea Kiekbach.

Für die Reisebranche ist das alles nicht schön. Nicht nur, was die Türkei angeht, sondern insgesamt sind die Kunden zurückhaltender geworden, insbesondere was langfristige Buchungen angeht. Denn schon in den vergangenen Jahren traf es andere Reiseregionen. Tunesien wird in Pritzwalk so gut wie gar nicht mehr gebucht, bei Ägypten ist es nicht ganz so, doch auch hier hält sich das Gros der Leute zurück. Die, die fahren, schwören auf die Reiseregion, und kennen die Verhältnisse vor Ort. „Ähnlich ist es jetzt auch bei der Türkei: Wir haben Kunden, die buchen auch weiterhin die Türkei“, berichtet Birgit Kiekback. Sie bleiben ihrem Urlaubsland treu, auch „weil sie sehen, dass viele dort vom Tourismus abhängig sind“.

Von Bernd Atzenroth

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