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Über 20 Denkmäler öffnen am Sonntag

Wittstock/Heiligengrabe Über 20 Denkmäler öffnen am Sonntag

Wenn in der Prignitz und im Ruppiner Land am Sonntag über 50 Denkmäler ihre Pforten für Besucher öffnen, befinden sich fast die Hälfte der Objekte in Wittstock und Heiligengrabe. Zum diesjährigen Tag des Offenen Denkmals soll in Dorfkirchen, Wohnhäusern und Bibliotheken über geleistete Sanierungsarbeiten und künftige Herausforderungen informiert werden.

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Bibliotheksleiterin Georgia Arndt freut sich auf zahlreiche neugierige Besucher am Sonntag.

Quelle: Christian Bark

Wittstock/Heiligengrabe. Am Sonntag ist es wieder so weit – zum Tag des Offenen Denkmals können Wittstocker und Heiligengraber wieder zahlreiche Denkmäler in ihrer Region besichtigen. Unter dem Motto „Gemeinsam Denkmale erhalten“, werden über 20 Denkmäler in beiden Gemeinden Besuchern ihre Pforten öffnen – soviel wie sonst nirgendwo in der Prignitz und im Ruppiner Land.

Das Spektrum reicht von der Dorfkirche in Goldbeck über das Kosterstift in Heiligengrabe bis hin zur Vorstellung der Ahnenporträts der Familien Polthier und Wegener in der Wittstocker Bibliothek. Bei dem Vortrag von Markus Hennen über die Gemälde werden auch Nachkommen des sich um Wittstocks Stadtgeschichte höchst verdient gemachten Lehrers, Wilhelm August Polthier, anwesend sein. „Polthiers Buch ’Die Geschichte der Stadt Wittstock’ gilt auch heute noch in wesentlichen Teilen als Standardwerk zur Wittstocker Stadtgeschichte“, würdigt Hennen die Arbeit des Lehrers.

Im Sommer 2012 hatte die Familie Hennen zufolge 29 ihrer Gemälde ihrer Ahnengalerie und sechs Aquarelle mit Wittstocker Sehenswürdigkeiten der Stadt übergeben. Durch großzügige Schenkungen der Familie seien einige Porträts restauriert worden. Hennen wird in seinem Vortrag auch auf die im Herbst 2016 abgeschlossene Hängung und Beschriftung der Ahnengalerie eingehen.

Offene Denkmäler am Sonntag

22 Denkmäler stehen Besuchern in Wittstock und Heiligengrabe zur Besichtigung offen: Doppelhirtenkate/Doppelstubenhaus und Dorfkirche in Jabel (10-19 Uhr/9-12 und 14-18 Uhr); Feldsteinkirche in Wernikow (10-17 Uhr); Dorfkirche in Königsberg (10-16 Uhr); Kloster Stift in Heiligengrabe (11-17 Uhr, Führung um 14 Uhr); Schinkelkirche in Glienicke (10-17 Uhr; Führungen 11 und 14 Uhr).

Altes Feuerwehrdepot und Stadtbibliothek in Wittstock (10-15 bzw. 11-16 Uhr, Führung um 13.30 Uhr); St.-Marien-Kirche und Telschow’sches Haus in Wittstock (11-17 Uhr); Vortrag zur Stadtmauer in Wittstock (ab 12 Uhr am Rathaus); Archäologischer Park Freyenstein (10-17 Uhr); Neues Schloss in Freyenstein (10-17 Uhr, Führungen 10, 12 und 15 Uhr); Schlossbibliothek in Freyenstein (11-17 Uhr, Führung 13 Uhr); Dorfkirche und Walkmühle in Dranse (11-17 Uhr); Dorfkirche Gadow (10-17 Uhr); Dorfkirche in Sewekow (14.30-16 Uhr); Dorfkirche Wulfersdorf (9-15 Uhr); Gedenkstätte Todesmarsch im Belower Wald (10-18 Uhr); Dorfkirche in Goldbeck (9-20 Uhr); Dorfkirche in Rossow (13-17 Uhr).

450 Denkmäler können landesweit besichtigt werden. Bundesweit sind es 8000. In den vergangenen Jahren lockte der Tag an die vier Millionen Besucher. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz koordiniert den Tag seit 1993.

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Neben Accessoires wie der Bildergalerie sollen die Besucher sich auch umfassend über die Sanierung und Arbeit der Stadtbibliothek informieren können. „Wir stehen auskunftsfreudig zur Verfügung“, kündigt Bibliotheksleiterin Georgia Arndt an. Und damit auch die kleinen Besucher des Denkmalstages nicht zu kurz kommen, finde ab 15 Uhr eine Lesung auf dem Speicher der Bibliothek statt. „Da kommt sonst niemand hoch“, erklärt Georgia Arndt. Aber für die „Dachbodengeschichten“ werde am Sonntag mal eine Ausnahme gemacht.

Ausstellungen im Klosterstift zu besichtigen

Nach umfassender Sanierung kann am Sonntag auch das Neue Schloss in Freyenstein besichtigt werden, kündigt Wittstocks Stadtsprecher Jean Dibbert an. Jeweils um 10, 12 und 15 Uhr gebe es Führungen durch das Gebäude. Parallel sei ab 11 Uhr auch die Schlossbibliothek geöffnet.

Wie jedes Jahr öffnet auch wieder das Klosterstift in Heiligengrabe ab 11 Uhr für Interessierte. „Die Besucher haben Zutritt zu drei derzeit auf unserem Gelände gezeigten Ausstellungen“, informiert Marita Luer von der Klosterverwaltung. Über den neusten Stand der Sanierungsarbeiten sowie über Geleistetes und Geplantes werden die Besucher ab 14.30 Uhr bei einer kunsthistorischen Führung durch die Klostergebäude in Kenntnis gesetzt. „Zudem gibt es wieder unseren Kostermarkt mit regionalen Produkten“, kündigt Luer an. Auch eine Orgelführung sei geplant.

Von Christian Bark

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