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Über zwei Millionen werden investiert

WAZVP baut in Pritzwalk neues Abwasserpumpwerk Über zwei Millionen werden investiert

Havarievorsorge ist einer der wichtigen Gründe für Investitionen des Wasser- und Abwasserzweckverbands Pritzwalk in diesem und in den folgenden Jahren. So begannen in Pritzwalk an der Schlachthausstraße bereits vorbereitende Arbeiten für den Umbau und die Erweiterung des Schmutzwasser-Hauptpumpwerkes der Stadt.

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In Pritzwalk begannen Vorbereitungen für den Umbau des Schmutzwasser-Hauptpumpwerks.

Quelle: Ulrich Fischer

Pritzwalk. "Die Kapazität des Pumpwerkes reichte schon lange nicht mehr aus", sagt WAZVP-Geschäftsführer Michael Puls im Gespräch mit der MAZ. Vor allem bei Starkregen habe es immer wieder Probleme gegeben, weil Niederschlagswasser durch die Kanaldeckel zufloss. Auch habe man noch nicht alle sogenannten "Fehlanschlüsse" aus DDR-Zeiten gefunden, über die von Privatgrundstücken Regenwasser in das Abwasserkanalsystem laufe. Gemeinsam mit dem Pritzwalker Bauamt mache man aber Fortschritte beim Aufspüren der illegalen Einleiter. Aber auch so müsse die Kapazität des Pumpwerks erweitert werden. Es befördert das Schmutzwasser aus Pritzwalk, den Gewerbegebieten sowie Seefeld und Buchholz zur Kläranlage Schönhagen.

"Der Umbau des Pumpwerks mit Erweiterung ist die größte Investition des Verbands im Bereich Schmutzwasser in den Jahren 2013 und 2014 und kostet einschließlich Planung rund eine Million Euro", erläutert Michael Puls. Sogar über zwei Millionen Euro fließen in die weitere Sanierung von Wasserwerken und Trinkwasserleitungen.

Bereits im vorigen Jahr konnte das neue Putlitzer Wasserwerk eingeweiht werden. In Kuhsdorf wurden Pumpen und Steuerung erneuert. Das Pritzwalker Wasserwerk bekam ein fast komplett neues Pumpwerk. Noch in diesem Jahr wird wegen gravierender technischer Mängel für 108 000 Euro die Steuerungs- und Pumpenanlage des Meyenburger Wasserwerks ersetzt.

Bleiben noch die alten Wasserwerke in Vettin, Schrepkow und Jännersdorf. Eine Sanierung mit Erweiterung des Vettiner Werks beginnt noch in diesem Jahr mit dem Bau einer befestigten Zufahrt zu dem Gebäude mitten im Wald. Im Jahre 2014 und Folgejahren sind Bauarbeiten und technische Erneuerung an der Reihe. "Es sind insgesamt 1,2 Millionen Euro für Vettin eingeplant", so Puls, "doch wir prüfen gerade, ob wir die Kosten verringern können, natürlich ohne Abstriche bei den geforderten Qualitätsstandards." Wie der Geschäftsführer sagt, wird das Vettiner Wasserwerk an Bedeutung gewinnen, denn es soll künftig den gesamten südlichen Verbandsbereich versorgen. Wenn es fertig ist, soll die Schrepkower Anlage außer Betrieb genommen werden.

Nur noch wenige Jahre soll das Pumpwerk Jännersdorf Trinkwasser liefern. In diesem Jahr war dort eine aufwändige Reparatur fällig. Wenn es vom Leitungsnetz geht, soll das Gebiet vom Wasserwerk Putlitz mitversorgt werden. Nach und nach wird das alte Leitungsnetz erneuert. Derzeit wird zwischen Triglitz und Steffenshagen eine neue Trinkwasserleitung verlegt. Michael Puls: "Die alte Asbestrohrleitung dort war ein Havarieschwerpunkt, in den vergangenen Jahren gab es immer wieder Rohrbrüche, die teuer beseitigt werden mussten." Die nun planmäßige Erneuerung steht mit 55000 Euro im Investitionsplan.

Bei allen Investitionen muss der Verband ohne Fördermittel auskommen, weil Zweckverbände bevorzugt werden, die in einem sogenannten "Regionalen Wachstumskern" liegen.

Von Ulrich Fischer

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