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Prignitz Umweltengagierte Schriftsteller tagen zum letzten Mal
Lokales Prignitz Umweltengagierte Schriftsteller tagen zum letzten Mal
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00:17 19.09.2016
Ernst Paul Dörfler brachte neue Werke mit. Quelle: Christamaria Ruch
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Heiligengrabe

Der Respekt vor der Natur begleitet Ursula Kramm Konowalow im Alltag. „Die Natur ist meine Lehrmeisterin“, sagt die Schriftstellerin aus Mankmuß (Prignitz). Ihre Philosophie umschreibt sie: „Wie ein Mensch leben soll, kann er in der Natur finden.“

„Natürlich bleibt nichts. Nichts bleibt natürlich.“ Unter diesem Motto steht die 25. Jahrestagung umweltengagierter Schriftsteller. Veranstalter ist der Arbeitskreis Literatur um Welt aus Potsdam im Förderverein für Öffentlichkeitsarbeit im Natur- und Umweltschutz (FÖN). Seit Donnerstagabend treffen sich 36 umweltengagierte Autoren aus Deutschland erstmals im Klosterhof in Heiligengrabe und damit wird das mehrtägige Treffen für Kramm Konowalow fast zum Heimspiel. Zugleich setzen die Organisatoren um Jutta Schlott und Jutta Schölzel mit diesem Jubiläumstreffen einen Schlusspunkt. „Das ist die letzte Tagung – das hat personelle, finanzielle und Altersgründe“, so Jutta Schölzel auf Nachfrage der MAZ.

Ursula Kramm-Konowalow schätzt Gedankenaustausch

Seit fünf Jahren besucht Ursula Kramm Konowalow die Jahrestagungen. Sie ist vor allem in der Lyrik zu Hause ist und schätzt den kritischen Gedankenaustausch. „Ich möchte mich hier mit Themen auseinandersetzen, die sonst nicht so sehr in der Öffentlichkeit auftauchen“, so Kramm Konowalow. „Es ist wichtig, dass es Autoren gibt, die in der Öffentlichkeit etwas bewegen und sich nicht nur feiern lassen.“

„Wir haben uns nie als Nischenorganisation gesehen, sondern mit Fachwissen Veränderungen angestoßen“, betont Jutta Schlott. Literaten mit teilweise großer Fachkompetenz in den Bereichen Mikrobiologie oder Ornithologie sind dem Arbeitskreis angeschlossen. „Es geht aber auch um die ethische und kulturelle Dimension, wenn Impulse in der öffentliche Debatte gesetzt werden“, sagt Jutta Schölzel.

Themen Braunkohle und Klima bewegen die Autoren

Themen wie Braunkohle, Landwirtschaft oder Klima bewegen die Autoren seit Jahrzehnten und unabhängig von den politischen Systemen. Sowohl globale als auch regionale Auswirkungen spielen in ihren literarischen Werken eine Rolle. „Alle Themen und Krisen haben einen Bezug zur Welt und Umwelt“, sagt Ernst Paul Dörfler aus Sachsen-Anhalt. „Die größte Umweltzerstörung wird durch Krieg verursacht“, sagt er. „Vor der Wende war die öffentliche Wahrnehmung für Umwelt in der Literatur anders als heute, auch wenn nach wie vor gelegentlich eine Zensur vorgenommen wird“, so Dörfler. Er beendete 1983 das Manuskript zum späteren DDR-Bestseller „Zurück zur Natur?“. Erst 1986 ging das Buch in den Druck und war kurze Zeit später vergriffen. „Zwei Jahre gab es keine Nachauflage, angeblich wegen der Kontingente beim Papier“, erinnert er sich.

Bei der bis Sonntag dauernden Tagung in Heiligengrabe stehen Vorträge, Diskussionen und Exkursionen auf dem Programm.

Termin: Am Sonnabend, 17. September, um 18 Uhr liest Nell Zink in der Bibliothek im Kontor in Wittstock aus ihrem Roman „Der Mauerläufer“. Die Veranstaltung ist Bestandteil der 25. Jahrestagung.

Von Christamaria Ruch

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