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Prignitz Umweltminister am Rudower See
Lokales Prignitz Umweltminister am Rudower See
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19:00 13.09.2018
Umweltminister Jörg Vogelsänger informierte, dass die Rettung des Rudower Sees mit der Bildung einer ministeriellen Arbeitsgruppe jetzt in die Phase der Umsetzung tritt. Quelle: Landkreis Prignitz
Lenzen

Eine ministerielle Arbeitsgruppe wird sich noch im kommenden Monat konstituieren und die Umsetzung von Maßnahmen zur Stabilisierung und Verbesserung der Wasserqualität des Rudower Sees auf den Weg bringen. Das kündigte am Mittwoch Umweltminister Jörg Vogelsänger bei einem Besuch an der Badeanstalt am größten See der Prignitz in Lenzen an.

Zu diesem neuen Arbeitskreis werden neben dem Landesumweltamt beispielsweise auch die Unteren Wasserbehörde und Kommunalvertreter gehören. Vogelsänger bedankte sich ausdrücklich bei der Bürgerinitiative für die guten vorbereitenden Arbeiten und bat gleichzeitig um Verständnis, dass für die jetzige Arbeit wichtig sei, dass die Entscheidungsträger an einem gemeinsamen Tisch sitzen.

Die Arbeitsgemeinschaft „Rettet den Rudower See“ werde nicht ausgegrenzt, betonte er, sondern regelmäßig über den Stand der Arbeit informiert und auf diese Weise eingebunden werden.

Ohne Fördergeld geht kaum etwas

Kurt Augustin, Abteilungsleiter im Umweltministerium, stellte bei dem Treffen heraus, dass es um die Umsetzung des Landtagsbeschlusses „Rettet den Rudower See“ gehe – und nicht um die Rettung des Rambower Moores. Dafür müssten kurz-, mittel- und langfristige Maßnahmen entwickelt werden.

Das erfordere gutes Handwerk, um technische Möglichkeiten oder Förderprogramme auszuloten. „Für den Erhalt des Sees ist ein langer Atem notwendig“, prophezeite Augustin.

Landwirte sollen mit an den Tisch

Zu den vordergründigen Aufgaben des neuen Arbeitskreises werden unter anderem Fragen der Gewässerunterhaltung gehören. Hier seien noch Hausaufgaben aus dem ehemaligen EU-Life-Projekt abzuarbeiten. Das Wehr sei in Ordnung zu bringen und Gespräche mit den Landwirten zur Reduzierung des Nährstoffeinflusses zu führen. Ziel sei eine weniger intensive Landwirtschaft rund um den See.

Dafür könne man Programme nutzen. Diskutiert werden müsse auch das Betreiben und Unterhalten der Phosphoreliminierungsanlage für die nächsten drei bis fünf Jahre. Bis zum Juni des nächsten Jahres, so kündigte Augustin an, werde es ein Monitoring des Nährstoffeintrags geben, um festzustellen, wo die Stoffe herkommen.

40 zufriedene Anwohner

Ralf Behrens von der Arbeitsgemeinschaft „Rettet den Rudower See“ dankte dem Minister, dass die Landesregierung die Problematik des Rudower Sees angenommen hat und angeht. „Damit ist allen Menschen der Region geholfen“, sagte er unter deutlichem Beifall der Anwesenden.

Zum Besuch des Umweltministers waren mehr als 40 Anwohner gekommen. Mit dabei waren auch Landrat Torsten Uhe, Bürgermeister Christian Steinkopf, Amtsdirektor Harald Ziegeler, Bettina Künast vom Trägerverbund Lenzen sowie der Landtagsabgeordnete Holger Rupprecht und der Kreistagsabgeordneter Harald Pohle.

Von Maz-Online

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