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Prignitz Umweltverband klagt erneut gegen Bau der A 14
Lokales Prignitz Umweltverband klagt erneut gegen Bau der A 14
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00:17 12.06.2016
Seit der Freigabe des A-14-Abschnitts Groß Warnow ist an der Autobahn nicht viel geschehen. Quelle: Andreas König
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Wittenberge

Wie geht es weiter mit der A14 bei Wittenberge? Mehr als ein Jahr ist vergangen, seit die Vertreter der bundeseigenen Planungsgesellschaft Deges und des brandenburgischen Infrastrukturministeriums die Einwohner der Elbestadt über den Fortschritt beim Autobahnbau informiert haben. Am Dienstag, 14. Juni, ab 16.30 Uhr sollen alle interessierten Bürger im Wittenberger Rathaus erfahren, wie es mit dem als besonders sensibel geltenden Abschnitt von Wittenberge bis Groß Warnow weitergehen soll. Vor dem öffentlichen Termin werden traditionell hinter verschlossener Tür Gespräche zwischen den Planer, Landesbehörden, der Stadtverwaltung und der Bürgerinitiative Bentwisch geführt.

Ende April vergangene Jahres hatten die Vertreter des Planers und des Ministeriums eingeräumt, dass von den Bauplänen für die Autobahn vier geschützte Vogelarten beeinträchtigt würden, darunter am stärksten der Weißstorch. Mit dem Bereitstellen alternativer Rast- und Futterplätze wollten die Planer den Spagat zwischen den Belangen des Naturschutzes und den Forderungen der Anwohner schaffen. Vor allem die Bent­wischer lehnen einen Trassenverlauf ab, der den Ort zerschneiden würde. Wegen verschiedener Zwangspunkte wie der Eisenbahnlinie sind kaum noch Spielräume vorhanden, die Trasse anders zu gestalten. Möglicherweise ist auch Neues zur Elbüberquerung zu erfahren. Auch dieser Abschnitt, den sich planerisch und finanziell die Länder Brandenburg und Sachsen-Anhalt teilen, gilt als problematisch. Unter anderem der Lärmschutz und eine sehr hohe Dammlage gelten als Kritikpunkte. Während bei Groß Warnow im Dezember vergangenen Jahres der erste Abschnitt der A 14 in Brandenburg freigegeben wurde, sieht sich Sachsen-Anhalt erneut Klageandrohungen seitens des Bundes für Umwelt und Naturschutz in Deutschland (BUND) gegenüber. Der Umweltverband hatte nach langem Widerstand und einer gewonnen Klage vor dem Bundesverwaltungsgericht darauf verzichtet, den Abschnitt Colbitz-Dolle nördlich von Magdeburg zu beklagen. Deswegen und wegen der ohnehin schon großen Verzögerungen beim Autobahnbau ließen die Strategen im Magdeburger Verkehrsministerium die Bagger in dem betroffenen Abschnitt anrücken. Doch damit brüskierten die Ministerialbeamten offenbar den BUND. Bislang war man davon ausgegangen, den erwähnten Abschnitt und das darauf folgenden Teilstück von Dolle bis Lüderitz südlich von Stendal gemeinsam zu bauen. Der Vorstoß des Ministeriums hat BUND-Landesgeschäftsführer Oliver Wendenkampf offenbar so verärgert, dass er erklärte „Die Fehlerheilung ist misslungen, das Klageverfahren wird fortgesetzt.“

Damit kehrt der BUND zu seiner bislang geübten Praxis zurück, jeden Abschnitt der von ihm abgelehnten Autobahn zu beklagen. Nunmehr verlangt der BUND nicht nur, die Folgen des Autobahnbaus in Ausgleichsmaßnahmen zu berücksichtigen, sondern einen weiteren Eingriff in die Natur mit auszugleichen. Für die von der Bundeswehr für 100 Millionen Euro geplante Gefechts-Übungsstadt „Schnöggersburg“ müsse ebenfalls Ausgleich geschaffen werden. Die 20 Hektar Wald, die dem Ziegenmelker, einer Vogelart zurückgegeben werden sollen, genügen dafür nicht.

Von Andreas König

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