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Druckereimuseum muss sparen und öffnet nur noch auf Anforderung Unter Druck

Das Druckereimuseum in Streckenthin bei Pritzwalk wird ab Februar wahrscheinlich nur noch auf Anfrage öffnen, auch Vorführungen der Maschinen sind dann wohl nicht mehr möglich. Grund dafür sind die erheblichen Kürzungen bei den Ein-Euro-Jobs.

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Der Vereinsvorsitzende Norbert Reihwald und Buchhalterin Marion Schumacher planen trotz aller Probleme neue Projekte.

Quelle: Christamaria Ruch

Streckenthin. Am 8. Februar 2014 endet die Arbeitsfördermaßnahme der aktuellen Mitarbeiterin. Was danach kommt, ist derzeit offen – und ohne geschultes Personal sind die Vorführungen nicht möglich, sagte Norbert Reihwald, Vorsitzender des Fördervereins Natur- und Landschaftsschutz, Denkmalpflege (NLD) jetzt der MAZ. Die Museumsdruckerei in Streckenthin gehört zum Aushängeschild des Vereins.

„Die Zukunft der Arbeitsförderung ist sehr ungewiss“, so Reihwald. Die Probleme bei den Ein-Euro-Jobs betreffen die gesamte Trägerlandschaft, so Reihwald. Gab es zwischen 1996 und 2004 beim NLD regelmäßig noch bis zu 100 Mitarbeiter in geförderten Stellen, sank diese Anzahl auf mittlerweile maximal 30. Hinzu komme, dass die Zuschüsse für Sach- und Regiekosten ebenfalls sinken, da diese an die Arbeitszeit gekoppelt sind. Der Grund: Die Stellen mit Mehraufwandsentschädigung, auch als Ein-Euro-Jobs bekannt, werden seit diesem Jahr überwiegend mit einer Wochenarbeitszeit von 20 Stunden bewilligt. Vorher waren 30 Wochenstunden üblich.

Bis Anfang 2011 konnten zudem drei Festangestellte beim Verein finanziert werden. Übrig geblieben ist Buchhalterin Marion Schumacher. Sie übernimmt in Personalunion alle Aufgaben von der Projektplanung bis hin zur Abrechnung. Norbert Reihwald, seit zehn Jahren Vereinschef, arbeitet seit gut zwei Jahren ehrenamtlich in dieser Funktion.

Der Verein gibt allerdings nicht auf. Er hat so genannte Interessenbekundungen, also Projektplanungen, bei den Jobcentern in Pritzwalk und Perleberg gerade eingereicht, um doch wieder Ein-Euro-Jobs für sein Museum zu bekommen.
Bis 2017 ist zudem der Umzug der Ausstellung vom bisherigen Druckereimuseum in Streckenthin in die Alte Tuchfabrik in Pritzwalk geplant (die MAZ berichtete). Dort sollen Stadt- und Brauereimuseum fusionieren.
Die Industrie- und Handwerkskammer Potsdam befürwortet dieses Projekt. „Das historische Objekt Tuchfabrik ist sehr interessant“, stellt Reihwald fest. Wie bei anderen Großprojekten stellt aber auch dort das Brandschutzkonzept große Herausforderungen, erzählt der Vorsitzende des NLD-Vereins.

Zur Zeit ist das Museum montags bis donnerstags von 10 bis 16 Uhr geöffnet, an den anderen Tagen wird auf Anfrage geöffnet.

Von Christamaria Ruch

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