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Unters Messer und dann wieder nach Hause

Wittenberge Unters Messer und dann wieder nach Hause

Ambulante Operationen sind mittlerweile auch im Wittenberger Gesundheitszentrum möglich. Der Umbau des ehemaligen Archivs zum Aufwachraum macht dies möglich. 25 000 Euro sind dafür investiert worden. Seit April dieses Jahres wird dieses Angebot unterbreitet, auch unter Vollnarkose.

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Krankenschwester Mandy Schmidt und der Facharzt für Chirurgie, Olaf Schrank, im Operationssaal.

Quelle: Jens Wegner

Wittenberge. Seit April dieses Jahres werden in der Chirurgischen Praxis im Gesundheitszentrum Wittenberge in der Perleberger Straße 139 ambulante Operationen unter Vollnarkose durchgeführt. Dies ist unter anderem durch einen Umbau des ehemaligen Archivs der Chirurgischen Praxis in einen Aufwachraum möglich geworden. Rund 25 000 Euro wurden investiert.

„Das Gesundheitszentrum Wittenberge ist eine Tochtergesellschaft des Kreiskrankenhauses Prignitz mit dem Schwerpunkt ambulante Versorgung. Wir haben hier aber auch ein Labor und eine Physiotherapie”, informierte deren Geschäftsführer Karsten Krüger. In den Jahren 2012 und 2013 gab es drei Praxen; eine Allgemeinmedizinische, eine Chirurgische und eine Kinderarztpraxis. 2014 kam die Psychologische Kinderpraxis dazu und 2015 eine Hautarztpraxis. „Perspektivisch wollen wir in der zweiten Jahreshälfte 2017 eine Urologie eröffnen. Es hat sich gezeigt, dass der Bedarf dafür vorhanden ist. Ein Urologe aus dem Krankenhaus wird diese Lücke mit einer haben Stelle schließen”, so Krüger.

Ambulante Operation unter Vollnarkose

Im Jahr 2016 wurden im Gesundheitszentrum Wittenberge insgesamt 21876 Patienten behandelt. Im Oktober vergangenen Jahres hat der Facharzt für Chirurgie, Olaf Schrank, die Chirurgische Praxis im Gesundheitszentrum übernommen. „Durch den Ausbau des Aufwachraums und weitere Investitionen können wir seit April 2017 auch ambulante Operationen unter Vollnarkose durchführen. Dazu muss der Patient allerdings auch geeignet sein”, betonte Schrank. So könne man Krampfaderleiden, sogenannte Varizen, operieren, Schleimbeutelentfernungen vornehmen und bei geeigneten Patienten Leistenbrüche operieren. „Wir haben zwei OP-Tage im Monat. Fünf bis sechs Eingriffe können wir an einem Tage durchführen. An Dienstagen werden bei Bedarf ambulante Operationen mit Vollnarkose vorgenommen.” Dazu kommen zwei Anästhesisten mit ihrem Team aus Berlin in die Wittenberger Praxis. Von April bis Juni dieses Jahres wurden so bereits rund 30 Operationen durchgeführt.

„Der Hausarzt schickt die Patienten mit seinem Befund zu uns. Wir führen weitere Untersuchungen durch. Dann wird indiziert, was geht”, beschreibt Olaf Schrank die Vorgehensweise. Fünf bis sechs Stunden nach der OP kann der Patient wieder nach Hause gehen. Voraussetzung ist aber, dass er von einer Person begleitet wird. Auch zu Hause muss seine Versorgung gesichert sein. Olaf Schrank ist zudem Durchgangsarzt. In der BG-Sprechstunde übernimmt er Versorgungen, die von den Berufsgenossenschaften bezahlt werden. Dazu zählen unter anderem Wegeunfälle und Arbeitsunfälle.

Von Jens Wegner

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