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Unterschriften für bessere Bahnanbindung

Perleberg Unterschriften für bessere Bahnanbindung

Die Unterschriftenlisten für einen besseren Ausbau der Bahnangebote in der Region liegen jetzt in der Wittstocker Stadtverwaltung aus. Auch die Prignitz unterstützt die Initiative des Nachbarlandkreises OPR und will ihre Stellungnahme dazu Anfang Dezember fertig haben.

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Prignitz Express RE6 Eisenbahn Bahn Begegnung eines "neuen" Triebwagen Alstom Lint (l.) und des alten GTW 2/6 (r.).

Quelle: Christian Schmettow

Wittstock/ Perleberg. Der den Ausbau der Bahn-Angebote in der Region unterstützten möchte, hat jetzt Gelegenheit dazu. Ab sofort können sich auch Einwohner aus Wittstock und den Ortsteilen an der Initiative „Mehr Bahn Nordwestbrandenburg“ des Landkreises Ostprignitz-Ruppin beteiligen. OPR-Landrat Ralf Reinhardt hatte kürzlich die Unterschriftensammlung für eine deutliche Verbesserung des Schienenpersonennahverkehrs in der Region gestartet.

Auch der Landkreis Prignitz bekundete jetzt seine Unterstützung für die Aktion. „In diese Richtung geht auch die Stellungnahme des Landkreises an das Land, die Anfang Dezember fertig sein soll“, ließ die Kreisverwaltung in Perleberg verlauten. Beim heutigen Kreisausschuss werden sich die Verantwortlichen dazu äußern. „Die bereits ohne die Prignitz angeschobene Aktion sehen wir gern mit Blick auf die ganze Prignitz und die Metropolregionen Hamburg-Berlin darüber hinaus, daher haben wir um Ergänzung gebeten, die auf den aktuellen Unterschriftenlisten in Punkt 6 und 7 Eingang fanden“, hieß es weiter.

Direkte Anbindung an Berlin-Tegel

Folgende fünf Forderungen sollen laut der Initiatoren aus dem OPR-Kreis in den Landesnahverkehrsplan des Landes Brandenburg aufgenommen werden: Dazu zählt die unverzügliche direkte Anbindung des Prignitz-Express’ RE 6 zunächst nach Berlin Tegel – noch vor dem Jahr 2022 – und zusätzlich die Verdichtung des Verkehrs auf einen halbstündigen Takt bis Wittstock. Dabei sollen stündlich alle Haltepunkte auf der Strecke ab Wittstock – wie Dossow, Fretzdorf, Netzeband, Walsleben, Radensleben – bedient werden. Außerdem sollen die Züge pünktlicher und zuverlässiger werden.

Weitere Forderungen: Eine ganzjährige Verbindung mit der RB 54 von Rheinsberg  über Löwenberg (Mark) nach Berlin-Ostkreuz mit mindestens sechs Zugpaaren; eine Spätzugverbindung von Nauen über Neustadt (Dosse) bis Wittenberge; ein schnellerer Bau des Haltepunktes Kyritz Nord (Regionalbahn 73); die nutzbare Bahnbestellung der RB 73 mit weiteren Zugpaaren zwischen Kyritz, Blumenthal, Pritzwalk und Meyenburg, die für den Schüler- und Pendlerverkehr ein funktionsfähiges Angebot ermöglicht. Dabei wird eine komplett eigenständige Finanzierung durch das Land Brandenburg angestrebt.

Auch Hamburg im Blick

Der Landkreis Prignitz möchte darüber hinaus eine bessere Anbindung der Menschen gemäß der in Kooperation der Landkreise Ludwigslust-Parchim, Ostprignitz-Ruppin, Prignitz und Stendal durchgeführten Machbarkeitsstudie „Elbtal-Express (2012) an die Metropolregionen Berlin und Hamburg sowie einen 60- Minuten-Takt des Regionalexpress (RE) 2/8 zwischen Wittenberge und Ludwigslust, um in Ludwigslust auf den Fern-/Nahverkehr nach Hamburg umsteigen zu können.

Die Online-Anhörung zum Landesnahverkehrsplan 2018 endet am 4. Dezember 2017. Um dem Anliegen Nachdruck zu verleihen, sollen bis zu diesem Zeitpunkt möglichst viele Unterschriften zusammenkommen. Diese können aber auch über das Datum hinaus bis zur Entscheidungsfindung im Landtag Anfang März 2018 weiter gesammelt werden.

Von Björn Wagner und Bernd Atzenroth

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