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Prignitz Unterschriften-Aktion für einzügige Schule
Lokales Prignitz Unterschriften-Aktion für einzügige Schule
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00:43 12.03.2018
Schulleiter Jörn Atlas. Quelle: Andreas König
Glöwen

Die Oberschule Glöwen muss erhalten bleiben. Das fordern die Gemeindeverwaltung und der Ausschuss für Ordnung, Soziales und Umwelt. „Wir haben Unterschriftenlisten in Glöwen und in Kletzke ausgelegt“, berichtete Bürgermeisterin Anja Kramer.

Darin wird das Staatliche Schulamt aufgefordert, für das kommende Schuljahr zunächst eine Ausnahmegenehmigung zu erteilen, um trotz Einzügigkeit eine 7. Klasse bilden zu können. „Doch damit allein ist es nichtgetan“, sagt Rainer Schneewolf, der Ausschussvorsitzende. „Es muss möglich sein, im ländlichen Raum eine Ausnahmegenehmigung zu bekommen, die Schule einzügig zu betreiben.“

Bittstellerrolle soll nicht zum Dauerzustand werden

Diese Entscheidung müsse allerdings auf politischer Ebene getroffen werden. Daher bereitet die Gemeinde Plattenburg parallel zur Unterschriftenaktion einen Brief an die brandenburgische Bildungsministerin Britta Ernst vor. Darin soll dafür geworben werden, im berlinfernen ländlichen Raum andere Maßstäbe für de Bildung von 7. Klassen anzuwenden als im Speckgürtel.

„Natürlich bräuchte eine Oberschule, um einzügig arbeiten zu können, auch eine Ausnahmegenehmigung“, räumte Rainer Schneewolf ein. „Aber eben keine, die einen in die Rolle des Bittstellers drängt, der jedes Jahr aufs Neue um den Erhalt der Schule bangen muss.“

Weite Wege, falls Ansinnen erfolglos bleibt

Für das kommende Schuljahr hat die Schule Glöwen die geforderte Zahl von 24 Schülern für zwei Klassen deutlich unterschritten. „Wenn wir keine 7. Klasse bilden können, ist das erst einmal noch nicht das Ende“, sagt Jörn Atlas. „Aber wenn das zweimal hintereinander geschieht, ist der Schulträger, also die Gemeinde Plattenburg, letztlich verpflichtet, den Schließungsbeschluss herbeizuführen“, erklärte Schulleiter Jörn Atlas.

Unabhängig davon ist die Entscheidung über die 7. Klasse vor allem für Schüler der jetzigen 6. Klassen und deren Eltern wichtig. Sollte Glöwen nämlich keine 7. Klasse bilden, müssten die Kinder auf andere Schulen aufgeteilt werden. „Letztlich würden sie dann noch schmerzlicher fehlen, selbst wenn die Einzügigkeit erlaubt würde“, sagte Rainer Schneewolf.

Es ist nicht das erste Mal, dass Eltern, Schüler und Lehrer um den Erhalt der Schule kämpfen. 2007 gelang es, eine Bestandsgarantie für eine der letzten ländlichen Oberschulen Brandenburgs zu bekommen. Sicher half dabei auch, dass der damalige Bildungsminister Holger Rupprecht (SPD) seinen Wahlkreis in der Prignitz hatte. Die Listen liegen im Gemeindebüro, in der Kita, und in Geschäften aus.

Von Andreas König

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