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Prignitz Neuer Gedichtband von Kramm Konowalow
Lokales Prignitz Neuer Gedichtband von Kramm Konowalow
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16:19 19.04.2018
Die Prignitzer Dichterin Ursula Kramm Konowalow mit ihrem neuen Gedichtband Herzlinge. Quelle: Kerstin Beck
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Mankmuß

 Nun ist es soweit – es ist endlich da. Und so eine Art „Kind“ ist es auch, der sechste Gedichtband von Ursula Kramm Konowalow; dessen „Austragen“ hat schließlich fast 36 Monate gedauert.

„Da waren dann schon mal Texte da, die ich für das künftige Buch beiseitegelegt hatte, und dann kamen immer wieder welche dazu“, erzählt die Lyrikerin. Das hört sich richtig normal und konventionell an, war es aber mitnichten, denn herkömmlich zu schreiben war gestern; für die Mankmußerin ist „Gedichte-Basteln“ angesagt.

Schlagzeilen aus der MAZ ausgeschnitten

„Ich habe einerseits die Texte in eine ganz bestimmte Form gebracht, was mich schon als Jugendliche begeistert hat. Die anderen Gedichte sind entstanden, indem ich aus der MAZ Schlagzeilen ausgeschnitten und diese wiederum in einen eigenen Zusammenhang gebracht habe.“ Und dann kommt ganz verschmitzt noch ein Lob eigener Art: „Und dafür eignet sich die MAZ besonders gut!“

Herausgekommen ist damit ein 45-seitiges Werk in festem Einband namens „Herzlinge“.

Darin gibt es unter anderem ein wie eine Feder gestaltetes f.e.d.e.r.l.e.i.c.h.t.l.i.e.d, eine wie ein Sektglas geformte „Kopfgeburt“, ein wie ein Vogelkäfig samt Inhalt arrangiertes Poem mit dem Titel V.O.G.E.L.F.R.E.Y.

Poetin und Wort-Spielerin

Geboren wurde die Lyrikerin 1952 in Biesenthal (Barnim). Die vierte Tochter einer Lehrerin und eines Landwirtes verbrachte dort ihre Kindheit und Schulzeit. Schon damals reifte ihr Wunsch, Dichterin zu werden.

Nach dem Theologiestudium lebte und arbeitete sie in Berlin in verschiedenen künstlerischen Bereichen. 1981, nach der Geburt des ersten Kindes, zieht sie mit der Familie aufs Land.

Heute lebt die Mutter dreier erwachsener Kinder in Mankmuß (Gemeinde Karstädt) in einer Künstlergemeinschaft mit dem Maler Harms Bellin.

„Herzlinge“ sind auch dabei: Das mit „VogeL HerZ“ überschriebene Wortspiel etwa, das wie ein Pfeil aussieht, oder das Gedicht „Von der Unermesslichkeit der Herzen“, welches an einen hängenden Weihnachtsbaumschmuck denken lässt.

Nicht nur dort kommt Lust zum Nachmachen auf. In der „Kraft der Botschaften“ – und besser kann man die zusammengestückelten MAZ-Schlagzeilen kaum betiteln - heißt es: „Bloß keine Festlegung ... Wenn der Boden unter den Füßen schunkelt, fahren Karusselle zweigleisig ... ein Dorf probt den Seitenwechsel ... erfolgreich mit dem Sonnengruß – von der Kuh zum Käse.“

Den preisgekrönten Text als Dreingabe

Als besondere Dreingabe gibt es dann auf Seite 43 den lediglich einseitigen, aber dafür ausdrucksstarken Text namens „Es“, mit dem die Verfasserin im Vorjahr den 1. Ladies-Crime-Poetry-Slam-Wettbewerb in Berlin gewonnen hat.

„Wir spüren die originäre Kraft der Sprache der Gedichte, die in dem uns vorliegenden Buch zum Kern der Dinge des Lebens streben“, schreibt dazu der Künstler Harms Cyrill Bellin in seinem Vorwort.

Jahrelanges Studium der Sprache

Und er ergänzt: „Jahrelanges Studium der Sprache, auch der alten Sprachen während ihres Theologiestudiums, zahlt sich mit barer Münze aus, spürt man doch in ihren Texten das Klingen eines inneren Tanzes der geistigen Berührung einer Empfindung. Dichten ist hierbei eine „Entbindung der Poesie“.“

Eine Poesie, die bestimmt die Lust zum Nachahmen erzeugt.

„Herzlinge“ ist erschienen im Treibgut Verlag Berlin, 45 S., illustriert mit Fotografien von Frank Schroeder. ISBN 978-3-941175-83-9. Preis: 14.- €.

Von Kerstin Beck

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