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Prignitz Vandalismus an Straßenlaternen kostet viel Geld
Lokales Prignitz Vandalismus an Straßenlaternen kostet viel Geld
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00:18 03.12.2016
André Geisendorf, Leiter Netzbetrieb der Stadtwerke Pritzwalk, an der neuen Schaltanlage für Straßenbeleuchtung in der Straße An der Promenade in Pritzwalk. Quelle: Andreas König
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Pritzwalk

400 Volt liegen im Schaltschrank nahe der Skaterbahn in der Straße An der Promenade in Pritz­walk an. Das hat die Randalierer, die Ende August den großen grauen Kasten demolierten, nicht von ihrem zerstörerischen Werk abgehalten. Das Ergebnis war ein Totalausfall der Straßenbeleuchtung in dem Gebiet An der Promenade. „Wir haben in den vergangenen Jahren in wachsendem Maße mit Vandalismus zu tun“, beklagt Andre Geisendorf, Leiter Netzbetrieb bei den Stadtwerken Pritzwalk. Seien es zerstörte Leuchtmittel an Straßenlaternen, die Masten selbst oder wie im jüngsten Fall ein ganzer Schaltschrank (im Volksmund Stromkasten genannt), vor der Zerstörungswut mancher Zeitgenossen scheint nichts sicher zu sein.

„Leidtragende sind in jedem Fall die Bürger der Stadt“, sagt André Geisendorf. Nicht nur, dass die öffentliche Sicherheit leidet, wenn man gerade in der dunklen Jahreszeit keine ausreichend beleuchteten Straßen und Gehwege vorfindet, auch das Sehen und Gesehenwerden kann dazu beitragen, Zusammenstöße zu verhindern und unliebsame Begegnungen zu vermeiden. Schließlich sollte es ohnehin jedem Bürger der Stadt ein Anliegen sein, öffentliches Eigentum zu erhalten, denn bezahlen muss es letztlich die Allgemeinheit.

16 155 Euro für Reparatur von Schäden

Die Kosten allein für Schäden an der Straßenbeleuchtung können sich schnell zu stattlichen Summen auftürmen. Für die Reparatur von Schäden an der Straßenbeleuchtung musste die Stadt Pritz­walk allein von Januar bis November dieses Jahres 16 155 Euro aufwenden. In diese Summe flossen sowohl Schäden durch Vandalismus ein als auch „normale“ Schäden, die auf Verschleiß, technische Defekte oder Beschädigungen bei Tiefbauarbeiten zurückzuführen sind.

Adalbert Krassowski von der Meyenburger Elektro-Bau mit einem defekten Erdkabel. Quelle: Andreas König

Letzteres kommt immer wieder vor, obwohl jene Betriebe, die die Leitungen verlegen oder die Erde aus anderen Gründen aufgraben müssen, über Lagepläne verfügen. Doch gerade bei Elektrokabeln genügen diese Angaben nicht immer, weil die Pläne in der Regel keine Tiefenangaben enthalten. Die Bauleute wissen dann zwar, dass da ein Kabel ist, und wo es verläuft aber es lässt sich mitunter nicht vermeiden, dass ein Kabel angekratzt wird. „Zunächst merkt man vielleicht gar nichts, aber irgendwann tut die Feuchtigkeit im Boden ihr Übriges und die Leitung ist defekt“, berichtet André Geisendorf. In solchen Fällen gestaltet sich die Fehlersuche oft schwierig. „Man kann den Defekt zwar eingrenzen, aber wo er sich genau befindet, das bekommen wir nur mit Einsatz eines Messwagens heraus.“

Große Maschinerie in Gang gesetzt

Direkt überwacht wird die Funktion der Straßenbeleuchtung nicht. „Wir sind daher auf Störungsmeldungen von Bürgern angewiesen“, erklärt André Geisendorf. Oftmals verzichten Anwohner auf eine Schadensmeldung in der Annahme, der Nachbar werde es schon richten. Wenn ein Fehler kompliziert oder schwer einzugrenzen ist, wird eine Maschinerie in Gang gesetzt, die manchem unbeteiligten Zuschauer als ziemlich groß erscheint: Messwagen, Monteure, Bagger und das alles vielleicht wegen einer defekten Straßenlaterne. Doch gerade bei Kabeldefekten ist es wichtig, schnell zu handeln, um schlimmeres zu verhindern.

Im Falle des zerstörten Schaltschranks an der Skateranlage dauerte es wegen Lieferenpässen zwei Monate, bis Ersatz in Form eines kleineren Schranks geschaffen war. Kostenpunkt: 2700 Euro, die Techniker für die Erstsicherung nicht mitgerechnet.

Von Andreas König

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