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Prignitz Vandalismus auf dem Friedhof
Lokales Prignitz Vandalismus auf dem Friedhof
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00:17 31.10.2013
Hannelore Stamer am Grab ihrer Eltern. Quelle: Ulrich Fischer
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Schönhagen

"Wer macht so etwas bloß immer. Es macht mich und meine Schwester immer wieder traurig", sagt Heidelore Stamer. Sie steht auf dem Friedhof im Pritzwalker Ortsteil Schönhagen am Grab ihrer Eltern und kann die Tränen kaum unterdrücken. Wie Heidelore Stamer berichtet, rissen Unbekannte schon mehrmals wahllos blühende Sträucher heraus oder Pflanzen aus der kleinen Buchsbaumhecke. "Ich habe schon mindestens dreimal nachgepflanzt. Das Herausgerissene liegt manchmal umher, meist ist es verschwunden," erklärt sie.

Die Grabstätte liegt am Ende des eingezäunten Friedhofs. Zuletzt fand dort im Jahre 1995 ihre Mutter Erika Stamer ihre letzte Ruhestätte, so Heidelore Stamer. "Sie war Kindergärtnerin im Dorf, alle mochten sie doch - warum nun auf einmal diese Zerstörungswut?", fragt die Schönhagenerin.

Andere Gräber in Schönhagen waren von so einem Vandalismus bislang nicht betroffen. Dass nur an Stamers Grabstätte Tiere wüteten, kann nach der Spurenlage auch ausgeschlossen werden. Nun wollen Erika Stamer und ihre Schwester Sabine Lehmann die Grabbepflanzung vor dem Totensonntag Ende November noch einmal komplettieren und die Ruhestätte schmücken. "Doch man fragt sich, was wohl bis zum Totensonntag wieder passiert", sagt die verunsicherte Frau. Aufgrund von Beobachtungen aufmerksamer Schönhagener gibt es jetzt aber Verdachtsmomente.

Heidelore Stamers Schwester hatte die Idee, sich mit einem am Friedhofstor angebrachten Appell an die Täter zu wenden, solche sinnlosen Aktionen künftig zu unterlassen. In dem Schriftstück heißt es unter anderem: "Unsere Eltern haben so ein frevelhaftes Verhalten nicht verdient!" Zugleich machen sie darauf aufmerksam, dass es sich bei den Taten nicht nur um einfache Sachbeschädigung handelt, sondern um Grabschändung und Störung der Totenruhe, was Straftaten sind.

Von Ulrich Fischer

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