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Vehlow: Ja zur Hallensanierung

Beschluss gefasst Vehlow: Ja zur Hallensanierung

In einer namentlichen Abstimmung wurde am Dienstagabend bei der Gemeindevertretersitzung in Gumtow der umstrittene Innenausbau der Turnhalle Vehlow mit Gemeindegeld, Fördermitteln und Spendengeldern beschlossen. 50 Prozent des Innenausbaus sind bereits im Vorfeld von Ehrenamtlern geleistet worden.

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Innen ist die Turnhalle bereits komplett fertig.

Quelle: Sandra Bels

Gumtow. Das öffentliche Interesse an der Sitzung der Gemeindevertretung in Gumtow am Dienstagabend war groß. Viele Vehlower kamen. Ihr Thema stand als letzter Punkt auf der Tagesordnung: die Innensanierung der Turnhalle. Sie wurde mehrheitlich beschlossen, bei einer namentlichen Abstimmung, die von Kathrin Voigt (Bürger für Gumtow) beantragt worden war. Alle vier Fraktionsmitglieder stimmten mit nein. Die Bürgerfraktion sprach sich einstimmig für den Beschluss aus. Damit ist der Weg frei für die Innensanierung mit Gemeindegeld, Fördermitteln und Spendengeldern.

Derzeit ist noch offen, welche Fördermittel in Betracht kommen. Sicher ist laut Bürgermeister Stefan Freimark eine Förderung aus dem Programm KLS (Kleinere Städte und überörtliche Zusammenarbeit) über Kyritz. Darüber wurde bereits die Außensanierung des Sport- und Gemeindezentrums gefördert. Unsicher hingegen, aber die finanziell bessere Alternative, wäre eine Förderung über das Leader-Programm, weil dabei 75 Prozent der Gesamtkosten förderfähig sind. Bei KLS beträgt der Förderanteil 53,33 Prozent.

Antrag soll überarbeitet werden

Für die nächste mögliche Antragstellung innerhalb des Leader-Programms will Freimark den bereits abgelehnten Antrag der Gemeinde qualifizieren. Eingearbeitet werden soll unter anderem die touristische Auswirkung und die Auswirkung auf den Wirtschaftsbereich. Gespräche dazu seien mit der Förderstelle geführt worden.

Der Innenausbau war nach DIN-Norm als komplette Innensanierung mit 250 000 Euro geplant worden. Die seien laut Freimark nicht mehr notwendig, da die Halle innen komplett mit ehrenamtlichen Kräften und Hilfe von Firmen saniert wurde. Es gehe nur noch um die Fertigstellung des Gemeinderaums und des Sanitärbereichs links des Eingangs, der bereits entkernt und für die folgenden Arbeiten vorbereitet wurde.

Rücknahme des Beschlusses gefordert

„50 Prozent der Innensanierung sind also schon fertig“, so der Vorsitzende der Gemeindevertretung Dietmar Pritzschke. Mit der neuen Investition, würde die Gemeinde ihr Anlagevermögen veredeln, sagte er und kritisierte das Verhalten der Fraktion Bürger für Gumtow. Sie hatte die Rücknahme des Beschlusses gefordert, weil sie sich getäuscht fühlt und einen Beschluss ohne Kalkulation als Finanzabenteuer für die Gemeinde sieht. Außerdem sollte Mario Ungewiß als Fraktionsvorsitzender zurücktreten und seine Kandidatur zur Bürgermeisterwahl zurücknehmen. Beides geschah nicht. Völliges Unverständnis über eine solche Forderung kam im Laufe der Sitzung auf. Von Seiten der Gäste hieß es, dass das keine verständliche Kommunalpolitik sei.

Ursprünglich war beschlossen worden, dass die Innensanierung der Halle ohne Gemeindegeld stattfinden soll. Diese Zusage solle nun eingehalten werden, so Helmut Adamaschek (Bürger für Gumtow). Ihm und seinen Fraktionskollegen wurde von Einwohnern in ihrer Fragestunde vorgeworfen, dass sie sich den Fortschritt in der Halle, der allein durch die Ehrenamtler zustande gekommen war, nicht einmal angeschaut haben, auch nicht auf Einladung. Veto dagegen legte nur Adamaschek ein. Er kenne die Halle, sagte er.

Nachfragen gab es auch zu den im Beschluss aufgezählten ehrenamtlichen Leistungen, die als Eigenanteil gewertet werden sollen. Norbert Ebel aus Vehlin meinte, dass so etwas ohne vertragliche Regelung nicht möglich wäre. Dazu sagte Pritzschke: Es geht hier nicht um eine Auszahlung, sondern um eine erlaubte Bewertung der Leistungen im Anlagevermögen der Gemeinde.

Von Sandra Bels

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