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Verein im Hainholz braucht dringend Spenden

Pritzwalk Verein im Hainholz braucht dringend Spenden

Einen Spendenaufruf startet jetzt die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald Regionalverband Pritzwalk. Der Verein greift zum ersten Mal in seiner Geschichte zu diesem Mittel. Nur so sei es möglich, die in die Jahre gekommenen Anlagen im Hainholz sanieren und reparieren zu können.

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Meerschweinchen im Hainholz-Streichelzoo.

Pritzwalk. Zum ersten Mal seit ihrem Bestehen startet die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) Regionalverband Pritzwalk einen Spendenaufruf. Das berichtet Susanne Aßmann, Beisitzerin im Vorstand und Geschäftsführerin der Wald- und Naturschutzwacht. „Unsere einzelnen Bereiche sind in die Jahre gekommen und bedürfen dringend einer Sanierung“, begründet sie. In der Waldschule seien zum Beispiel die Bungalows zur Unterbringung der Kinder zu sanieren oder auch die Küche. Nun werden entsprechende Schreiben an Institutionen wie regionale Banken, Firmen oder Privatpersonen versendet.

In dieser Form habe der Verein noch nie um Unterstützung gebeten, meint auch Betriebsleiter Rüdiger Jach. „Wenn wir unsere Anlagen erhalten wollen, müssen wir etwas tun.“ Dabei gehe es nicht allein um die Instandsetzung etwa der in die Jahre gekommenen Bungalows in der Waldschule. Aus Aßmanns Sicht müssen auch die pädagogischen Angebote modernisiert werden. Am Sinn solcher Einrichtungen wie der Waldschule zweifelt sie nicht: Die Kinder können hier frei toben und spielen und lernen etwas über die Natur. „Da liegt das Handy ganz schnell in der Ecke“, hat sie beobachtet. Die Nachfrage nach den waldpädagogischen Angeboten könnte besser sein. Aßmann: „Für Osterbasteln ist auch schon gesorgt.“

Streichelzoo soll kindgerechter werden

Die zehn Mitarbeiter, die über das Programm Soziale Teilhabe, und jene 13, die als Euro-Jobber arbeiten bei der SDW Hainholz Pritzwalk arbeiten, sind seit einiger Zeit fleißig am Werkeln: „Wir zimmern und doktern an allen Stellen“, sagt die Geschäftsführerin. So seien vergangenes Jahr Dächer auf den Gebäuden in der Waldschule erneuert worden. „Und wir haben auch endlich eine Wasserleitung zum Streichelzoo bekommen, den es seit 1997 gibt“, berichtet Jach. Zu Jahresbeginn haben sich die Mitarbeiter die Beschilderung des Märchenpfades vorgenommen, die teils schon arg verblasst war.

Der Streichelzoo soll kindgerechter und attraktiver gestaltet werden. Hinzu kommen Reparatur- und Streicharbeiten. Der Betriebsleiter will den Tierbestand wieder aufstocken, der unter der alten Vereinsführung abgebaut worden sei. „Die Alpakas sind nicht mehr, das Pferd ist auch weg.“ Die Wildhuhnaufzuchtstation muss ebenfalls dringend saniert werden. Dort leben laut Jach neben etlichen anderen Hühnervögeln 200 Rebhühner, die zur Arterhaltung ausgewildert werden sollen. Zum Streichelzoo gehören freche Bergziegen, Hängebauchschweine, Waschbären, Schafe, eine Wildkatze, Meerschweinchen und einer griechischen Landschildkröte.

Auch praktische Hilfe ist willkommen

Mit Veranstaltungen versucht die SDW, das Angebot für die Pritz­walker zu bereichern. Nächster Termin ist der Tag des Waldes am 20. März. „Da laden wir wieder zu einer Försterwanderung mit Revierförster Olaf Bergmann ein“, kündigt Betriebsleiter Jach an. Um 14 Uhr startet die eineinhalbstündige Tour, bei der Bergmann Wissen rund um den Wald vermittelt. Danach soll es Gegrilltes sowie Kaffee und Kuchen geben. „Wenn genug Kinder da sind, machen wir auch Knüppelkuchen.“

Neben finanzieller Unterstützung ist laut Aßmann auch praktische Hilfe willkommen: „Wer möchte, kann beim Werkeln an den Anlagen helfen.“ Neue Mitglieder nimmt der Verein gern auf. Die nächsten Projekte sind laut Jach die Wege: „Wir müssen im Hainholz die Bänke und Papierkörbe erneuern und die Wanderwege herrichten.“

Informationen gibt es unter 03395/30 74 54.

Von Beate Vogel

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