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Prignitz Vereinsschau der Kleintierzüchter erfolgreich
Lokales Prignitz Vereinsschau der Kleintierzüchter erfolgreich
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00:17 03.11.2016
Einige Helle Großsilber erhielten die Note Vorzüglich. Quelle: Beate Vogel
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Pritzwalk

Stolz präsentiert Ben Giese im Vereinsheim des Kleintierzuchtvereins Pritzwalk und Umgebung Zwerg-Orpingtons blau-gesäumt: „Das hier sind meine“, sagt der Sechsjährige. Die kugeligen grauen Hühner leben zwar bei seinem Opa Wilfried Giese im Pritz­walker Ortsteil Sadenbeck, aber Ben ist der Eigentümer. Auch Chabos perlgrau hat Ben mitgebracht. Selbstredend ist er zur ersten Vereinsschau der Züchter im neuen Domizil auf dem Gelände der Gärtnerei Lüders aus Berlin in die Prignitz gereist. Ben ist das jüngste Mitglied im Verein, sein Opa seit fast 50 Jahren dabei.

Mehr Tiere als sonst in der Ausstellung

Insgesamt 429 Tiere konnten am Samstag und Sonntag bei der 97. Vereinsschau bestaunt werden. „Das sind sogar mehr, als wir sonst haben“, freut sich der Vereinsvorsitzende Hans-Gero Sperlich. Der Platz in der kleinen Halle war mehr als ausgereizt. Während die Tauben mit 235 Tieren den größten Anteil bestritten, machten die Kaninchen mit 44 Tieren die kleinste Sparte aus. Enten und Hühnervögel fanden sich mit 144 Tieren dazwischen.

Ben Giese ist der jüngste Züchter im Pritzwalker Verein. Er zeigt Zwerg-Orpingtons und Chabos. Quelle: Beate Vogel

Die Preisrichter waren laut Sperlich bereits am Donnerstag in der Halle. Das Ergebnis: 14 Tiere der verschiedensten Rassen erhielten die Bestnote „Vorzüglich“. Vereinsmeister 2016 wurden bei den Kaninchen Rüdiger Kurtz (Pritz­walk) mit Helle Großsilber, bei den Hühnern Fred Moock (Groß Langerwisch) einmal mit Zwerg New Hampshire und einmal mit Zwerg Barbefelder, bei den Tauben Hans-Gero Sperlich (Putlitz) mit Lockentauben rotschimmel, Fred Moock mit Texanern und Alwin Herrmann (Falkenhagen) mit Feldfarbentauben. Leistungspreise wurden ebenfalls vergeben: für Tauben an Brian Strauch (Putlitz), für Geflügel an Fred Moock und für Kaninchen an Burkhard Kundoch (Wittstock).

Erstmals gab es bei der Vereinsschau der Pritzwalker Züchter auch Großgeflügel, betonte Vereinschef Sperlich: Zwei Toulouse-Gänse aus Karstädt schnäbelten in einem der Käfige um die Wette. Und auch Puten aus Neustadt gehörten diesmal zur Ausstellung. Etwas ganz Besonderes waren wiederum eher kleine Vögel. Die Felsentauben, die laut Sperlich heute noch im Mittelmeerraum leben, sind die Urform aller Zuchttauben.

Dynamik und Zusammenhalt wurden gestärkt

Dass es an Publikum mangeln könnte, mussten die Züchter nicht befürchten. Zumal das neue Vereinsheim beste Bedingungen bietet, wie Sperlich versichert: „Wir haben fast mehr Publikumsverkehr als am alten Standort im Gewerbegebiet.“ Viele Gäste nutzen den Tag auch gleich für einen Besuch in der Gärtnerei. Zur Erinnerung: Das Vereinsheim im TAC-Gebäude war vor gut einem Jahr zum großen Teil Opfer eines Brandes geworden. Die Gärtnerei Lüders hatte dann zu Jahresbeginn Räume zur Verfügung gestellt, die die Kleintierzüchter in etliche Arbeitseinsätzen nach und nach herrichteten. Im Juni wurde Eröffnung feiert. Die Vereinsmitglieder verfügen nun über einen Versammlungsraum, neue Sanitäreinrichtungen und nicht zuletzt die Ausstellungshalle. Die Neustädter Züchter, deren Verein sich aufgelöst hatte, unterstützten die Pritzwalker mit den vereinseigenen Käfigen. „Unsere waren ja bei dem Brand völlig weggeschmolzen“, erinnert sich Sperlich. Er sieht die 97. Vereinsschau als „absoluten Erfolg“. Zumal durch die Ereignisse die Dynamik und der Zusammenhalt unter den rund 50 Mitgliedern enorm gestärkt worden seien.

Ruhe kehrt im Zuchtjahr aber erst in ein paar Wochen ein: Nach der Prignitzer Rassegeflügelschau vor zwei Wochen in Wittenberge steht Mitte November die Landesverbandsschau der Rassegeflügelzüchter in Paaren/Glien im Kalender. Am letzten Novemberwochenende nehmen die Prignitzer an der VDT-Schau (Verband Deutscher Taubenzüchter) in Erfurt teil. Und am ersten Dezemberwochenende treffen sich Tausende Züchter zur Bundesschau in Leipzig.

Von Beate Vogel

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