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Verfahren gegen mutmaßliche Müllsünder ausgesetzt

Prignitz Verfahren gegen mutmaßliche Müllsünder ausgesetzt

Die beiden Angeklagten stehen seit dem 23. September vor dem Landgericht Neuruppin. Sie sollen zwischen 2007 und 2010 mit ihrem damaligen Chef mehr als 45 000 Kubikmeter Bauabbruchmischabfälle ohne Genehmigung in Kiessandtagebauen in Groß Buchholz und Groß Pankow abgelagert haben. Das Verfahren wurde ausgesetzt. Am 2. Dezember wird neu verhandelt.

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Ab dem 2. Dezember wird der Prozess um zwei mutmaßliche Müllsünder aus der Prignitz neu gestartet.

Quelle: dpa

Karstädt. Eigentlich sollte sich ein Trio vor dem Landgericht Neuruppin verantworten. Unerlaubter Umgang mit Abfällen in den Jahren 2007  bis 2010 brachte sie vor den Richter: Martin Schmidt, den alleinigen Gesellschafter und Geschäftsführer der Schmidt Kieswerke und seine Mitarbeiter Dominik B. und Thomas W.

Große Mengen umweltschädlicher Stoffe abgekippt

Sie sollen mehr als 45 000 Kubikmeter Bauabbruchmischabfälle wie unter anderen Teerpappe und Asbest ohne Genehmigung in Kiessandtagebauen in Groß Pankow und Groß Buchholz abgekippt, planiert und mit Sand zugedeckt haben.

Das Verfahren gegen Martin Schmidt wurde abgetrennt, weil er auf nicht absehbare Zeit verhandlungsunfähig ist. Am Dienstag meldete sich Dominik B. krank.

Angeklagter willigt nicht in Deal ein

Auf den Vorschlag des Verteidigers von Thomas W., Jörg-Klaus Baumgart, das Verfahren gegen seinen Mandanten ebenfalls abzutrennen, ging das Gericht nicht ein. Dafür wollte Baumgart die goldenen Brücke, die das Gericht den beiden Angeklagten am ersten Verhandlungstag gebaut hatte, nicht gehen. Die Richter hatten erklärt, dass sie sich zu bewährungsfähigen Freiheitsstrafen im Bereich von einem Jahr bereit erklären könnten, wenn die Angeklagten ein Geständnis ablegten. Während Dominik B. sich am ersten Verhandlungstag diesem Vorschlag sich gegenüber offen zeigte, hatte sich der 41-jährige Thomas W. aus Karstädt Bedenkzeit ausgebeten. Am Dienstag sprach er sich dagegen aus. „Das Modell ist für uns nicht tragbar“, sagte Verteidiger Baumgart. Er will den Sachverhalt im Prozess aufgeklärt sehen. Offensichtlich mit dem Ziel, die Unschuld von Thomas W. zu beweisen. „Es ist ein Angebot, das man annehmen oder ablehnen kann“, sagte Richter Lechtermann. Thomas W. entschied sich für Letzteres.

Wegen Terminproblemen wurde Prozess ausgesetzt

Baumgart kündigte eine Einlassung seines Mandanten an. „Die ist aber nicht im Sinne der Anklage.“Dazu kam es am Dienstag nicht. Nun stehen den beiden Angeklagten etliche Verhandlungstage bevor – und ein Neubeginn des Prozesses. Denn in der gesetzlich vorgeschriebenen Frist fanden Gericht und Verteidigung urlaubsbedingt keine übereinstimmenden Termine. „Ich will das Verfahren nicht auf die lange Bank schieben“, sagte Lechtermann.

Nun wird das Verfahren am 2. Dezember neu gestartet.

Von Dagmar Simons

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