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Veritas-Park für 1,6 Millionen versteigert

Wittenberge Veritas-Park für 1,6 Millionen versteigert

Der Veritas-Park in Wittenberge hat ein neuen Besitzer. Das 17 Hektar große Industriegelände mit dem markanten Uhre­n­turm ging bei einer Zwangs­versteigerung am Amtsgericht Neuruppin für 1,6 Millionen Euro an ein Leipziger Immobilienunternehmen. Was der neue Besitzer mit dem einstigen Singer-Nähmaschinenwerk vorhat, ist nicht bekannt.

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Der Veritas-Park in Wittenberge kam für 1,6 Millionen Euro unter den Hammer.

Quelle: Andreas König

Wittenberge. Der Veritas-Park, das Gelände des einstigen Nähmaschinenwerks in Wittenberge, ist unter den Hammer gekommen. Das rund 17 Hektar große Areal wurde samt der darauf befindlichen Gebäude am Amtsgericht Neuruppin versteigert. „Es gab zwei Bieter“, berichtete die Pressesprecherin des Amtsgerichtes Mirjam Weiß. Der Verkehrswert und damit das Mindestgebot sei auf 230 000 Euro festgelegt worden. „Letztlich erhielt der Meistbieter für 1,6 Millionen Euro den Zuschlag“, sagte die Richterin. Bei dem Gewinner der Zwangsversteigerung handele es sich um ein Leipziger Immobilienunternehmen, hieß es weiter. Was der Käufer mit seiner Neuerwerbung vorhat, wusste beim Amtsgericht Neuruppin niemand zu sagen.

Der Veritas-Park beherbergt gegenwärtig 38 Unternehmen mit rund 400 Mitarbeitern, wie Verwalter Ralf von Hagen sagte. Das Gelände und die darauf befindlichen Gebäude gehörte einst dem amerikanischen Singer-Konzern, der in Wittenberge Nähmaschinen produzieren ließ. Zu DDR-Zeiten wurde das Werk verstaatlicht und in VEB Veritas umbenannt. Zu Spitzenzeiten arbeiteten dort rund 3000 Menschen. 1991 wurde das Werk wie die anderen beiden großen Betriebe Zellwolle und Ölmühle abgewickelt. In jenem Jahr gingen in Wittenberge etwa 6000 Arbeitsplätze verloren. Der Veritas-Park wurde weiter gewerblich genutzt. 1999 fand die erste Zwangsversteigerung statt, 2004 eine weitere.l Das jetzt beendete Verfahren begann 2015. Eine Besonderheit des Werks ist die Architektur: Die Gebäude sind nach amerikanischen Maßen erbaut worden. Alleinstellungsmerkmal ist der 1928/29 errichtete Uhrenturm. Mit seinen 49,40 Meter gilt er als höchster Uhrenturm Kontinentaleuropas. Als Landmarke ist er weithin sichtbar. Derzeit wird darin eine Ausstellung zur Geschichte des Nähmaschinenwerkes gezeigt. Die Stadt darf ihn unentgeltlich nutzen. Der Turm ist, wie alle anderen Gebäude im Veritas-Park auch, Bestandteil der Immobilie, die zwangsversteigert wurde. Beobachter gehen davon aus, dass die Regelung auch unter dem neuen Eigentümer beibehalten wird.

Von Andreas König

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