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Verletzter Storch bei Premslin gefunden

Windrad durchtrennt Adebars Beine Verletzter Storch bei Premslin gefunden

Schon wieder hat es in der Prignitz einen Storch erwischt. Nachdem vor einigen Tagen einem Storch von einem Windrad der Schnabel abgetrennt worden war, kam am Donnerstag erneut ein verletztes Tier in die Wildtierauffangstation von Angie und Uwe Löblich in Struck (Amt Meyenburg). Beide Beine waren durchtrennt.

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Die Verletzungen des Storchs waren zu schwerwiegend.

Quelle: Löblich

Premslin. Die Befürchtungen von Angie und Uwe Löblich haben sich bestätigt. Die beiden Betreiber der Wildtierauffangstation in Struck (Amt Meyenburg) hatten Angst, dass die Ernte auf Feldern unter Windräder weitere Störche verletzten oder gar töten könnte. Da die Tiere dort nach Nahrung suchen, sind sie sehr gefährdet. Am Donnerstag erhielten sie dafür die grausame Bestätigung.

Ein junger Mann, der im Windpark Premslin ein Windrad mit seinem Kollegen wartete, rief die Löblichs in ihrer Tierauffangstation an und berichtete, dass auf einem Feld mitten im Windpark ein Storch liegt, vermutlich mit gebrochenen Beinen, die merkwürdig verdreht sind. Als die beiden Tierschützer dort ankamen, bot sich ein Bild des Jammers, wie sie sagen. Ein beringter Altstorch versuchte robbend auf dem Bauch vor ihnen zu fliehen. Beide Beine waren gebrochen, die Knochen standen heraus. „Alles wurde nur noch von der Haut an den Beinen zusammengehalten“, beschreibt Angie Löblich den erschütternden Anblick. Der untere Teil der Beine war regelrecht durchtrennt. Der Storch lag mittig zwischen drei Windrädern. Die Vermutung liege nahe, sagt Angie Löblich, dass er sich seine Verletzungen an dem circa 100 Meter entfernten Windrad zugezogen habe. Unter den Windrädern in dem Windpark werden derzeit die Felder abgeerntet, Greifvögel und Störche sind sehr aktiv auf Futtersuche. Der verletzte Storch lag auf einem abgeernteten Feld. Den Löblichs blieb wieder einmal nichts anderes übrig, als in die Tierklinik zu fahren, um den Storch von seinen Qualen erlösen zu lassen.

Innerhalb von nur einer Woche ist dies der zweite Fall dieser Art. „Hier kann man nichts mehr schön reden oder verharmlosen. Wir befinden uns inmitten eines großen Artensterbens weltweit“, sagt Uwe Löblich. Jeder rege sich darüber auf, dass auf Malta Vögel während des Vogelzugs abgeschossen werden. Dabei brauche man aber eigentlich nur vor die eigene Haustür treten und sieht dem Tod für viele Vögel direkt ins Auge.

Von MAZonline

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