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Prignitz Verrücktester Bayern-Fan ist Brandenburger
Lokales Prignitz Verrücktester Bayern-Fan ist Brandenburger
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06:31 12.01.2018
Der Pritzwalker Tony Daugals war beim Trainingslager des FC Bayern in Doha dabei und traf dabei alle Stars persönlich. Nach seinem Vorbild Arjen Robben (r.) hat er sich jetzt den zweiten Vornamen Arjen zugelegt. Quelle: privat
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Pritzwalk

Tony Daugals trägt tatsächlich seit einiger Zeit offiziell den zweiten Vornamen Arjen. Warum, das liegt nahe: Das Idol des gebürtigen Pritzwalkers heißt Arjen Robben und spielt beim FC Bayern München höchst erfolgreich Fußball. Jetzt hatte sein größter Fan, die Gelegenheit dem Niederländer einmal persönlich den Eintrag im Personalausweis zu zeigen – in Doha, der Hauptstadt von Katar, beim Winter-Trainingslager des FC Bayern. „Er hat gesagt, dass er davon schon gehört hat“, erzählt Tony Daugals, „er hat gelacht und sich gefreut. Das war ein schöner Moment.“

Es war das zweite Mal, dass der 25-jährige Pritzwalker in Doha dabei war. „Vergangenes Jahr bin ich durch einen Freund dazu gekommen“, berichtet er,, „jetzt war die Chance wieder da und ich habe sie genutzt.“ Vom 2. bis 7. Januar war er in Katar. Schon auf dem Hinflug saß er von München an in der gleichen Maschine wie die Fußballstars. Die sind im Flieger zwar abgeschottet, doch beim Einchecken kam Daugals schon mit dem ein oder anderen ins Gespräch, etwa dem Jungprofi Marco Friedl, mit dem er sich über das Dart-WM-Finale unterhielt.

Später beim Rückflug saß er drei oder vier Plätze neben Jupp Heynckes, als ihm plötzlich jemand von hinten an die neue Frisur fasste: Profi Rafinha, ebenso gerade frisch blondiert, schien sie zu gefallen, und Kollege Arturo Vidal machte direkt einen Schnappschuss davon, der prompt online ging.

Daugals traf auch den Kolumbianer James. Quelle: privat

Dazwischen lagen fünf interessante Tage immer in Reichweite der Stars, aber auch auf den Spuren des WM-Austragungsortes 2022. Im Al Bidda Tower in Doha konnten die Fans der Bayern eine Ausstellung über die Vorbereitungen zu der umstrittenen Fußballweltmeisterschaft in Katar besichtigen. Daugals kennt all die Kritikpunkte und setzt sich mit ihnen auseinander, glaubt aber aus eigener Anschauung trotzdem, dass eine Winter-WM in dem Land funktionieren kann – wie nachhaltig letztlich ein solches Ereignis sein wird, ist auch für ihn aber eine ganz andere Frage. Immerhin ist das Al Khalifa-Stadion als einzige Spielstätte bereits fertig und mit seinem Umfeld auch schick geworden.

Ein weiterer Höhepunkt, der den Fans vom FC Bayern sogar organisiert wurde, war ein Fußballspiel mit der spanischen Fußball-Legende Xavi. Der kickt mittlerweile in Katar und ist dort auch WM-Botschafter. „Ich hatte ihn letztes Jahr hier schon spielen sehen und diesmal getroffen. Das ist ein Super-Typ“, schwärmt Tony Daugals. „Wir haben sechs gegen sechs gespielt“, erzählt er weiter. Dabei blitzte die fußballerische Klasse des Welt- und Europameisters auf. „Wahnsinn, was da für Pässe kommen“, staunte Daugals nicht schlecht beim gemeinsamen Kick.

Ein Match mit Xavi (l.) – davon träumen viele – für Tony Daugals wurde es Wirklichkeit, und er war begeistert von der fußballerischen Klasse der „Passmaschine“. Quelle: privat

Tony Daugals ist fußballverrückt, so sehr, dass er am liebsten auch im Fußball-Business arbeiten würde. Derzeit durchläuft er noch eine schulische Ausbildung im Sport- und Eventmanagement in Hannover und absolviert Praktika bei Vereinen, zuletzt in Baden-Württemberg beim SV Vimbuch in der Nähe von Baden-Baden, und demnächst ab dem 1. Februar für drei Monate beim SFC Swakopmund in Namibia. Vor allem aber ist Daugals Fan des FC Bayern München. Hatte er schon in Pritzwalk den Bayern-Fanklub mitgegründet, so tat er das Gleiche noch einmal in Hannover, als er seine Ausbildung dort antrat. Für die Pritzwalker macht er immer noch Öffentlichkeitsarbeit, vor allem in den Social Media. Und er trägt Pritzwalk in die Welt hinaus: Bei jedem Training des FC Bayern in Doha prangte hinter einem Tor eine riesiges Banner des Pritzwalker Bayern-Fanklubs.

Im Dezember hatte er in der „Erlebniswelt“ in der Münchner Allianz-Arena die Gelegenheit, Einsicht zu nehmen in dort nicht ausgestellte, aber archivierte Unterlagen über Franz John, den aus Pritzwalk stammenden Gründungspräsidenten des FC Bayern. Unter anderem las er einen Schriftwechsel zwischen John und dem späteren Bayern-Präsidenten Kurt Landauer. Daraus ging für ihn vor, dass zu Lebzeiten der Kontakt zwischen dem Verein und dem nach seiner Münchner Zeit in Berlin-Pankow lebenden John nie ganz abgerissen ist. Den regelmäßigen Einladungen zu Vereinsversammlungen konnte John aber aufgrund seines Gesundheitszustands nicht nachkommen.

Der Pritzwalker Tony Daugals war beim Trainingslager des FC Bayern in Doha dabei und traf dabei alle Stars persönlich. Quelle: privat

Heute ist er bereits wieder unterwegs nach München, um am Wochenende dort bei Spielen der A-Junioren und der Frauen-Bundesligamannschaft dabei zu sein. Darüber hinaus hat er eine Einladung von Siemens bekommen – weil er ein Bild von sich neben der Gedenkplakette an die Gründung des FC Bayern gepostet hat, die sich auf Siemens-Gelände befindet. Und weil er vor dem Praktikum in Namibia jetzt gerade Zeit hat, wird er in der kommenden Woche auch dabei sein, wenn Arjen Robben und Co. gegen Werder Bremen antreten. „Schließlich bin ich die nächsten drei Monate nicht dabei“, sagt er.

Von Bernd Atzenroth

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