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Prignitz Viel Ärger nach Unfall mit Pferd
Lokales Prignitz Viel Ärger nach Unfall mit Pferd
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17:47 26.02.2018
Ricarda Leonhardt aus Vehlow ist überzeugt: Nicht nur sie selbst, auch die anderen Pferde auf ihrem Hof trauern um die verunglückte Stute. Quelle: Alexander Beckmann
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Vehlow

Für Ricarda Leonhardt in Vehlow ist der Mittwoch vergangener Woche eine Tragödie: Bei einem Verkehrsunfall wurde eines ihrer Pferde so schwer verletzt, dass es nicht überlebte.

Am frühen Abend, etwa um 17.15 Uhr, war die 34-jährige Vehlowerin mit ihrer dreijährigen Stute am Halfter an der Straße in Richtung Wutike auf dem Heimweg. „Man kann nicht anders, als da an der Straße entlang zu gehen“, sagt die Pferdehalterin, die ihre Stute extra mit Reflektoren und einer Warndecke ausgestattet hatte.

Die dreijährige Stute wurde ganz in der Nähe des heimatlichen Hofes von einem Auto erfasst. Quelle: privat

Der Fahrer eines entgegenkommenden Kleinwagens erkannte das Paar von Mensch und Tier trotzdem zu spät und stieß mit dem Pferd zusammen. „Ich hatte noch Glück, dass mich das Auto nicht erwischt hat. Das ging alles so schnell. Ich hatte gar keine Chance zu reagieren.“

Ricarda Leonhardt wurde bei dem Unfall an der Hand verletzt, mit der sie den Führstrick hielt. Das Pferd ergriff trotz seiner schweren Verletzungen die Flucht und kam noch ein Stück weit. Ricarda Leonhardt machte sich an die Verfolgung.

Ein Tierarzt schläferte das verletzte Tier ein

Die Fahrerin eines anderen Autos hatte den Unfall beobachtet. Sie hielt an, leistete Hilfe und alarmierte die Polizei. Auch ein Tierarzt aus Pritzwalk wurde herbeigerufen. Er traf etwa 20 Minuten später am Unfallort ein. Dem Pferd konnte er nur noch helfen, indem er es einschläferte.

Der Streifenwagen der Polizei brauchte nach Aussage der Pferdehalterin rund eine Stunde bis Vehlow. Inzwischen war die andere Autofahrerin als Zeugin des Unfalls nicht mehr am Ort. „Sie hat sehr lange gewartet, musste dann aber wegen ihres Babys weiter“, erzählt Ricarda Leonhardt.

Die Polizei war vor Ort

Die Beamten begutachteten den Unfallort, befragten die Beteiligten und einige Anwohner, die sich inzwischen eingefunden hatten. „Die Polizisten haben mir noch gesagt, dass ich mich nicht falsch verhalten habe“, erinnert sich die Pferdebesitzerin.

Im Bericht, den die Polizei später an die Presse weiterleitete, war allerdings vom Unfall mit einem „freilaufenden“ Pferd die Rede. Für Ricarda Leonhardt war das der nächste Schock. Denn es würde bedeuten, dass sie ihre Aufsichtspflicht für das Tier vernachlässigt hatte. „Wir haben jetzt einen Rechtsanwalt eingeschaltet. Es geht ja auch um die Regulierung des Schadens.“ Die Polizei bezifferte den mit immerhin rund 10 000 Euro. „Ich bin mir keiner Schuld bewusst“, betont die Vehlowerin.

Pferdehalterin will sich für Tempo 50 einsetzen

Bei der Polizeidirektion in Neuruppin geht man inzwischen davon aus, dass der Unfall sich tatsächlich so ereignete, wie von der Pferdehalterin beschrieben. Die Hauptschuld komme wohl eher dem Autofahrer zu. Aus Sicht der Polizei ist die Unfallaufnahme aber so oder so abgeschlossen.

Ricarda Leonhardt wird sehen müssen, wie es weitergeht. Auf jeden Fall lässt ihr die Gefahr an der Straße keine Ruhe. Die erlaubten 70 Stundenkilometer hält sie in dem Bereich mit seinen vereinzelten Gehöften kurz vorm Ortseingang für eindeutig zu viel. Sie will sich für Tempo 50 stark machen und dafür Mitstreiter suchen.

Von Alexander Beckmann

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