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Viel los im Waldlehrpark Groß Woltersdorf

Zeitreise und Theatertag Viel los im Waldlehrpark Groß Woltersdorf

Gleich zwei Höhepunkte stehen im Waldlehrpark Groß Woltersdorf an: Am 7. Juni wird auf der und um die dortige Freilichtbühne der 7. Prignitzer Theatertag stattfinden. Fünf Schulen mit insgesamt 240 Akteuren machen mit. Abends gibt es Kriminaltheater. Bereits am 28. Mai können große und kleine Gäste auf den Spuren der Vorfahren wandeln, beim Zeitreisetag.

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Ziehen einen selbstgebauten, der Bronzezeit nachempfundenen Pflug (v. l.: Kamilla Brochwitz, Klaus Abraham und Axel Übländer.

Quelle: Andreas König

Groß Woltersdorf. Wie ein Amphitheater liegt die Freilichtbühne mit den etwa 400 Sitzplätzen in der Maisonne. Noch ist die Bühne leer, aber dass soll sich spätestens zum 7. Prignitzer Theatertag ändern. Zu dem Spektakel laden der Wahrberge-Vereine, die Gemeinde Groß Pankow, der Landkreis Prignitz und das Christliche Jugenddorfwerk (CJD) Berlin-Brandenburg für den 8. Juni auf das Gelände des Waldlehrparks Groß Woltersdorf ein. Der Groß Pankower Bauamtsleiter und Vorsitzende des Wahrberge-Vereins, Halldor Lugowski, Marcel Michael vom CJD aus Hoppenrade sowie Revierförster Bodo Wichura stellten am Montag das Programm des Theatertages vor. „Fünf Schulen aus der gesamten Prignitz werden zwischen 9 und 14 Uhr eigene Stücke aufführen“, erläutert Marcel Michael.

Werben für den 7

Werben für den 7. Prignitzer Theatertag im Waldlehrpark Groß Woltersdorf (v.l.): Halldor Lugwoski, Marcel Michael und Bodo Wichura.

Quelle: Andreas König

Mit dabei sind die Jahn-Grundschule aus Pritzwalk, die Juri-Gagarin-Grundschule aus Groß Pankow, die Christophorusschule des CJD aus Hoppenrade, die Jahn-Grundschule gemeinsam mit dem SOS-Kinderdorf aus Wittenberge sowie die Elbtal-Grundschule aus Bad Wilsnack. Insgesamt 240 Mitwirkende bestreiten das Programm. „Jede Schule zeigt ein etwa 20-minütiges Stück, das ist kurz und knackig“. sagt Revierförster Bodo Wichura. Eine Jury wird die einzelnen Aspekte des Spiels bewerten. Darin sitzt unter anderem der Pritzwalker Lehrer Peter Sturm, der am Gymnasium darstellendes Spiel unterrichtet. „Gekürt werden das beste Stück, die besten Darsteller, die beste Musik und die besten Kostüme“, erklärt Bodo Wichura. In den jeweiligen Kategorien gibt es dann Preise zu gewinnen. Inklusive der Akteure haben sich bisher 500 Zuschauer – vorwiegend aus Schulen – angemeldet, berichtet Marcel Michael.

Improvisieren macht das Theater noch spannender

Gegen Mittag tritt Improvisationskünstlerin Chady Seubert sowie das Clownsduo Tacki und Noisly in Aktion. Sie bieten Improvisationstheater, Gesang, Clownerie und Jonglage, Tanz sowie Kinderschminken an. Nach einer Pause geht es um 18 Uhr weiter. „Gegrilltes satt“ heißt es ab 18 Uhr, dazu wird ein Salatbuffet bereitstehen . Ab 19.30 Uhr wird es spannend, wenn das Vogelfrei-Theater zur „Crime-Time“ einlädt. Auf der Freilichtbühne ist dann ein Kriminalstück zu sehen, das ebenfalls als Improvisationstheater angelegt ist. „Das soll ein toller Tag für Kinder und Erwachsene aus der Prignitz und darüber hinaus werden“, sagt Halldor Lugowski. Gefördert wird das Theatervorhaben unter anderem von der Gemeinde Groß Pankow, die zu diesem Zweck auf das Kreisausgleichsbudget zurückgreift.

Viel los sein dürfte auch 28. Mai. Der Wahrberge-Verein lädt zum Prignitzer Zeitreisetag ein. „Das Thema ist die Bronzezeit“, sagt Halldor Lugwoski. Auf einem Mitmachparcours mit sieben Stationen können große wie kleine Besucher auf den Spuren jener Vorfahren wandeln, die in der Zeit von etwa 2200 bis 800 Jahre vor Christus lebten. „Am Eingang bekommen die Kleinen einen Stock, und für jede Station, die sie absolvieren erhalten sie eine Kerbe in das Holz“, sagt der Vereinsvorsitzende. Wer alle Stationen absolviert, bekommt zum Schluss einen Tontaler als Erinnerung. Die Teilnehmern können sich im Bogenschießen versuchen, frühzeitlichen Ackerbau treiben, Schmuck und Kleidung herstellen oder Bronze gießen. Ein Fachvortrag zum Seddiner Königsgrab soll interessierten Besuchern die Bronzezeit näherbringen.

Feldarbeit wie zur Bronzezeit

Für die hungrigen Zeitreisenden gibt es Schwein am Spieß, Knüppelteig, Köstliches aus dem Suppenkessel, dazu Fisch, Krustenbraten und Kuchen. Das weitläufige Gelände des Waldlehrparks Groß Woltersdorf bietet genügend Raum für die Stationen, für Spiel und Spaß. Damit kleine und große Besucher einen Eindruck davon bekommen, welche Alltags- und anderen Gegenstände die bronzezeitlichen Menschen benutzten, werden Vitrinen auf dem Gelände aufgestellt. Das Stadt- und Regionalmuseum Perleberg sowie das Stadt- und Brauereimuseum werden originale Ausstellungsstücke und Kopien mitbringen, um sie dem interessierten Publikum zu zeigen und zu erklären. Einen hölzernen Pflug, wie er vor tausenden Jahren möglicherweise benutzt wurde, haben Kamilla Brochwitz, Axel Übländer und Klaus Abraham vom Wahrberge-Verein in vier Tagen Arbeit selbst angefertigt. Zur Veranschaulichung zogen sie mit dem Gerät eine Furche in den Boden.

Von Andreas König

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