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Prignitz Viele Groß Pankower sind Stammspender
Lokales Prignitz Viele Groß Pankower sind Stammspender
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00:17 28.03.2016
Sabine Kadasch (r.) spendet zum 22. Mal. Schwester Katja Thiemann betreut die Spender. Quelle: Fotos (2): Andreas König
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Groß Pankow

Es läuft wie ein Uhrwerk im Groß Pankower Rathaus. Die Spendenwilligen lassen sich registrieren, füllen ihre Fragebögen aus, gehen zur ärztlichen Untersuchung und dürfen sich dann auf einer der Liegen ausstrecken. Sie alle spenden Blut. Das Team vom DRK-Blutspendeteam aus Neuruppin war schon sehr oft in Groß Pankow, kennt viele Bürger persönlich. Die wiederum sind selbst zu einem guten Teil erfahren Spender. Siegfried Buls zum Beispiel war am Donnerstag zum mittlerweile 69. Mal Blut spenden. „Angefangen habe ich bereist als Student in Weimar“, erzählt Siegfried Buls, als er sich nach geleisteter Spende mit einem Imbiss stärkt. Enkeltochter Sumer Immenroth sitzt neben ihm. Das Mädchen geht in die 3. Klasse und wohnt eigentlich in der Nähe von Hannover. jetzt aber ist sie angetan von den technischen Apparaten, den bunten Ostereiern und ansprechend zubereiteten Brötchen auf dem Tisch und von ihrem Stoffhund Brutus, der seit gestern nicht mehr von ihre Seite weicht. Blut spenden so wie ihr Opa, das möchte Summer auch gern, aber da muss sie noch ein paar Jahre warten.

„Blutspenden dürfen erst ab 18 Jahren geleistet werden“, sagt Schwester Katja Thiemann. Sie hat im Spendenzimmer den Hut auf, erledigt alle Handgriffe mit großer Routine und hat immer einen aufmunternden Spruch parat. „Vielleicht ist das kein so günstiger Termin kurz vor Ostern“, meint sie in wenig skeptisch, doch auf die Groß Pankower ist Verlass. Viele von ihnen sind regelrechte Stammgäste. So wie Sabine Kadasch aus Langnow. Sie ist zum mittlerweile 22. Mal zur Blutspende in Groß Pankow. Ruhig und gleichmäßig knetet sie einen roten Gummiball, das befördert den lebensrettenden Saft gleichmäßiger in die dafür vorgesehnen Kunststoffbeutel.

Das Blut aus Groß Pankow hat noch eine weite Reise vor sich. Verarbeitet wird es in Dresden““, sagt Katja Thiemann. Als Blutkonserve darf es erst eingesetzt werden, wenn es die Laborfreigabe hat. Die Untersuchungen der Blutproben, die parallel zur Spende genommen werden, finden in Cottbus, Plauen oder in Frankfurt am Main statt. Dank der elektronischen Nachverfolgbarkeit wissen die Mitarbeiter jederzeit, welches Blut von wem stammt. Dennoch gelten Sicherheitsvorschriften. „Es gibt Krankheiten, nach denen erst vier Monate gewartet werden muss, ehe die Freigabe kommt“, sagt Katja Thiemann. Eine ähnlich lange Karenzzeit gilt nach schweren Operationen. Wenn dann alles gut ist, werden die Blutkonserven eingesetzt, um Menschen zu helfen.

„Früher gab es ja sogar Geld für die Spenden“, erinnert sich Siegfried Buls . „Aber das war nie meine Motivation. Dass es jetzt Karten für die Therme in Bad Wilsnack gibt, nimm er hingegen gern an.

Von Andreas König

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