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Vize-Superintendenten gewählt

Wittenberge Vize-Superintendenten gewählt

82 Gesandte aus den einzelnen Gemeinden wählten am Sonnabend zwei Stellvertreter für die neue Superintendentin des Kirchenkreises Prignitz. Die Pfarrer Daniel Feldmann aus Kyritz und Alexander Bothe aus Wusterhausen werden gemeinsam mit Eva-Maria Menard die Geschicke des Kirchenkreises lenken.

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Die gewählten stellvertretenden Superintendenten Daniel Feldmann und Alexander Bothe (v. l.) beglückwünschte Präses Christian Hirsch mit einem Blumenstrauß.

Quelle: Jens Wegner

Wittenberge. Am Sonnabend fand die Frühjahrstagung der Kreissynode des Kirchenkreises Prignitz im Evangelischen Gemeindehaus in Wittenberge statt. Auf der Tagesordnung standen unter anderem die Wahl der stellvertretenden Superintendenten, das Klimaschutzprogramm der Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (Ekbo) und die Umweltarbeit im Kirchenkreis.

Die Synode begann mit einer Andacht von Pfarrer Lars Haake aus Sieversdorf (Amt Neustadt/Dosse). In seiner Reede erinnerte er an mutige Umweltaktivisten in der ehemaligen DDR, die die kranken Wälder im Erzgebirge fotografierten. In der Kirche fanden sie einen geschützten Raum. Auch erinnerte er an die Aktion „Schwerter zu Pflugscharen”. „Viele hatten einen Aufnäher an ihrer Jeans-Jacke. Ich hatte keine Jeans-Jacke, aber einen Aufnäher an der Tasche”, sagte er. Dann kam die politische Wende. „Plötzlich gab es mein Land nicht mehr. Die Kirche war eine andere. Der Umwelt im Erzgebirge geht es wieder besser. Woanders gibt es aber noch viel zu tun. Frieden und Gerechtigkeit haben wir heute noch nicht”, sagte er.

Kirche will Energie sparen

Die Kirche habe mit Ökostrom-Anbietern einen ökologischen und zugleich preiswerten Tarif ausgehandelt, den er vorstellte. „Das ist ein Anfang. Aber wie wäre es, wenn wir in Zusammenarbeit mit der Universität in Potsdam einen schienengebundenen Rufbus entwickeln. Denken Sie groß, liebe Synodalen! Sie sind genau die Richtigen”, rief er sie auf.

Für die Wahl der stellvertretenden Superintendenten schlug Superintendentin Eva-Maria Menard zwei Stellvertreter vor. „Ich möchte gern im Team arbeiten”, begründete sie ihre Entscheidung. „Das ist das beste für den neu geschaffenen Kirchenkreis.” Zur Wahl stellten sich die Pfarrer Alexander Bothe und Daniel Feldmann. Bothe stammt aus Wusterhausen und bekleidet seit 2005 das Amt des stellvertretenden Superintendenten. „Das hat mir Freude gemacht. Ich habe Erfahrungen gesammelt und bin bereit, die gewonnenen Kenntnisse einzubringen in die zukünftige Arbeit im Kirchenkreis.” Feldmann ist seit 2010 in den Kirchenkreisen der Prignitz tätig. Sieben Jahre lang war er Pfarrer in Bad Wilsnack, derzeit in Kyritz. „Ich habe in dieser Zeit viele Prozesse begleitet und möchte meine Erfahrungen nun einbringen.” 71 Synodalen stimmten mit Ja für Alexander Guthke. Daniel Feldmann erhielt 67 Ja-Stimmen. Beide nahmen die Wahl an.

Einstimmig für Klima-Schutzprogramm

Pfarrer Hans-Georg Baaske sprach zudem über Möglichkeiten der Energieeinsparung in Kirchen. Dabei ging er auch auf die CO2-Emission ein. „Zur Bewahrung der Schöpfung müssen wir etwas tun.” So sollen in einem ersten Schritt bis 2020 etwa 15 Prozent des Energiebedarfs eingespart werden. „Das ist sehr ambitioniert aber auch realistisch. 1,8 Millionen Euro brauchen wir zur Umsetzung, etwa für die Installation von effektiveren Heizungen. 1,4 Millionen Euro an Heizkosten sparen wir dann in dieser Zeit ein.” Dem Beschlussentwurf zum Klimaschutz-Programm wurde einstimmig zugestimmt. Darin heißt es: Der Kirchenkreis Prignitz tritt für die Bewahrung der Schöpfung ein. Er bekennt sich zu den Klimazielen der Ekbo, wie diese auf der Frühjahrssynode 2017 beschlossen wurden.

Von Jens Wegner

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