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Prignitz Völlig neue Elterngeneration
Lokales Prignitz Völlig neue Elterngeneration
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00:21 09.02.2018
Ein Erfolg war 2017 das erste Familiensportfest, das Stadt und Netzwerk Kind über das Projekt „Demokratie leben" organisiert haben. Quelle: Beate Vogel
Meyenburg

Hand in Hand – das ist das Motto des Netzwerkes Kind für das Amt Meyenburg. Hand in Hand wollen künftig auch die Erzieherinnen der Kindertagesstätten in und um Meyenburg mit den Lehrerinnen und Lehrern der Geschwister-Scholl-Grundschule zusammenarbeiten. Netzwerkkoordinatorin Petra Hahn hatte als einen ersten Schritt dazu einen ersten Workshop organisiert. Das Thema lautete Mitte Januar: „Wie erreichen wir die Eltern?“.

Denn genau dies sei das A und O, um mit den Eltern eine gute Partnerschaft bilden zu können, „ohne dass sie das Gefühl haben, sie werden bevormundet“. „Oft nehmen wir ja erst Kontakt auf, wenn etwas vorgefallen ist“, beschreibt die Koordinatorin die Abläufe. „Davon müssen wir weg.“ Vielmehr sollte auch mit den Eltern eine Partnerschaft eingegangen werden. Das Netzwerk biete nämlich auch Kontaktmöglichkeiten, die Chance zur Mitgestaltung oder organisiert Veranstaltungen. „Und dafür müssen wir wissen, wie die heutige Elterngeneration eingestellt ist“, so Hahn.

Im Workshop in der Meyenburger Kita „Eichhörnchen“, den Referentin Katja Stephan von der Fachstelle für Kinder- und Jugendbeteiligung Brandenburg leitete, haben sich laut Hahn Kitapersonal und Lehrerinnen intensiv dazu ausgetauscht, wie junge Eltern heute „ticken“. Anhand der aktuellen Sinus-Studie, in der seit 40 Jahren der „Wertewandel und die Lebenswelten der Menschen“ erforscht werden, habe Referentin Stephan eine Orientierungshilfe gegeben. „Die Erkenntnis für uns ist, dass wir heute eine völlig andere Elterngeneration haben“, sagt die Koordinatorin. Diese erlaube ihren Kindern beispielsweise mehr Freiheiten und Individualität als Eltern vor 30 Jahren, tue alles, um den Nachwuchs glücklich zu machen. „Diese Unterschiede muss man bedenken.“

Schule und Kita sollten dabei als Partner auftreten. Beispiel: Wenn bei einem Kind am Vormittag in der Schule etwas vorgefallen ist, sollten die Hortbetreuerinnen das wissen. damit sie Reaktionen besser einordnen können. „Das ist ein Prozess, wir wollen gemeinsam diese Schritte gehen.“ Die Eltern würden merken, dass die Betreuer fachkompetent sind und Hand in Hand handeln. Mit den Fachkräften aus den Kitas im Amt und den Lehrerinnen der Grundschule soll ein zweiter Workshop vorbereitet werden.

Die Quintessenz aus dem Workshop sei, so Hahn, dass sich mit Beteiligung mehr Menschen erreichen lassen. „Unser nächster Schritt wäre nun, zu gucken, wie wir mit den Eltern einen solchen Workshop umsetzen können.“ Deren Mitgestaltung sei gefragt – ob nun im Förderverein der Kita „Eichhörnchen“, bei der Organisation von Veranstaltungen wie dem ersten Familiensportfest, das im vergangenen Herbst ein großer Erfolg war, oder bei der gemeinsamen Umsetzung von Projekten. „Die Eltern könnten ein solches Projekt – zum Beispiel eine Spielplatzgestaltung – von vorn bis hinten begleiten“, umschreibt die Netzwerk-Koordinatorin. Sie könnten also nicht nur mitbestimmen, sondern etwas bewegen.

Petra Hahn sieht die vielen Handlungsstränge als kleine Schritte: „Da ist ganz viel Entwicklungspotenzial drin.“ Es müsse aber viel begleitet werden. Ein Erfolg sei beispielsweise die Eltern-Baby-Gruppe, die sich inzwischen regelmäßig in den Räumen der Kita „Eichhörnchen“ trifft – einfach nur zum Reden. Auch die Prignitzer Elternschule, die über das Netzwerk regelmäßig nach Meyenburg kommt, werde genutzt. Die nächste Veranstaltung ist am 21. März geplant.

Das 2015 ins Leben gerufene Netzwerk Kind Meyenburg soll als Vermittler und unabhängige Anlaufstelle zwischen Eltern und Kinderbetreuern, dem Jugendamt oder anderen Institutionen auftreten. Koordinatorin Petra Hahn kann Kontakte herstellen, Tipps geben oder in Gesprächen vermitteln.

Von Beate Vogel

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