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Prignitz Vogelparade in der Elbtalaue
Lokales Prignitz Vogelparade in der Elbtalaue
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12:09 27.02.2018
Marion Korsch von der Lenzener Naturwacht (r.) zeigt eine Gruppe Silberreiher, Bläss- und Saatgänse, die sich in ­etwa 750 Metern Entfernung befinden. Quelle: Kerstin Beck
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Wustrow

Ein Ausflug zu Silberreihern, Bläss- und Saatgänsen: Vogelliebhaber aus Berlin, Potsdam und Rühstädt nahmen am Sonnabend an einer solchen Rangertour in der Elbtalaue teil – und zwar voller Tatendrang. Der Start dazu war an der Wustrower Löcknitzbrücke. Ob es ihnen denn etwas ausmachen würde, statt der angekündigten zwei Stunden vielleicht noch eine Stunde draufzulegen, fragte Rangerin Marion Korsch von der Lenzener Naturwacht die Anwesenden: Kein Problem, kommt einhellig die Antwort.

Die Rangerin ist erst seit knapp zwei Jahren in Lenzen tätig, zählt und kartiert die Brut- und Rastvögel im dortigen Bereich der Elbtal-aue. „Ich bin eigentlich eine Quereinsteigerin“, verrät die gelernte landwirtschaftlich-technische Assistentin, die vor zwei Jahren noch eine Desinfektionsprüfung abgelegt hat. „Doch für Vögel habe ich mich schon als Schülerin interessiert und habe damals bereits beim Nabu Lüneburg mitgeholfen, diese Tiere zu beobachten und zu kartieren“, sagte sie.

Verblüffend sind dann nicht nur die Kenntnisse, mit denen die Rangerin aufwarten kann, sondern auch ihre Beobachtungsgabe, die wohl einem Seeadler kaum etwas nachsteht. Und dieser – der erste des Tages – ist exakt 10.19 Uhr auch schon zu sehen, wie er in ein etwa ein Kilometer entferntes Wäldchen abdreht. Da hilft es nur, die beiden mitgebrachten Spektive erst einmal aufzustellen und auf die nächste Gelegenheit zu warten. „Das war ein junges Tier“, berichtet Marion Korsch, „das sieht man an seinem noch nicht voll ausgebildeten Schwanz.“

Hier stoßen Elbe und Löcknitz fast aufeinander

Doch der Herr der Lüfte lässt sich hier nicht noch einmal blicken, obwohl das Revier günstig ist: Die Gruppe befindet sich in dem bei Niedrigwasser wasserreichsten Gebiet der Lenzener Elbtalaue: Hier stoßen Elbe und Löcknitz wie an keiner anderen Stelle fast aufeinander, und mitten dazwischen gibt es dazu den Wustrower „Rottrang“, ein sagenumwobenes Brack, welches sich im Sommer als ein wahres Vogel-Eldorado erweist. Sogar eine Beutelmeise, deren Art in der Roten Liste der gefährdeten Arten geführt wird, soll hier leben, doch zu sehen ist das kleine, etwa zehn Zentimeter große Tierchen nicht. Stattdessen zeigt sich kurz ein Blaukehlchen. Und immerhin gibt es in diesem Gebiet ja an die 150 Vogelarten anzutreffen; nach wenigen Minuten werden überdies Graureiher und einige Kormorane sichtbar.

„Die Graureiher, die sogar mit 100 Paaren am Rudower See zu finden sind, brüten hier auch, und wir werden hier auf jeden Fall auch noch Silberreiher, Bläss- und Saatgänse sehen“, erklärt Marion Korsch.

Dann geht es den Deich hinauf, und bei einem herrlichen Blick ins Elbvorgelände, direkt in Richtung des gegenüberliegenden Schnackenburg (Niedersachsen), ist in etwa 750 Metern Entfernung wie bestellt der Clou des Tages zu sehen: eine Vogelparade mit besagten Silberreihern, Bläss- und Saatgänsen in einer Gruppe von 28 Tieren, und dazu sogar noch ein Fuchs. Denn: Besinnliche Weihnachten gibt es nur bei den Menschen.

Von Kerstin Beck

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