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Prignitz Volksfeststimmung im tiefen Wald
Lokales Prignitz Volksfeststimmung im tiefen Wald
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19:07 02.07.2017
Reinhard Bork und Reinhard Helm durchsägten den Stamm, der den Weg zum Aussichtsturm „Hohe Rast“ versperrte, durch. Quelle: Andreas König
Hohe Heide

Wenn immer von der innigen Verbindung der ehemaligen „Pkw“-Kreise Pritzwalk, Kyritz und Wittstock die Rede ist, muss sicher die Hohe Heide erwähnt werden. Die gleichnamige Forstbetriebsgemeinschaft (FBG), die vollständig „Hohe Heide/Prignitz“ heißt, feierte am Sonnabend ihr 25-jähriges Bestehen mit einem großen Waldfest. Hunderte Waldbesitzer nahmen, teilweise mit der ganzen Familie, an dem Treffen unterm Nadel- und Blätterdach teil.

Bei ihrer Gründung vor 25 Jahren hatten sich lediglich ein paar Waldbesitzer aus dem Bereich Blumenthal, Blandikow und Heiligengrabe zusammengeschlossen, um ihre Waldgebiete gemeinsam bewirtschaften zu lassen. Inzwischen gehören der Forstbetriebsgemeinschaft 411 Mitglieder an, die eine Gesamtfläche von 3843 Hektar vertreten. „Und die Mitgliederzahl wächst weiter“, verkündete stolz Geschäftsführer Jens Steigleder. Seiner Überzeugung nach liegt das vor allem am guten Wirtschaften der FBG. „Das spricht sich eben herum“, sagte er.

Siet 25 Jahren wirtschaftet die Forstbetriebsgemeinschaft „Hohe Heide“ im Auftrag der Waldbesitzer. Deren Zahl wächst ständig. 411 Waldbesitzer aus den Altkreisen Pritzwalk, Kyritz und Wittstock und aus anderen Gegenden Deutschlands gehören ihr an. Am Sonnabend wurde Waldfest gefeiert.

Neuer Aussichtsturm heißt „Hohe Rast“

Das Programm zum Waldfest war höchst vielfältig. Nach der Mitgliederversammlung, bei welcher der Forstbetriebsgemeinschaft eine erfolgreiche Arbeit bescheinigt wurde, ging es zur Einweihung eines neuen Aussichtsturms. Der Umgebung entsprechend heißt der an einen größeren Hochstand erinnernde Turm „Hohe Rast“. Mit zünftiger Jagdhornmusik wurden die Zuschauer auf das Eröffnungszeremoniell eingestimmt. „Wir verzichten auf Flatterband und lassen lieber ein Stück Holz durchsägen“, sagte Jens Steigleder. Zur Säge griffen Reinhard Bork, der Vorsitzende der Forstbetriebsgemeinschaft, und Reinhard Helm aus Bölzke. Zur Erinnerung an das Waldfest wurden auch zwei Mammutbäume gepflanzt, die unter anderem vom Heiligengraber Bürgermeister Holger Kippenhahn und Bernd Raschke vom Pritz­walker Bauamt ins Erdreich gebracht wurden.

Nachhaltiges Wirtschaften im Auftrag der Mitglieder

„Wir wirtschaften nachhaltig im Auftrag unserer Mitglieder“, versicherte Jens Steigleder. Dazu gehöre aber auch die Holz­ernte, so dass beim äußerlichen Betrachten der Eindruck entstehen könnte, die Wälder würden immer stärker ausgedünnt. „So etwas gibt es sicher auch“, räumte der Geschäftsführer ein, „aber wir versuchen, nachhaltig zu wirtschaften, so dass auch die nach uns kommenden Generationen etwas vom Wald haben.“ Alles in allem hätten die Holzpreise zwar noch nicht weiter angezogen, doch garantiere das derzeitige Preisniveau den Waldbesitzern stabile Einnahmen. Die Forstbetriebsgemeinschaft, in der ausschließlich Privatwaldbesitzer organisiert sind, setzte im vergangenen Jahr 100 373 Euro Fördermittel für forstwirtschaftliche Zusammenschlüsse, Waldumbau sowie Kultur- und Jungbestandspflege um, erfuhren die Mitglieder im Rechenschaftsbericht.

Wie der Wald bewirtschaftet wird, davon konnten sich die Besucher bei Technikvorführungen ein Bild machen. Zu sehen war unter anderem eine Spillwinde, mit deren Hilfe einzelne Bäume aus dem Wald gezogen werden können. Für Staunen sorgte der virtuose Umgang Karsten Borks mit der Motorsäge. Eine Waldolympiade mit Wissens-, Geschicklichkeits- und Kraftwettbewerben rundete das Angebot ab. Dazu gab es regionale Angebote, etwa Honig aus Meyenburg.

Von Andreas König

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