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Prignitz Von Keksen und Kerlen
Lokales Prignitz Von Keksen und Kerlen
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02:15 24.12.2015
Bärbel Mann präsentierte ein etwas anderes Bild vom Weihnachtsfest. Quelle: Jens Wegner
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Bad Wilsnack

Der Frage, wieviel Weihnachten aushält und wieviel man selbst an Weihnachten aushalten kann, gingen am Sonnabend Bärbel Mann und Lexa A. Thomas in der KMG Elbtalklinik Bad Wilsnack nach. Der Lesung der Bad Wilsnackerin und dem Gesang des Berliner Autoren und Komponisten lauschten etwa 40 Gäste im großen Konferenzraum der Elbtalklinik.

„Manchmal ist Weihnachten gar nicht so heiter. Lauschen Sie unseren Tönen und Worten”, begann Bärbel Mann einführend. „Wir schreien nicht mehr rum. Wir vergessen all den Streit. Alle vertragen sich und verzeihen einander”, hieß es in einem Lied über die Vorweihnachtszeit. Weihnachten hält eine Menge aus, meinte Bärbel Mann. Dazu gehörten zweifellos atemberaubende Duftmischungen, bestehend aus Vaters neuem Rasierwasser, rauchende Duftstäbchen, Dampfschwaden aus der Krapfenküche und manch andere Gerüche, die sich mischen. Die Menschen im Publikum lachten und stimmten ihr zu. Danach erklang das berühmte Weihnachtslied „Kling, Glöckchen, klingelingeling”, das Lexa Thomas mit seiner Stimme und auf der Gitarre begleitete. Vor ihrem Vergleich zwischen Keksen und Kerlen erzählte Bärbel Mann eine Episode aus ihrem Leben. „Als ich zu Hause auszog, gab mir meine Mutter drei Dinge mit auf den Weg”, begann sie. Sie riet ihr, niemals auf einen Mann wie ihren Vater reinzufallen, Gebrauchsanleitungen zu lesen und gab ihr ein Rezeptbuch mit. Das Rezeptbuch enthielt unter anderem ein Keksrezept, das sie in einer frustrierten Stunde ausprobierte. Mit den Keksen und einer Flasche Schoko-Likör – eine Flasche Wodka wäre besser gewesen – unter dem Arm, stand sie kurz darauf bei ihrer besten Freundin auf der Matte, um sich den Frust von der Seele zu reden. Ihre Lehre aus der Geschichte lautete: Mit Keksen zur rechten Zeit ist das Leben besser. Männer sehen gut aus und dienen als Statussymbol, aber sie gehen einem manchmal auf den Keks. Kerle sagen: „Na, wie war ich?” Kekse können nicht sprechen. „Drum prüfe, ob du dich ewig bindest, oder nur mal naschen möchtest”, lautete ihre Lebensweisheit dazu.

Es folgten Geschichten über die Qual der Wahl bei den Weihnachtsgeschenken, von der Kittelschürze bis zu Luxusschuhen oder den Einkaufsroller für eine 72-Jährige, der schon kurz nach dem Fest auf dem Sperrmüll landet. Eine weitere Figur, die in den Storys zu Wort kommt, ist eine Ehefrau. Die erzählte die Geschichte, dass sie sich nicht auf den Besuch der Schwiegereltern freut, weil sie schön aussehen soll und doch nur in der Küche steht, um es allen Recht zu machen und sich dabei schließlich ihr 980,70 Euro teures, rückenfreies, stahlblaues Abendkleid mit gewagtem Ausschnitt, ruiniert. Schließlich steigen Ochs und Esel als körperlose Geister vom Himmel auf die Erde, um sich Weihnachten anzuschauen. Dabei erleben sie anstatt Besinnlichkeit nur gestresste Menschen, die hastend durch die Straßen rennen. Damals in Betlehem vor 2015 Jahren, erinnerten sie sich, war es auch kalt, aber es herrschten Ruhe und Zufriedenheit.

Diese etwas andere Sicht auf die Feiertage amüsierte das Publikum. Es war in den Zuhörerreihen nicht selten ein zustimmendes Nicken zu sehen. Und so verließen die Anwesenden mit viel Vorfreude den Saal. Vielleicht erinnern sie sich bei der ein oder anderen Begebenheit während der Weihnachtstage an einen Satz von Bärbel Mann, der wie die sprichwörtliche Faust aufs Auge passt.

Von Jens Wegner

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