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Prignitz Voov wird ein Vierteljahrhundert alt
Lokales Prignitz Voov wird ein Vierteljahrhundert alt
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15:59 13.06.2017
Bunt und ausgelassen trifft sich die Voov-Gemeinde auch dieses Jahr wieder unter dem spektakulären Zeltdach von MAE & MOA an der Mansfelder Chaussee. Quelle: Veranstalter/Benjamin Genz
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Putlitz

Was einst als Gartenparty begann, zählt heute zu den größten Goa-Festivals in Europa: Die Voov Experience – zwischenzeitlich Vuuv genannt – feiert in diesem Jahr ihr 25-Jähriges. Am Wochenende vom 21. bis 23. Juli bummern diesmal die Beats über die Wiesen an der Mansfelder Chaussee. Gestern Vormittag trafen sich alle Beteiligten mit den Veranstaltern Yediyar Isik und Hannah Hoss vor Ort zu einer ersten Sicherheitsabsprache. Isik erwartet zur Voov 2017 bis zu 5000 Besucher.

Die Voov ist eines der ältesten und ersten Psytrance-Festivals. Der erste Versuch fand 1991 statt. Seit 2001 wird immer wieder in Putlitz und Umgebung gefeiert – auch wenn immer mal das Gelände gewechselt werden musste. Jedes Jahr pilgern Tausende auf die Wiese vor den Toren von Putlitz. Zu besten Zeiten tummelten sich auf dem Festivalgelände zu Elektrobeats und Trance mehr als 10 000 Besucher aus der halben Welt. Doch auch Rückschläge gab es: 2013 fiel die Voov – damals Vuuv – aus, weil im Jahr davor zu wenige Besucher gekommen waren. Seit 2014 organisiert Yediyar Isik mit seinen Mitstreitern das Festival – in diesem Jahr sogar als Jubiläums-Edition.

Artistik und Akrobatik

Niemand anders als Ace Ventura wird die Eröffnungszeremonie beginnen. Die Veranstalter freuen sich riesig, dass dieser kreative DJ und Künstler, jetzt schon eine Legende und Schlüsselfigur der internationalen Progressive und Psytrance-Szene, die Voov beehrt.

Ein wahres Feuerwerk von Artistik und Akrobatik werden zur Einstimmung die Phoenix Firedancers zünden, während MAE & MOA ihr neues Dekokonzept für die Voov 2017 präsentieren. Bereits 2016 ­haben sie die Besucher mit ihrem Gesamtkunstwerk in eine zauberhafte, bunte Welt katapultiert. Kongenial ergänzt wird die Dekokunst durch die Lasershow der Laser Beam Factory, die nun schon fast so lange zur Voov gehört wie der Beat zum Bass.

Buntes Zeltdach und Skulpturen

Die Voov gilt als eines der größten Psy-Trance-Festivals in Europa. Gefeiert werden darf dieses Jahr auf dem Gelände bei Putlitz vom Freitag, 21. Juli, bis Sonntag, 23. Juli.

Insgesamt 19 Acts sind geplant, unter anderem von Avalon, Sonic Species, Freedom Fighters, Ranji, Hatikwa, Hux Flux, Beat Herren und viele mehr. Sie legen Techno, House und Deep House, Trance, Goa und Psy, Dubstep und andere Genres auf.

Auf dem Veranstaltungsgelände an der L 102 zwischen Putlitz und Mansfeld – an der Mansfelder Chaussee – werden neben Verkaufsständen und dem großen Zeltdach über dem Mainfloor auch Skulpturen verschiedener Künstler aufgebaut und es gibt Lichtinstallationen.

Tickets für die Voov 2017 sind im Vorverkauf für 80 Euro plus 5 Euro Müllgebühren unter anderem über www.festivalticker.de zu haben.

Veranstalter Isik freut sich, dass das Team in diesem Jahr wieder das Festivalgelände vom letzten Mal bekommen konnte, betonte er beim Sicherheitsgespräch: „Das mit den wechselnden Plätzen in den Jahren zuvor war recht problematisch.“ Nun können viele Dinge übernommen werden: etwa das Sicherheitskonzept, die Stellplätze für Rettungsdienst, Feuerwehr und DRK-Mitarbeiter. Mit im Boot sind auch der Katastrophenschutz und natürlich die Polizei. Auch im Ablauf will sich Isik an das Festival 2016 halten: „Wir hatten ja jeden Tag um 15 Uhr eine Besprechung, das war perfekt.“ So hätten kleine Vorkommnisse gleich bearbeitet werden können.

Die Zusammenarbeit mit der Polizei sei im vergangenen Jahr hervorragend gewesen, zumal gleich am ersten Festivaltag Drogendealer aus Mecklenburg-Vorpommern gefasst werden konnten. „Wir wollen so was nicht“, sagte der Veranstalter. Mit diesem Erfolg ist auch die Polizei zufrieden: Die Dealer wurden laut Lutz Mattheus vom Führungsdienst der Polizeiinspektion Prignitz kürzlich am Landgericht Neuruppin wegen des Handels mit Betäubungsmitteln zu langjährigen Haftstraßen verurteilt. Auch in diesem Jahr will die Polizei auf dem Festivalgelände präsent sein, kündigte Mattheus an. An der L 102, an der der Weg zum Festivalgelände abzweigt, soll für die Festtage das Tempolimit von 70 auf 30 Stundenkilometer reduziert werden.

Internationales Flair in Putlitz

Seit 16 Jahren ist Ordnungsamtsleiter Peter Jonel für die Voov zuständig. Er hat den Veranstaltern vergangene Woche die Genehmigung erteilt, wobei einige kleinere Auflagen noch bis zum 30. Juni zu erfüllen sind. „Die Kommune hat seit Jahren ein offenes Ohr für die Voov, auch wenn dem einen oder anderen die Musikrichtung nicht passt.“ Das sei aber die paar Tage mal auszuhalten, zumal von den mehreren tausend Besuchern auch die Stadt profitiere, etwa wenn diese bei heißem Wetter das Schwimmbad nutzen. „Die Voov hat internationales Flair nach Putlitz gebracht“, ist der Ordnungsamtsleiter überzeugt.

So werden sich auch sicher viele Putlitzer am Voov-Wochenende auf der Wiese einfinden – Ortsansässige bekamen für die Tickets bisher eine Ermäßigung. Auf dem Gelände rund um den Mainfloor können sie über die Marktstraße schlendern, internationale Köstlichkeiten genießen und – natürlich tanzen.

Von Beate Vogel

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