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Prignitz Vor der Schule wird weiter gerast
Lokales Prignitz Vor der Schule wird weiter gerast
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02:16 24.03.2018
Schnell unterwegs sind die Autofahrer vor der Putlitzer Schule – trotz Tempo 30. Quelle: Bernd Atzenroth
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Putlitz

Wenn ihm etwas stinkt, dann kann sich der Putlitzer Bürgermeister Bernd Dannemann so richtig in Rage reden. So war es am Dienstag in der Putlitzer Stadtverordnetenversammlung, als es um die offensichtliche Raserei auf der Straße vor der Grundschule ging. Die Auswertung der Messungen vor der Schule ergab alarmierende Ergebnisse: In der Tempo-30-Zone vor der Schule halten sich die Wenigsten an die Geschwindigkeitsbegrenzung, selbst mehr als 50 Sachen sind keine Seltenheit, und ein Autofahrer brachte es dort gar auf 85 Kilometer pro Stunde. Acht Tage lang wurde gemessen, 5000 Fahrzeuge wurden dabei erfasst. Erschreckend: 24 Prozent waren mit mehr als 50 unterwegs, und nur 20,5 Prozent hielten sich an Tempo 30.

„Ich möchte da nicht warten, bis ein Kind totgefahren wird“

Klar ist: Hier muss etwas passieren. „Ich möchte da nicht warten, bis ein Kind totgefahren wird“, erregte sich das Stadtoberhaupt. Es sei nicht auszuschließen, dass ein Kind da mal raus auf die Straße läuft. Bernd Dannemann, der auch ein Kreistagsmandat hat, nutzte die Gelegenheit bei der jüngsten Kreistagssitzung, um den Polizeiinspektionschef Dieter Umlauf auf die gefährliche Situation vor der Schule anzusprechen. Allerdings habe Umlauf ihm nur allgemein geantwortet und zugesichert, mit seinen Mitarbeitern die Situation zu erörtern.

Investition in den Brandschutz an der Schule

Die Schule war auch im weiteren Verlauf der Sitzung Thema. So ist mit der Zustimmung des Gremiums zum neuen Haushalt auch entschieden worden, dass in den Brandschutz an der Schule zuvorderst investiert wird. Das sei Priorität, versicherte Dannemann auf Nachfrage. Im Kern geht es darum, dass zusätzliche Fluchtwege geschaffen werden, insbesondere Querverbindungen durch die Räume. Dass Handlungsbedarf besteht, wurde im vergangenen Jahr klar, als es in der Schule tatsächlich brannte, auch wenn dies glücklicherweise nicht gravierend war. Geplant ist jetzt auch eine Verbesserung der Parksituation rund um die Schule und die Schulturnhalle. Genug Fläche sei dafür da, meinte Dannemann.

Für Außenfläche können Wünsche geäußert werden

Der Stadtverordnete Wolfgang Hampe berichtete von einer Aussprache über das Thema und beklagte „Informationsdefizite bei den Plänen für die Gestaltung der Schule“. Die Fraktionen BSL und Linke hatten die Brandschutzmaßnahmen beantragt, wünschen sich aber ein Gesamtkonzept für die Schule „für alles andere“.

Dabei wird peu à peu daran gearbeitet, die Lernbedingungen zu verbessern, etwa durch den Austausch ganzer Klassensätze von Stühlen, der auch diesmal zu den Investitionen gehört, wie der Amtskämmerer André Hirsekorn erläuterte. Für eine Neugestaltung der Außenfläche kann das Schulkollegium noch Wünsche äußern. Auch da steht bei der 1969 gebauten Schule eine Erneuerung an, etwa eine bessere Entwässerung.

Von Bernd Atzenroth

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